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7 (1830) M bis N
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634
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L34 Musik (Geschichte der)

des Ursprungs der Musik angeben, da die Übergänge des, bei noch ungebildeten ,Stimmen, überall vorkommenden rohen Gesangs und lärmenden Getöses in einekunstmaßige Musik so mannigfaltig sind, und was die Sagen der Völker über denUrsprung der Musik berichten, entweder sich auf jene rohen Anfänge bezieht, oderspätere Allegorie ist. In Hinsicht der Ägypter aber hat Pauw (Idecllei-cli.", 1, Bd,,

S. 244) übertrieben behauptet, daß sie weder Poesie noch Musik geübt haben.

Die Sage, daß Thaut oder Thot (Hermes) die Musik erfunden habe, kann keinebesondere Bedeutung haben, da Thaut überhaupt (nach Creuzer) als Genius der >Wissenschaft und Kunst angesehen wird. Die im Grabe des Osymandias bei The- I

ben gefundenen musikalischen Instrumente, aus welchen man schließt, daß die r

Ägypter bereits 2000 I. v. Ehr. Musik gekannt haben müssen, beweisen, wie die Ec- >

findung der Lyr a (s. d ) durch Hermes, bloß für den Gebrauch musikalischer In-strumente, aber gar nichts für die Betreibung der musikalischen Kunst in Ägypten.

Ob die Hebräer sie daher von ihnen empfangen haben, ist sehr zweifelhaft. Daßder Name Musik selbst den Griechen seinen Ursprung verdankt, und daß manunter ihm nicht bloß die Tonkunst, sondern überhaupt die Künste und Wissenschaf-ten der Musen, mithin auch die Poesie und den Tan;, oder die dem Gesänge ur-sprünglich verschwisterte lebhafte Mimik, ja selbst die Beredtsamkeit, Grammatikund Philosophie verstanden habe, ist bekannt. Nach Aristides Quintilianus, derunter Trajan über die Musik schrieb, ist sie eine Kunst des Anständigen in Stimmeund Bewegung. Auch Andre erklären sie als die Kunst der schönen Bewegung.Hieraus erhellt schon, daß der Rhythmus, durch welchen der Tanz mit Musik >

verwandt ist, das Hervorstechendste in der Musik der alten Griechen und Römer s

gewesen sein müsse. Die mythischen Nachrichten setzen bald den Apollo (in welchemman sonst den Jubal erblicken wollte), der durch den Klang des BogcnS seiner Schwe-ster Diana zur Erfindung des Saitcnspiels oder der Eithcr veranlaßt worden seinsoll, bald den Hermes oder Mcrcur, der am Nile die stcbensaitige Lyra erfundenhaben soll, bald Minerva als Erfinderin der einfachen Flöte, welche sie aber, da !sie sich durch Flötenspiel entstellt gesehen, weggeworfen haben soll, bald den Hir- !tengott Pan, Mercur's Sohn, als Erfinder der Hirtenpseife, welche nach Eini-gen schon stebenröhrig gewesen sein soll, mit dem Ursprünge der Musik in Verbin- !düng, sowie überhaupt alle Völker den Künsten einen göttlichen Ursprung geben.Dahin deutet auch die Sage von den durch Amphion und seinen Bruder ZethuS !(Ersterm soll Mcrcur eine siebensaitige Lyra geschenkt haben), durch Orpheus, Li-nus u. A. bewirkten Wundern der Musik. Was die Ausübung der Musik unter eden Griechen anlangt, so weisen uns die Sagen jedoch vorzüglich auf Lydien (we .Amphion seine Kunst erlernt haben soll) und Arkadien, wo das Hirtenleben das !

Spiel der Flöte, Pfeife und Eicher begünstigte, hin. Aus den Provinzen M j

Kleinasien schreibt man die verschiedenen Tonarten die phrygische, die Einige jdem Marsyas, der die Flöte der Minerva gefunden und die Doppelflöte erfun- iden haben soll, die dorische, die der Thrazier Thamyras oder Thamyris verbreitet shaben soll, die lydische, äolische und ionische her. (S. Tonart.) Es ist aberschwer tauszumachen, woher die Griechen jedes einzelne Element ihrer Musik erhalten, da jsie aus so verschiedenen Colonien zusammengeschmolzen sind. So ist es z. B.wahrscheinlich, daß Kadmus die lärmende Opfermusik, die in einer rhythmischen ,Bewegung des Krotalon (der Klapper), der Trommel und Klingel bestand, aus iPhönizien eingesührt habe. So viel wir ferner aus den Nachrichten der Alten ^über die gricch. Musik abnehmen können, so bestand der Gesang in einer musikali- jsehen Deklamation des Gedichts, welche von den Instrumenten einfach und mehr zzur Erhöhung des Rhythmus begleitet wurde. Unter den frühem Sängern und -Musikern werden außer den schon genannten mythischen Personen angeführt der !Dhryoier Olympus, hem Einige die Erfindung des enharmonischen KlanggeschlMH .!