so
Die alte Well, Vorhalle z. Gesch. d. Cbristcnlb.
rische gegenübcrstellen. Hierüber sagt der Historiker Polybius ganzoffen: „Wenn eS dazu dient, Frömmigkeit unter der Menge zu erhalten,muß man es einzelnen Gcschicktschreiber» verzeihen, wenn sic Mährchenerzählen; — darum seien auck die römischen Gesetzgeber zu vertbeidigen,daß sie durch Erdichtung furchtbarer unsichtbarer Götter das Volk im Zaumehielten." slliüt. VI, !Ui.)
Die griechischen Philosophen batten zwar die Zerstörung derVolksreligion beschleunigt, vermochte» aber nicht clwaS Besseres an die Stellezu setzen, nicht das Göttliche vollkommen zu enthüllen, wie auch überhauptdie Philosophie niemals das Wesen der Religion ersetzen kan». Ganz imGeiste der alte» Zeit sprach ihr größlei Philosoph, Plato, umgeben von denschönsten Tempeln und Slatuen der Götter: „Schwer ist es, die Gott-heit zu finden, unmöglich aber, sic dann, wenn man sie ge-sunden, Allen b ekannt zu machen." Thalcs nahm als das Urpriu-cip der Welt das Wasser an, Auari mencs dictzuft, Heraklit das Feuer,Anarimander das Unbegrenzte ,>„>), und stellte dieses dem Göttli-chen gleich. Erfreulicheres erzeugten Pythagoras und Plato. Angewehtvon dem religiösen Oriente Z, brachten sic durch Verbindung der Philosophiemit der Religion auch in die griechische Bildung religiöses Vcbcn. P y tha-goraS von Samos, Stifter der philosophischen Schule zu Proton in Italiens584—504 od. 489 v. CbrZ, und semc Schüler kielten kas Zablensystem für das Urbild und die notbwcndiac Form der Dinge, die Welt für einharmonisch geordnetes Ganze, das sich zu dem Centrum (Sonne, JupitersFcuer j in harmonischem Verhältnisse bewege. Die Gottheit selbst dachten siesich zwar als Natnrkraft, als das allgemein wirkendePrinc p und daSFatum,veredelten sie aber durch die sittlichen Eigenschaften der Wahrhaftigkeit undGüte. Das Eigcuthümlickste der Pvtbagoräer sind sedochderBegriffderMc-tcmpsvckose und die daran bastenden Bestimmungen, wenn sic auch nochnickt vollständig durch sittliche Ideen veredelt waren. Plato aus Atheni429- 848 v. Ebr.) lebrte das Dasein Eines höchsten, freien, weisenund gereckten Goltes als eines Geistes, ihm zur Seite cineSthcilS dieIdeenwelt, andernthcils die chaotische Ur materie, aus deren Ele-menten er tic Wcltseelc mischte, dann die formlose Masse zur orga-nischen Welt gliederte und die Seelen schuf. Er wußte voneinem Abfall von Gott, stellte abnend und verlangend Unsterb-lichkeit der Seele, s'oku und Strafe nach dem Tode in Aus-sicht; aber, fügte er bei, Alles dieses könne der Mensch nur dann mit Si-cherheit glauben, wenn cs ihm durch irgend ein offenbarend es göttli-ch eS Wort bekräftigt und bestätigt würde 4. Die Philosophie selbst galt ihmals „eine Vorbereitung auf den Tod" Die christlichen
1 l Dies deutet mit And. an 2-uot«»t. institutt. IV. 2. loudo uguidem ooleoiiiiruri, guud > um 25/t/rai/orax et >>ostüii. umnro imlaxancki.8 verltutis a>
eensi, et et -mueknaiKeut, «t ear««i Ae»t««ni m'tas et
cetera coAmo-üereiit lmispjealiunlur viiiin eapientiam in religiune vvrearü), addudasoe tarnen non se> 088 erint, penes ,,u»8 tum: aulus erat, et guo kaeiliu»ire potuisseut. Vgl. t7«cero. de tlnih. liuuor. et malor. V, lg. u. Munt. 7-ettletavius 84.
2) Plato UN Phädon: u 7k; 6--L17» V7- /«i ?xivöo-27r^ov -ni
7 äbnlick Vaiiaptiout. memo
ral'il. Illl. iz . e. 8- §. 16.: 77, IS 00- öi- 71,' -,7 k 7 -, »7-,^ 5-H-Z >1
i-r/-vsu7i 0-71» aoire- vgl. IV. 4, 25 ». ?asanlr a. a. D. piig. 6l. u. 62.