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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
Entstehung
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66
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00 Dir alte Welt, Vorhalle z. Gosch, d. Christontb.

tor östlich. Im südlichen Arabien waren sogar die Könige der Homeritenzum Ilwemi»»ne übergctretcn (um 100 o. Ehr.). Nack der BewilligungAlexanders d. Gr. gnr Ansiedelung einer jüdischen Eolvnie in Alexan-drien vermehrte sich solche auch in den benachbarten Gegenden Afrikas, unddie Betriebsamkeit wie der Handelsgcist führte die Juden bald nach Syrienund Kleinasien , sa zur Zeit des Kaisero AugustuS finden wir sie über dasganze römisä e Reich verbreitet. Zum Unterschiede von den palästinischenbirsirn sie die Inden in der Zerstreuung s,- »4',«o^ro,uzs). Sieblieben aber in reger Verbindung mitJerusalem, erkannten die dortige kirch-liche Oberbehörde an, bezahlten eine jährliche Tenipclstencr (<>.schickten öfters Opfer zum Tempel und walifahrteten selbst dahin. So habensie lange Zeit unter de» verschiedenartigsten Verhältnissen eine bewun-dernswürdige Anhänglichkeit an die vaterländische Religion und Nationalitätbewieseil; aber allmälig zeigte sich auch bei ihnen, wie im Mutterlande selbst,eine Geneigtheit, sich fremden Eigenthümlichkeite» zu aecommodiren. Dienlritt in dem s. a.Parsismus nudHellenismuS dieser zerstreuten Judenbestinnnt hervor. Durch Trennung von dem Mittelpunkte des jüdischenVolkslebens batte nämlich das Anszeichnende und Schroffe ihres National-ebarakters viel von seinem Separatismus und ParkieularismuS verloren.In Persien nahmen die Juden bereits manche Elemente der entstellten La».desreligion in ihren göttlich überlieferten Glauben auf. Noch umgcstaltcndcrw'rlie auf die religiöse Ansicht der Juden das griechische Volksleben, grie-chische Wissenschaft und Sprache, die allmälig, zuvörderst beiden vorneh-meren Juden Anklang fanden. Am meisten zeigte sich dies unter den JudenA e g v p l e n s; hier war sogar die Kcnntnist der hebräischen und chaldäischenSprache größtentbeils uutergegangen, so daß für diese Juden eine grie-ch is che llebersetzung des A. T. nothwendig wurde. Eine solche erhieltensie aus Veranlassung deS Königs PtolemäuS Lagt <um 000 v. Cbr.) in derbekannten Septuaginta ), der sogar göttliche Inspiration beigelegt ward.Hier wurde auch durch die Bekanntschaft mit pvthagoräisch-pla-t ou is ch e n I decn die ganz eigenthümliche

A l e r andr i uische Religions p b i l v s ophieerzeugt, die zuerst bei dem Peripatetiker Ar i stvbul zu Alexandrien, auspriestcrlichem Geschlechte und siehrer deS Königs PtolemäuS Philomctor, um150 v. Ehr. bemerkbar, dann ebendaselbst von dem reichen und geistvollenJude» Philo (geboren um 25 v. u. s nach 41 ». Ehr.) vollkommenauSgcbildct ward ).

Ucberzeugt, daß die auf ttl icher O ffenb arnn g beruhende jüdischeReligion d e absolute sei, andererseits aber von der griechischen Speculatio»der P latvni s ch en und Stoischen Philosophie beherrscht, geht seinHauptstreben dahin, durch den Nachweis der Uebercinstimmung beider eineUnlversa'philosoplsie und Religion zu begründen, welche Jude» und Hei-

! i Diese Versio» ITXX) IIoin. 587. ». öst. «><!. ran läsiv. 824. eil.

I/pn. 850. o<>. A»//. Last L< m. 857., vgl. Herbst, Einlett. ineA. T. Hrsg. v. Welte. Frei!'. 840. Th. l. S. 144 155.

2> ozgi. 4-5(4. 091 k. cd. La-ze/g,/. I,nuel. 742. 2 l. k. Hdausg. v.

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(Ninentiuiies 4>hilcmei,e. T,c. 820. tau e en »i at e r, d. Philos. desEhrtsterih. od. Metaphysik d. h. Sehr. Gieß. 840. t. Bd. S. 300-402. Freit,.stirct'enler. Bd. VI, 577-80; Dölltnger, Heid. u. Judcnth. S. 837-48.-iGutterhcck, die N. T. Sehrbcgrtffe, Mainz 852. Bd. I. S. 392-440.