Dic alte WM, Vorhalle z. Gcsch. d. Christcnth.
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Historische Einleitung.
Dic alte Welt, Vorhallc .zur Geschichte des Christrnthums.
Um den Entwickelungsgang der christlichen Kirche von Anfang an begrei-fen und darstcllen zn können, ist erforderlich, die Stellung zu bezeichnen, welcheChristus und seine Kirche beim Eintritte in die Welt erhielten. Als eine An-stalt übernatürlichenUrsprungs und als der erste selbstständige religiöseStaat, der dieBestimmung hatte, universal zu werden, alleMenschen zu um-fassen, mußte die Kirche mit dem vorherrschend natürlichen geistigen Ent-wickelungsgange der Völker, namentlich mit der streng particularistisch aus-geprägten Religion, mit der beim Verfalle der Volksreligionen einreißendenfast allgemeinen Gottlosigkeit und Unheiligkeit der Völker in Conflict ge-rathen. Dennoch trat Christus nicht urplötzlich, nicht ohne Vorbereitung unddarum auch nicht ohne Anknüpfungspunkte in die Welt. Als das göttlicheWort hatte er ja schon seit Jahrtausenden die gesammte verfinsterte Weltder Juden und Heiden erleuchtet; von den Propheten Israels war erimmer bestimmter als der Messias verkündet, und vom Volke immer ungestümererwartet worden, und erschien endlich als der von allen Völkern Er-setz nt e in derFülle der Zeit als Mittelpunkt und Ziel aller Zeit. Zudem erklärteauch Christus feierlich: Er sei nicht gekommen, daö Gesetz aufzuheben, sondernzu erfiillen, und verglich sich mit einem Hausvater, der aus seinem Schatzehervorbringt Altes und Neues (Matth. 13, 52.), so daß das Christenthumund die christliche Kirche zugleich alt und neu erschien und in Wahrheit dieMenschheit wieder in den ur sp rüng l i ch en Z ustand v crs etz en w ill.Darum führen Epiphanius und Augustinus den Anfang der christli-chen Kirche und Religion sogar bis zur Schöpfung zurück "). Da aber diegeoffcnbarte Religion und die entsprechende religiöse Genossenschaft früh-zeitig entstellt wurden, ja bei dem größer» Theil der Menschheit fast ganzverloren gingen, so daß sie durch den Sohn Gottes repristinirt werdenmußten, kann man mit dem Weltapostel in der vorchristlichen Zeitnur die Anfänge oder mit Eusebius die Vorbereitung, durch Chri-stus aber die vollständige Gründung der christlichen Kirche er-blicken (vergl. Z. 3. zu Ende).
Jene Widersprüche einerseits und diese Anknüpfungspunkte andererseitshaben die Schicksale der Kirche bei ihrem Eintritte in die Welt vielfach be-stimmt, den schneller» oder langsameren Gang ihrer Verbreitung bedingt, ihreKämpfe nach außen und ihre Bewegungen im Innern herbeigesührt und ihnen
stisere^ lib. I in-. V). Ebenso A«M§tm. clo eiv. vsi lib. XVIII. v. 51. sudtinoin: „sie in boo saoonlo, in Ins cliobns mrrlis, na» «cüum « tSM^-M'e cor-^luerentfne O/tt'/str et AM, seck ab Abel, guom
prirnuru sustum iinpius krntor oconlit, st cloinceps nsgus in bnjns snoouli ünominter psrsocutianos nuindi stconsolntivnss Loi psroAiillanäv^-'oen-'er'tZlceleitt'a."Und Rstrnotat. lib. I. c. 13. sagt derselbe: Ros ipsa, tpins nune obristiana roliziouuncupatur, erat et crMÄ «nt/^no«, »so äetüit ab initio Zonsris bumani, guous-gno ipso (lbrisius venicet in oarns; mulk vsiu. i-sligio, gnas er«t, cospitappollari obristinna. Auf diese Wahrheit gestützt hat der Abbe Rc-bebaeber nachdem Vorgänge älterer Kirchcnhistorikcr (NataliS Alexander, Gravcson, Stolbcrgu. A. l dic Zeit vor Christus als Iiistornr oeolssiastioa Reteris Desta/ne-itr mitin dic Darstell, der christl. KG. gezogen.