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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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11
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§. 8. Methode des geschichtlichen Vortrages nach Zeitabthcilungcn. ll

Zweite Periode. Von Cvnstantin d. Gr. bis zum Loneilmnr (Iiiiiüse.vtiim(692). Periode der Häresien: weitere Entwickelung überdas innere Wesen der Kirche, des Kirchenglaubcns über diegöttliche Trinität, die Person Christi und die Gnade; Aus-bildung der Kirchenverfassung und eines erhabenen CulruS;die Kirchenväter und Kirchenschriftsteller; daS Mönchthum;vollständiger Sieg des Christeuthnms über daü Heidenthumim römischen Reiche, aber Beeinträchtigung der katholischenKirche durch den Islam.

Im LS. Zeiträume*):

Erste Periode. Von der Stiftung christlicher Kirchen bei den Germanen bisauf Gregor VII. (1073). AllmäligeConsolidirung des mit-telalterlichen Kirchenthums.

I. ZeitabschnittbiSzumTodeCarlsd.Gr.(814.) Wie-derholte Gründung und Sieg der katholisch enKircheüberden Arianismus und das germanischeHeidenthum. Grund-legung der späteren umfassenden geistlichen und weltlichenMacht und Bedeutsamkeit des Oberhauptes der römisch-kathol. Kirche.

II. Zeitabschnitt. Die römisch-kathol.Kirche von Carlsd. Gr. Tode bis zu Gregor VI I. 1073. Abermaliger Ver-fall des schön aufblühcndcn kirchlichen Lebens im fränkischenReiche, neue Veranstaltungen zur wiederholten Hebungdesselben. Trennung der griechischen Kirche von der römisch-katholischen.

Zweite Periode. Von Gregor VII. (1073) bis zu den bestimmt hervortreten-den Symptomen einer Spaltung in der herrschenden abend-ländischen Kirche. Vollständige Ausprägung des mittelalter-lichen Kirchenthums.

I. Zeitabschnitt. Von Gregor VII. bis zu BonifaciusVIII. Tode (1303). Die Blüthezcit des MA.: die Päpstein ihrer welthistorischen Bedeutung, die Kreuzzüge, dasNitterthum; wiederholte Vereinigungsversuche der griechi-schen mit der römischcnKirche. Die zahlreichen Mönchsorden,die Scholastik und Mystik, die gothischen Dome, die Sekten.

II. Zeitabschnitt. Von Bonifacius VIII. Tode bis zurabendländischen Kirchenspaltung. Verfall des umfassenderenweltlichen und theilweise auch des geistlichen Ansehens derPäpste seit der Verlegung ihres Sitzes nach Avignon(1305), womit zugleich auch daS kirchliche Leben in denmeisten Zweigen sinkt; das neue Heidenthum; Vermehrungund drohendes Auftreten der Sekten; die Concilien zu Pisa,

*) Diese 2te bedeutendere Abthcilung hat bereits Ne an der angedeutct; dar-nach hat Hase die KG. unter den Germanen durch einen besonder» Abschnitt ganzvon der KG. im griechisch-römischen Reiche getrennt. Noch durchgreifender hatdiese Absonderung Möhler angedeutct (gcsam. Schrift. II. Bd. S. 27681.).Die gleichzeitige Verknüpfung der KG. unter den Germanen mit dem großartigenKampfe über die Kirchcnlchre bei den Griechen würde nur störend sein, da sic da-mit gar nicht zusammenhängt.