§. 24. Orientirung über das Hcidenthum.
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ein eigenthümliches Gepräge verliehen. Darum erscheint es für die pragma-tische Darstellung der KG. unerläßlich, im Eingänge vorzuführen eine:
Uebersicht des religiösen, sittliche» und politischen Zustandes derHeiden und Juden zur Zeit der Geburt Christi.
*„Jhr wäret einst ohne Gott — einst todt Ephes. 2. I. 5, >2. vgl. Röm. l, 21—25.—Ich erschüttere nlle Völker: es wird kommen der von allen Völkern Ersehnte."Haggai 2, 8. Vgl. Gen. 44, IO. J-s. 1l, lii. 42, ft.
Eusebius in der erL^^xe^ libb. XV. 6(l. VrA6k'tes ?ar. 628. sä.
Saisäo,/, Oxon. 843. (lib. l-VI.). Augustinus in dm 10 crst.Büch.äs sivit. vei, libb. XXII. sä. srsr. I,ps. 825. 6olou. 825. 2 V. 8. —*Crcuzcr, Symbolik u. Mythol. d. alt. Volk., besonders d. Gricch. Lpz.(810 u. 819 ff.) 3. A. 837. 4 Bdc. — 4*3- Görres, Mythcngesch. d.asiat. Welt, Hdlb. 810. 2 Bdc. — Stuhr, d. Religionsspstemc d. heidn.Volk., Bcrl. 837. — Tholuck, üb. das Wes. u. den sittl. Einst, des Heidcnth.(Neandcrs Dcnkwürdigk. a. d. Gcsch. des Christcnth. Bd. I.) — ff*Stau-denmaier, Encyklop. d. thcol. Wiffensch. 2. A., Main; 840. Bd. I. S.212 ff. — stScpp, das Hcidenthum, Rcgensb. 853. 3Bdc. mit d. Mottov. Maistre: „wer wird uns die Mythologie von der Seite erklären, daßin ihr alle christl.Wahrheiten vorbildlich erfüllt erscheinen." ökling er,Hcidenthum u. Indcnthuin, Vorhalle z. Gcsch. d. Christenthums, Rcgensb.857. stSticfclhagcn, Theologie d. Hcideuth. Rcgensb. 858. -j-Gfrö-rer, Urgeschichte d. Mcnschcngcschl. Schaffh. 855. 2 Bde.
K. 24. Orientirung über das Hcidenthum.st*Möhlcr, d. Hcideuth. eine Betrachtung (histor.-polit. Blätter Bd. II.)sH. 3- Schmitt, Grundidee des Mythus, od. Spuren d. göttl. geoffenb.Lehre v. d. Weltcrlvs. in Sagen u. Urk. d. ältest. Volk., Frks. 826.st*L ticken, d. Traditionen d.Menschengcsch. od. d.Uroffenbar. Gottes unterden Menschen, Mimst. 855. stKuhn, d. Gcgcns. d. Heiden- u. Cbristcnth.in d. sittl. Weltansicht (Tüb. Q.Schr. 3ahrg. 841. H. 2. S. 224-42).
Daß der Mensch, aus derHand des Schöpfers hervorgegangen, besondersnach seinen geistigen Anlagen, unendlich höher stand und reiner war, auch mitder Gottheit in einem ungetrübteren, engeren Verhältnisse stand, als wir ihnspäter finden, setzt nicht nur das Christenthum nothwendig voraus , sondernmuß auch jede unparteiische historische Forschung anerkennen. Zu deutlich sinddie Spuren von einem paradiesischen Unschuldsleben in der Gemeinschaft mitGott in den Ueberlieferungen der ältesten Völker, dessen Andenken besondersin den Gesängen der Dichter von einem goldenen Zeitalter erhaltenwurde. Aber auch das Gefühl der Verschuldung und das Gewis-sen, welches uns die Schuld des eigenen Lebens vorhält, wie die Geschichte,welche das Gewissen der schuldigen Menschheit im Großen darstellt, sprechenunzweideutig für unsere ursprüngliche Unschuld. Den Verlust derselbenführt das Christenthum auf den auch von den meisten Religionen gekanntenSündenfall der ersten Menschen zurück, in Folge dessen die lebendigeErkenntniß des einen Gottes im Menschen durch die überhandnehmendeSünde zu einer todten Erinnerung und einem unbestimmten Gefühle herab-sank, so daß endlich auch dasjenige, was als wahre Tradition noch aus demverlorenen Paradiese über Gott und das Verhältniß des Menschen zu ihmherübertönte, selten mehr bei dem Mangel eines heiligen Sinnes verstandenwurde, und nur als matter Strahl jenes vollen Lichtquells der Uroffenba-rung erschien '). Doch muß zu richtiger Orientirung über die Entwickelung
1) Crcuzer, Symbolik 2. A. Bd. I. S. XI. u. XII. „Meinen Hauptsatzaber halte ich in seiner ganzen Ausdehnung fest. Es ist die Grundlchre von einer