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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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32
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32 Einleitung. 4. Capitel. Bearbeitungen d. christl. Kirchengeschichte.

ger ) derselben die volle wissenschaftliche Haltung verliehen und die von denProtestanten bestrittenen Facta meistens auf gelungene Weise sicher gestellt.Leider ist das Werk durch ein neu begonnenes Lehrbuch der KG. unterbrochenworden, das auf 3 Bände berechnet ist und auch noch der Vollendung harret.Cherier ), Prof, am crzb. Lpceuin zn Tirnau, hat sich in der Bearbeitungseiner lateinischen Institutionen meistens an Ruttenstock und Klein angeschlos-sen; am wenigsten genügt die Darstellung der neuern KG. seitdem 16. Jahr-hundert im vierten Bande. Berthes, Pfarrer der Diöccse Mainz, lieferteeine KG. in 2 Bänden, welche der Curatgeistlichkeit und auch Laien die Re-sultate dieser Wissenschaft in ansprechender Erzählung mittheilen will. Das-selbe erstreben noch mehr die Werke von Fortmann, Ginzel und Spor-schil in verschiedenen Richtungen ^). Endlich lieferten noch einen wichtigenBeitrag für die kathol. Kirchengeschichtschreibung das Aschbach'sche Kir-chenlericon und die Freiburger theol. Encyklopädie v. Wetzer u.Welte, in welchen die Lehren, Institute und Zustände wie hervorragendePersonen der christlichen Kirche aller Jabrh. meistens gründliche und umfas-sende Darstellungen gefunden haben ').

H. 22. L u th er isch e Kir ch cnh i st orikcr.

Nach dem Erscheinen der Magdeburger Centnriatoren wurde lange Zeitfür die KG. wenig geleistet, da die vielen Streitigkeiten der protestantischenTheologen unter sich ihre Thätigkeit in anderer Weise in Anspruch nahmen.Einzelne historische Untersuchungen wurden angestellt von Calirt, Kort-holt, Jttig, SagittariuS, Rechenberg, J.A. Schmidt. Erst imAusgange des 17.Jahrh. regte der gelehrte, aber schwärmerische Arno ld '),Pros, zu Gießen, für die KG. an. Sein Werk ist nicht ohne Gelehrsamkeit,aber höchst einseitig, besonders in der Polemik gegen den geistlichen Standund der auffallenden Parteinahme für jegliche Ketzerei, wogegen sich nebenvielen andern Gegnern auch der fromme Weisma n n") erhob. Einfluß-reicher wurde dann M oöh eim zuletzt Professor ».Kanzler inGöttingen,durch mehrere kirchenhistorische Werke. Außer gründlichen philologischen undhistorischen Kenntnissen besaß er eine glückliche Combinatiouögabe und bewiesGeschmack in der Darstellung. Walch, der Vater in Jena, der Sohn inGöttingen, lieferten in zahlreichen Abhandlungen u. Untersuchungen schätzens-

1) Döllingcr, Hdbch. d. christl. KG., Landsh. 833 ff. 1. Bd., 2 Abtb.l theilwcisc b. 680). Derselbe, Lehrb. d. KG-, Landsh. 830 ff. 2. A. 843. l.Bd. u. Bd. II., Abth. I. (ihcilwcisc b. 1517). 2> OAsrrÄ', iiml-ilntt. Iiiot.oool. 17. ksstini 84041. 4 4. (vollständig). Auszug in 2 4nm. Vimrn. 853. 3j Berthes, Gesch. d. christl. Kirche, Mainz 84043. 2 Bde.svollst.!Fortmann, Gesch. d. christl. Kirche, Oldenb. 835. Ginzel, Professor inLcitmcritz, die Gesch. der Kirche, Wien 846 ff. Sporschil, populäre Gesch.d. christl) Kirche, Lp;. 84648. 3 Bdc. (vollständig.!. 4) Jenes erschien Frkf.u. Mainz 84650. 4 Bde., diese zu Freib. 84754. l2 Bdc.

5) Arnold, unparth. Kirchen- u. Kctzcrhist. (b. 1688), Frkf. 690, 2 Bdc. 1.Am vollständigsten Schaffhaus. 740, 3 Bde. t. vgl. Augusti, Arnold n. Ncan-der als Khistorikcr (Bcitr. ;. Gesch. n. Statist, d. cvang. KH. III. S. 706 ff)

6) IUe(«Lina»n, iittrocl. in momorab. oool. bist. (l'ub. 7l8), IluI 745. 2 4'. 4.

7) lltosäsM, institult. I>i8t. soct. autig. ot rsevnl. libb. 4. Ilolnmt. (754.4.)764. 4. Zu gleicher Zeit begannen 2 deutsche Bearbeitungen u. Fortsetzungen vonI. A. CH. v. Einem, Lpz. 769 ff. 9 Bde. (fürUngelehrte); besser v.I. Rud.Schlegel, Hcilb. 770-88, 6 Bdc. mit d. Forts, des 18. Jahrh. < für wifscnsch.Leser). Öomment. äs rsb. Ollristianor. antv Oonstuut. bl. Ilslmst. 753. 4.