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I. Zeitraum, t. Periode, l. Zeitabschnitt. 2. Capitel.
versammelten Jünger herab Apg. 2, 4.). Wunderbar sprachen
sie sogleich sür Alle am Feste versammelte Volksstämme verständlich (). Durch ;dieses Wunder der Sprache und durch die begeisterte Rede des heil. Petruswurden 3000 bekehrt. Sie gelobten Glauben au Jesum Christum, alsden Sohn Gottes, und Buße, und ließen sich dem Aufträge Christi gemäß(Matth. 28, 20.) im Namen der göttlichen Dreieinigkeit taufen. Viele vonihnen verbreiteten nach der Rückkehr in ihre Provinzen die Keime des Chri-stcnthums an ihren Wohnsitzen, so daß die ältesten Kirchen ihren Ursprungauf das Wunder am ersten christlichen Pfingstfcste zurückfübrten.
Diese göttliche That der Ausgießung des heil. Geistes hat die Stiftungder Kirche erst äußerlich und in ihrer Dauer sür alle Zeiten gesichert; siewar, wie Chrysostomus sagt, der Tag des neuen und vollendeten Ge-setzes , des Gesetzes der Gnade im heil. Geiste. Die Apostel erhielten setztden verheißenen Beistand, der sie in alle Wahrheit einführte; sie sind darumsetzt auch gänzlich befreit von ihren früheren irdischen Messiaserwartungenund lehren nunmehr: Christus sei erschienen, die Welt von Jrrthum undSünde zu befreien und mit Gott zu versöhnen. Statt der früheren Zag-haftigkeit beweisen sic setzt den unerschrockensten Muth; sie sind auch im Be-sitz der äußeren Mittel, ihrem Amte unter allen Völkern zu genügen; ihreZuhörer werden von dem göttlichen Geiste berührt, und von ihren Augendes Geistes fällt nun die Verblendung; voll gläubigen Sinnes werde» sieder Gemeinde der Heiligen einverleiht. Und in dieser Gemeinschaft desGlaubens erzeugte sich die Gemeinschaft der Liebe: Alle erkannten sich sogleichals Brüder und Schwestern; Alle thei len Alles mit einanderund zu gleichmäßiger Vertheilung der Gaben an die hellenistischen und hebräi-schen Armen wurden 7 D i a kon e') ausgestellt. Das Leben der Erlösungund der Erneuerung auö dem göttlichen Geiste offenbarte sich, eine neueWeltordnung stellt sich neben und über die frühere, und der Organismus desgöttlichen Reiches auf Erden entfaltet sich. Für diese neugebildete Gemeindeblieb für setzt noch Jerusalem der Mittelpunkt. Wiederholte Vorträgeund die durch die Apostel verrichteten Wunder (Apg. 2, 43. 3, 7r—9. 5,15.)vermehrten die Gemeinde balv auf 5000 (Apg. 2, 47. 4, 4.), so baß sieChristi Verheißung gemäß (Joh. 14, 12.) noch größere Wunder als er wirk-ten. Sie beharrte in der Lehre der Apostel, in der GemeinschaftdeSB robb reche ns und im Gebete (Apg. 2, 42 n. 46.) Doch bliebdieselbe neben abgesonderten Versammlungen in Privatwohnungen noch mitden Juden durch den Tempelbcsuch verbunden, bis der Tag nahctc, an wel-chem nach Christi Weißagung Jerusalem und der Tempel zerstört wurde,und die Kirche Christi, von allen bloß südischen Religionsgcbräuchen befreit,sich zu ihrer vollen äußeren Selbstständigkeit erhob.
§. 44. Verfolgung der Christen.
Das kühne Auftreten der Apostel bewaffnete bald die Pharisäer und Sad-
l ) Treffend 60-ot/n« nach Vorgang des h. Innn. II. ln1?sn-
tssost. und Iwin. 35. in I OarmtN.: linZunrum clisxersit Innninss (Llsn.
e. 11.), cko-m»i linMurnin äls^orsos in nnum populnm reclsAit. (^.nnotatt. acluctu^xostslor. 2. 8) Auch.zu beachten Aur/ust. ssrino 268. n. 1. u. 2.: Iclso8xiritus 8t. in omninm linZum Mntium 86 äomonstraro cliAnatrm sst, nt stille86 intslliMt Iml>srs8piritum 8t.. gui in unitato (oeel.) continstnr. gnus linZnisomnibub lognitnr.
2) Stephanus, Philippus, Prochorus, Nikanor, Timon, Parmenas u. Nikolaus.