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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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1. Zeitraum. I. Periode. 1. Zeitabschnitt. 2. Capitcl.

wand dagegen aus Apg. 28, 22.: wonach die Häupter der römischen Syna-goge vor Paulus aussagcn, von der christlichen Lehre sei ihnen nur so vielbekannt, daß diese Sekte überall Widerspruch finde, läßt sich sehr wohl be-seitigen, theils durch Hinweisung aus die Ausweisung der Juden aus Romunter Claudius (Apg. 18, 2. u. Nuulan. vitu Olsntt. o. 25.), theils in Be-rücksichtigung eines ähnlichen schlauen Vorgebenö der Juden (Joh. 8, 38 u.44). Der Inhalt des Römerbriefes und besonders 1, 8 spricht bestimmtfür ein schon früher ausgebildctes christliches Gemeindewesen zu Rom.

§. 49. Wirksamkeit der übrige» A P o st c l a » ß e r Johannes.

77Nemo»t momoires D I. Xstrta/. Alsum«-!«-'. b. o. I. 8<wo. cup. 8. Wiltsch,kirchl. Geogr. Bd. I. S. 18 ff.

Die Apostelgeschichte beschränkt ihre ausführlichen Mittheilungen vor-zugsweise auf den heil. Petrus und Paulus, und gedenkt der Wirksamkeitmehrerer der übrigen Apvstcl gar nicht. Offenbar nicht ohne Grund. Wassie von jene» beiden erzählt, läßt einen Schluß auf die übrigen machen: wirwürden von neuem ihre Wunder, Leiden und Tugenden erfahren. Die Apo-stel selbst aber waren um so weniger darauf bedacht, ihre Thaten in demAndenken der Menschen, zu erhalten, sc eifriger sie sich bemühten, das Evan-gelium in möglichst weiten Kreisen zu verbreiten. So ist es gekommen, daßwir von dem Leben und der Wirksamkeit der meisten Apostel nur dunkeleSagen oder dürftige Nachrichten erhalten haben. Darunter ist besondersbemerkenswerth die Erzählung von einer Verlosung der Welt unterdie Apostel, und die Abfassung des apostolischen Glaubensbe-kenntnisses in Jerusalem bei ihrer Trennung, zwölf Jahre nach der Him-melfahrt des göttlichen Meisters.

Jakobus, der Sohndes Alpha us, sicher identisch ^) mit Jako-bus dem Jüngern, dem Gerechten, dem Anverwandten desHerrn, stand der Gemeinde zu Jerusalem nach Anordnung Christi und derApostel als erster Bischof vor. Wegen seiner Gerechtigkeit und Milde sogarvon den Juden geachtet (Apg. 15, 13 ff.) , verlieh er derselben Festigkeitund ermahnte die ge sammten Judenchristen im Anslande durch sein aposto-

*, Uob. den Aufcnth. Petri zu Rom nach l Petri 5, 13. der apostol. Vater( 7 /»t. (ff 107) vg. ml Knin. 0 . 4. (,?«>». Nomon. s^i. I. ntt Loi-intb. 0 . 5. N/o-v. Korinth (ff vor 180) u. der röm. Prcsbptcr O'as«« bei Nn«s«5. b. s. II.25. Neu. III, 1. 3. leitn/k. tto piussor. 0 . 36. u. conto. blnrcicin IV, 5.; ()-/-(( 258, spricht wiederholt von Rom als der omllvära. I'otn wie voneiner allgemein anerkannten Thatsache. Nur Hppcrkritik konnte dieses vom christl.Altcrthumc so einstimmig berichtete Factum in Zweifel' ziehen: nach ihs-«»!-«-»/'/ttttsort. äs ltt't.u pi'nksctionn I?otri in nrbein Iloinuni sOpp. V. II. p. 331 slo.1Banr, in d. Tüb. Ztschr. s. Protestant. Theol. H. 4. 831. Die Einwendungenbis Mitte d. 18. Jahrh. widerlegt in (NoM-nl, ile Roinnini o'ivi llotri itiuvreoi Ichiiscopntn uju8>jno nMniui88ünis iinni;iuilni8 («o>< itnlivinis Iristorico-ci-iticni!b'b-rsiu. 741. Benedict XIV. dedicirtj; aus neuerer Zeit in folg, wissenschaftl.Abhandlungen: s-Herdst, üb. d. Aufcnth. Petri zu Rom.' i Tiib. Q.-Schr. 820.L. 267 ff. 1 ffDöllingcr, Handb. d. KG. S. 65 ff. fflIVnoü'ssü.n!«»«, viinli-oina 1'iNiinn.o. llntinl,. 836. ffGinzel, üb. d. Episkopat Petri in Rom. (Plctz,theol. Ztschr. XI. Jahrg. H. 14. bcsond. geg. Mayerhof's Einl. in diepctrin. Schriften. Hanib. 835.) vgl. auch Olshansen in d. Sind. u. Kritik.Jahrg. 838. 4., u -j-L-tengle in, üb. d. 25jähr. Episkopat des hl. Petrus inRom (Tüb. Dl.-Schr. 840. H. 2 u. 3.). OriZiuss tto. I'vAli?-; Nom. v. den Be-ncdicttnern des wicderhcrgcst. französ. Klosters Svlssmsn. 836.

Hug, Einl. ins N. T. Th. II. S. 517 ff. ^Schleper in d. Frcib. Ztschr.f.Theol. Bd. IV. S. 1165. vgl. auch Guerikc, Einl. ins N. T. S. 483 ff.