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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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§. 21. Die katholischen Kirchcnhistorikcr in Deutschland.

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Gmeiner'); ruhiger und besonnener Schm als» ß') und Becker'),wissenschaftlicher Dannenmayr"), doch hie und da sehr eingenommengegen wesentliche FormenderVerfassung. Pohl, Stöger, GudenuS,Alber und Molkenbuhr sind ohne charakteristische Eigenthümlichkeitundwerden am frühesten vergessen.

Eine bessere Periode für die KG. begann mit dem Grafen Leopold zuStolberg'). Seine KG. ist mit der vollen Begeisterung eines tiefsinni-gen Convertiten und acht christlichem Geiste geschrieben sch 1819). SeinFortsetzer Kerz erreicht ihn nicht, und wird das Breite und Unmetho-bische durch den zweiten Fortsetzer Brisch ar hoffentlich vermieden werden.Theodor Katerkamp ^), der sinnige Freund Stolberg's, Professor undDomdechant in Münster sch 1834), verfaßte eine KG. (b. 1153), in welchermit tiefem, klarem Blicke der Geist und die Zustände der Kirche in den ver-schiedenen Zeiten erforscht und in kräftiger körniger Sprache geschildert sind.Besonders anziehend und anregend sind die oft eingestreuten Charakteristikengroßer Kirchenlehrer; eigenthümlich die Diathese des historischen Materials,doch nicht immer zweckmäßig; leider'wird auch die Angabe der wirklich, be-nutzten Quellen vermißt. Ganz verschieden davon ist das fast gleichzeitig er-schienene Werk von Lo cherer, zuletzt Prof, in Gießen (ff 1837); es isttheilweise ohne kirchliche Gesinnung und überhaupt ohne Geist geschrieben,während das von Reichlin-Meld eg g begonnene Werk eine mit Gelehr-samkeit affectirende declamatorische Verlästerung des kirchlichen AlterthumSist ). Dagegen erregte der Prof. Ritter von Rausch er ^) zu Salzburggroße freudige Erwartungen für die KG., denen zu entsprechen ihn leider einveränderter Beruf und seine fetzige hohe Stellung als Fürst-Erzbischof vonWien abhält. Hortig ") in München schrieb gewandt und witzig, abernicht gründlich. kling er, sein Fortsetzer (s. 1517), hat den strengenAnforderungen der Wissenschaft genügt und allgemeine Anerkennung gefunden.Das Werk von Ritter '"), Pros, und Domdechant in Breslau, empfiehltsich durch klare Darstellung (ff 1857), Prof. Klein ") in Gratz, dann zuWien, lieferte in seinem lateinischen Werke reichhaltigen, aber nicht verarbei-teten Stoff. Gediegener gearbeitet ist die KG. von Ruttenstock");schlichte Darstellung der Thatsachen in gutem lateinischen Style zeichnet die-selbe aus (ff 1844). In der Umgestaltung der KG. Hortigs hat Döllrn-

I) Smernei', epitonis b. s. X. 1. scl. II. kraecii 803. 21'. 2 t Scstnra/-

, bist. rsl. st sccl. ckr., Ib-aA. 792 sg. 6 1. 3) Lecker, bist. sccl.

practica lib. VII. ssasc. IXV ) blvinist. 782 sg. KG. des 16. ». 17. Jahrh.,Miinst. 791. 4 t 7_)a««e>!»!az,r, Institut, bist. sccl. Visu. (788) 806. 2 V.Leitfaden d. KG. nach Danncnmayr, aus Collcgicnhcsten nach seinem Tode hrsgb.«Wien 790, 4 Th.) Rottw. 826 ff. 4 Thle.

5> Stolbcrg, Geschichte der Rcl. Zesu Christi, Hamb. u. Wien 80618.15Dde. Fortgcs. v. Kerz n. Brischar, Mainz 824 ff. Bd. 1655.

6) Katcrkamp, Einl. in d. KG. u. KG., Miinst. 819-^34, 5 Bdc., (b. 1153).

7) Locherer, Gcsch. d. Rel. u. Kirche, Navcnsb. 82434, 9 Bdc., (b.1073.) R c ich l i n-Mcldcgg, Geschichte d. Christcnth. Frcib. 830.1 Ld. in 2Abth. b. 324.

8) Rauscher, Gcsch. d. christl. Kirche, Sulzb. 829, 2 Bdc. (3 erst. Zahrh.)

9) Hortig, Hdbch. d. christl. KG., Landsh. 826 ff. 2 Bde.; dcs ll. Bdcs.Abtheil. 2. (v. Luther b. auf die neueste Zeit/ v. Döllingcr.

10) Ritter, Hdbch. der KG-, Elbcrf. u. Bonn 826 ff. 5. A. 854. 2 Bde.

II) Her», bist, sccl., 6rascii 828- 2 1., vollständig. 12) LEensteek,Institut. L. s. Vien. 83234. 3 1. tb. 1517).