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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
Entstehung
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12 Einleitung. 2. Capitel. lieber die Form oder die Methode d. Wissenschaft.

Constanz, Bases (Ferrara, Florenz) und im Lateran errei-chen ihre reformatorischen Absichten nur theilwcisc.

Im LSI. Zeiträume:

Erste Periode. Vom Beginn der abendländischen Kirchenspaltung durch Lu-ther bis zur politischen Anerkennung der von der katholischenKirche abgcfallenen Protestanten im westphälischen Frieden(1048). Großer geistiger, sogar materieller Kamps derKatholiken und Protestanten, zunächst über die Hierarchie,die christliche Anthropologie und Gnadenlehre. Wahre Re-formation in der katholischen Kirche durch das Concilz u T r i e n t.

Zweite Periode. Von dem westphälischen Friedensschlüsse bis auf unsere Zeit.

In dieser Zeit der beginnenden r eichsg esetz lich enAner-kennung entsteht bei der weiteren Entwickelung des Pro-testantismus ein Kampf des positiv-kirchlichen Geistes, selbstauf katholischem Gebiete, mit verkehrten Staatsthcoricn undeiner destruirendcn Wissenschaft, wodurch die katholische wieprotestantische Kirche dem Staate unterworfen werden soll.

Nach einer Erschlaffung in dem erst enZeitabschnittedieser Periode (b. 1789), und einem hie und da in bedenk-licher Weise hervortretcnden Jndiffercntismus hebt endlichdie katholische Kirche ihre Gegensätze zu der protestantischenstark hervor, und der in der neuesten Zeit in ihr erwachtetiefere wissenschaftliche Geistdurchdriugt das verkannte katho-lische System mit neuem Leben, zeigt es in seiner ehrfurchts-vollen Erhabenheit, und erweckt neue Theilnahme für Kir-chenthum; wogegen die ausdauernd reiche Wissenschaft derprotestantisch en Kirche sogar die Fundamentallehre desChristenthums von der göttlichen Dreieinigkeit zerstört, unddamit auch die socialen Verhältnisse vielfach destrnirt undalles Kirchenthum aufgehoben hat.

K. 9. Bortrag nach Real-Abthcilnng.

Wir wollen damit hindeutcn auf die verschiedenen Entwickelungsweisenund die mehr nach außen oder nach innen gerichteten Wirkungen des Got-tesreiches durch die Ausbreitung des Christenthums und denKamps gegen feindliche Staaten, oder Bildung einer Verfas-sung, eines bestimmten kirchlichen Lehrbegrisfö, eines Cultus,einer Dcheiplin und der Heranbildung zu einer gewissen Stufe des reli-giös-sittlichen Lebens, welche nach Z. 4. die Bestandtheile veräußernund inner» Kirch engeschichtc bilden. Wollte man nun die einzelnenZweige dieser Wirkungen des Gottcsreiches innerhalb der oben angegebenenPerioden synchronistisch Jahr für Jahr gemäß ihres Hervortretens darstellen,so würde der vollständige Verlauf einer und derselben Begebenheit sehr oftdurch Ungleichartiges gestört werden; führt man sie ununterbrochen durch dieganze Periode durch, so gewinnt mau allerdings eine Ueber sicht desGleichartigen, aber der Einfluß des Gleichzeitigen wird nichterkannt; man bekommt keine Totalanschauung von der Lebensentwickelungder betreffenden Periode. Dennoch ist eine solche Realabtheilung der geschicht-lichen Wahrheit nicht ganz fremd; denn jene Zweige, auf welche wir das