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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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52. Klerikn nnv paien.

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res Tempels i 10. Aug. >, in welchen ein römischer Krieger eine Brandfackelgeworfen hatte. Während der (imonatlichcn Belagerung soll »ach Joscphusüber eine Million Menschen umgekvmmcn sein. Verlust der Selbstständigkeitund Zerstreuung der Juden in alle Welt war jetzt ihr Loos; keine Verheißungder Wiederherstellung, kein Prophet, kein König, kein Opfer, kein Altar,kein Hciligthnm, keine Hoffnung hat sie getröstet oder gehoben: denn dasSccptcr ist ihnen hinwcggciioinnicn auf inimcr und ewig. Sic mußten sogardie frühere Tcmpelstcucr nun nach Rom bezahlen. Acht Monate vorher< l!1. Dcc. 69) war auch, von römischer Hand angeziindct, das Capitoliummit dem Tempel des Jupiter und de» Heiligthümern der Juno und Minervain Flammen aufgegangcn ff). Die K, r ch e C h r i st i begann sich nunfrcicrzu entfalte».

Lrill cs C n p i l c l.

Gliederung und Derfassung der apostolischen .Kirche.

i ecd !ilä>. V. in s. Ilieot. äo^in. <nt. Vvnot. 757. I'VI. p. 52209, in and. Ansg. IV. .da/l/nnr, ,lo liier, eedosnwiliiiii. ltiui^d. 757. 4. sMöhler, die Cinh. in der Kirche. Tnb. >825.i849. )I»n. Sylvins «Ginzcli, Cvangelinni u. Kirche. Rcgenöb. 849.besond. S. 1 114.Natur n. Wesen der Kirche." Rothe, Anfänged. christl. Kirche. Wiltenb. 837. Bd. I. theilw. widerleget v. Dicringcrin der Freib. Ztschr. f. Thcol. Bd. I. S. 67-116; in and. Weise ver-drelicnd Ni Ischl, Entst. d. altkathol. Kirche. Bonn (850) 857.

H Wie iirich der Later gesandt hat, so sende ich euch! Zeh. VI», .'I.

H. 52. Kleriker und Laien, vgl. tz. 39.

Als der Gottmcnsch noch unter den Menschen wandelte, war er in derenge» religiösen Gemeinschaft mit seinen erwählten Aposteln und Jüngernder Meister, sie waren seine Diener (Joh. 13, 14. 16. 15, 15.).Hierin lag bereits der Keim der Unterscheidung zwischen einem Lehrenden undLernenden, einem Regierenden und Gehorchenden, einem Priester und Laien.Und sollte nach der Rückkehr Christi zum Vater der Zweck seiner Sendung,die Entsündigung und Bescligung des gesammtcn Menschengeschlechts erreichtwerden, so mußte die von ihm gestiftete religiöse Gemeinschaft, die Kirche,als stete lebendige Repräsentation des Erlösers auch die dreifache Wirksam-keit desselben, als Prophet (Lehrer), Priester und König fortsetzcn.

Diesem gemäß setzte der Heiland wirklich bei seinem Hingänge zum Vaterseiner Kirche in den Aposteln einen Lchrstand vor (Matth. 28, 1821).Mark. 16, 15.), verlieh diesem durch den besondern Schutz des h. GeistesU nfchlbarkcit, damit er fort und fort die absolute Wahrheit wie Christusselbst verkünde der hörenden und lernenden Kirche. Diese sollte diegöttliche Autorität des Lehrstandcs anerkennend die Stimme des Hirten undsein Wort gläubig vernehmen (Joh. 10, 26. 27.), damit sie in der Lehrefcststehe und in der Erkenntnis; deS Sohnes Gottes wachse (1 Tim. 3, 15.Ephcs. 4, 11 14.). Und gleichwie der göttliche Erlöser seine Worte durch

Wunder beglaubigte (Joh. 5, 36. 10, 38. 15, 24.), so crtheilte er auchde» zur Predigt des Evangeliums ausgcsandtcn Jüngern die Macht Zeichenund Wunder zu wirken (Matth. 10, l8. Mark. 16, 1720. Joh. 14,12. vgl. Apg. e. 2 u. I Kor. u. l2.).

Da der Gottmensch ferner der eigentliche Hohepriester nach der Ord-

4) Döllingcr, Hcidcnthuni n. Judcnthum, S. 733 u. 851855.

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