tz. 40. Stellung Jesu zu den Juden.
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Reiches Gottes wollte er ihnen ein klares Bild des zukünftigen Berufes ent-werfen, ihnen Liebe, Freude und Vertrauen dafür einflößen, um so mehr,als er ihnen den Ernst ihrer Zukunft unverholen eröffnet?, und diese als eineZeit der Entzweiung, des Hasses zum Tode, der blutigen Verfolgung, aberauch andrerseits der unbegrenzten Hingebung und Selbstaufopferung für ihnschilderte'). Selbst in weiter örtlicher Zerstreuung sollten sie stets zu einerwahrhaft kirchlichen Gemeinschaft verbunden bleiben, deren erhabenes Vor-bild die Einh e it des Vaters und des Sohnes sei, denn nur durcheine solche und in einer solchen Gemeinschaft würde die Weltzum Glauben an ihn vermocht werden (Joh. 17, 21.).
Damit diese Gesellschaft auch durch ein äußeres einigendes Band zu-sammengehalten werden möchte, erhob Jesus aus jenen zwölf den Simonzu ihrem Haupte ). Er nannte ihn bedeutungsvoll Petrus, den Fels,auf welchem er seine Kirche erbauen wolle (Joh. 1, 42. Matth. 16, 18.);erwählte ihn zugleich zum Hirten seiner gesammten Heerde(Joh. 21, 15—17.), wie er sich früher selbst als den Hirten allerVölker bezeichnet hatte (Joh. 10, 1 ff.); und bezeichnet ihn endlich (Luk.22, 32.) als den Befestigcr aller Brüder im Glauben. Diese noch kleineGesellschaft, die aber in der Folge stets wachsen würde (Matth. 13, 31 ff.),sollte mit Jesu, ihrem Stifter, stets in der lebensvollen Verbindung gleichder Rebe am Weinstocke bleiben (Joh. 15, 1—6.). Zur Erinnerung daranund zur Verwirklichung legte er in die Hände seiner Apostel die Verkündigungseines Wortes und die Verwaltung derjenigen Institutionen, welche die Ka-näle der höheren göttlichen Kräfte sein sollten, deren unversiegbarer QuellEr sei (Matth. 18, 18. Joh. 20, 21—23. Luk. 22, 14. Matth. 28, 19.).Wer in der Lebensgemeinschaft mit ihm sein Heil suche, müsse sich an seineRepräsentanten, die Apostel und ihre Nachfolger anschließen (Luk. 10, 16.);denn wie ihn der Vater gesendet habe, so, in derselben Autorität,sende erste (Joh. 20, 21.), und er werde sie durch Mittheilung des heil.Geistes, der ihnen die volle Wahrheit enthüllen würde, für ewige Zei-ten leiten, und in der großen Angelegenheit des Heiles vor Jrrthum schützen(Joh. .!. 14. u. e. 16.'Matth. 28, 20.).
tz. 40. Stellung Jesu zu den Juden vgl. §. 30.
Die vielfache» Beweise göttlicher Allmacht in Verbindung mit der sieg-reichen Gewalt seiner Lehre aus die Gemüther der Menschen gewannen ihmvorübergehend ganze Massen seines Volkes; man wollte ihn sogar zum Königemache» (Joh. 6, 15.), und mußte sich gestehen, wenn der Messias selbstkäme, könnte er nicht mehrereundgrößere Wunder wirken(Joh. 7, 31.). Ja kurz vor seinem Tode bereitete ihm das Volk einenglänzenden Einzug in Jerusalem (Matth. 21, 8 ff.). Dennoch war es ihmnicht mit voller Entschiedenheit ergeben, und wandte sich darum bei einergeringen Veranlassung wieder von ihm ab.
Bei den vielfachen Anschlicßungspunkten und Vorbereitungen im Juden-thume für den Messias muß dies befremden; doch dürfte Folgendes zur Er-den Iidl>. III. dg vitu ot ruorts Llosis (ml. >7. ^1. ibTrdrroE) beigesügte ist spä-teren Ursprungs u. unächt.
>i Vgl Matth 10, 17. 18, 34-38. 16, 24. Luk. 12, 49. 50.
2> Dgl. liTrkai. ^1/eL. Ir. e. sasc. I. äisssrt. IV. äs 8. I'stri st Romane»',kvutikeium primatu. -j-F. Weniger, die apostol. Vollmacht des Papstes inGlaubenssachcn. JnSbr. (841.) 2. A. 842. Kcnrick, Eb. ».Baltimore, d.Primatd. apostol. Stuhls deutsch v. Stcinbachcr. Ncw-Uork 853.
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