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7 (1830) M bis N
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Musaische Malerei Muscheribroek 623

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als auch bei Schriftstellern ertheilt; in neuern Zeiten gibt man diesen Ehrennamenauch einem Gönner der Wissenschaften und Künste.

Musaische Malerei, s. Mosaik.

Musaus, ein berühmter Dichter aus dem mythischen Zeitalter, war ausAthen geb. Einige nannten ihn einen Sohn des Eumolpus und der Selene, A.des Linus oder Orpheus. Ein Sohn des Orpheus heißt er wahrscheinlich nur,weil er dessen Nachfolger und Schüler war. Er war auch Philosoph und soll diegottesdienstlichen Gebrauche nach der Vorschrift des Orpheus, insbesondere bei denGrusinien und andern Mysterien eingeführt haben. Die Alten schreiben ihm mehreWerke zu, von denen nur einige Verse auf uns gekommen sind. — Von einem svä-tcm Musaus, der wahrscheinlich im 4. oder 5. Jahrh. nach Ehr. gelebt hat, ha-ben wir ein erotisches Epos von der Liebe der Hero und des Leander (Ausg. vonHeinrich, Hanover 1793; Passow, mit Übersetz., Leipz. 1810).

Musaus (Johann Karl August). Dieser originelle Schriftsteller, geb.1735 zu Jena, studirtc daselbst Theologie, ward Magister, lebte in Eisenach alsCandidat des Predigtamts und sollte Landpfarrcr bei Eisenach werden, aber dieBauern widersetzten sich - weil er einmal getanzt hatte. Richardson's „Grandi-son" machte damals allgemeines Aufsehen und verdrehte manchem schwachen Leserdm Kopf. Gegen dieses Unwesen schrieb M. s. „Grandison der Zweite, eine sa-lyrische Parodie" (Eisenach 1760 — 62, 3 Thle.; umgcarb. 1781—82), welcheviel Beifall fand. 1763 ward er Pagcnhofmeistcr am weimarischen Hofe und 7Zahre nachher Prof, am dortigen Gymnasium. Nach langem Zwischenräume trater von Neuem als Schriftsteller auf, um eine andre Thorheit der Zeit, die Verir-rungen der Physiognomik, zu strafen. Er that dies in s. geistvollen „Physiogno-mischen Reisen" (4 Hefte, Altenb. 1778 — 79). Aufgcmuntert durch den ver-dienten Beifall, faßte er den Gedanken, „Volksmärchen der Deutschen" zu schrei-ben, welchen er aus gleich originelle Weise (1782) ausführte. Nur schaden ihnendie eingemischten Anspielungen auf Gegenstände der damaligen Zeit. Durch diese„Volksmärchen" ward er Nationalschriftstellcr. Seine Absicht dabei war, der wei-nerlichen Empfindsamkeit freie Spiele der Phantasie entgegenzustcllcn und durchden bunten Wechsel lieblicher Dichtungen zu ergötzen, die um so mehr gefielen, alssie mit den in der Jugend empfangenen Eindrücken übereinstimmten. Sie sindneu von Wieland herausgegeben worden (1806, 5 Thle.) und von Friede. Jacobs(Gotha 1826, 5 Bde.). „Freund Heins Erscheinungen in Holbein's Manier",die M. 1785 herausgab, sind mehr betrachtend als erzählend. Eine neue Reihevon Erzählungen begann er u. d. T. „Straußfedern", wovon aber nur der 1. Bd.aus s. Feder kam; denn er starb gleich nach s. Erscheinung an einem Herzpolypen,1787. Auf seinem Grabe ward ihm ein einfaches, aber schönes Denkmal voneinem Unbekannten errichtet. Die Gutmüthigkeit, Heiterkeit und Harmlosigkeit,welche M. im Leben besaß, sind auch in s. Schriften ausgedrückt. Er war dieserEigenschaften wegen allgemein geliebt; obgleich er Satyren schrieb, wollte ihmdoch Niemand übel, denn s. Laune war nie mit Galle gemischt, die Pfeile seinesWitzes nie in Gift getaucht. Als Schriftsteller ist er ebenso unterhaltend als beleh-rend. Die gefälligste, munterste Laune, deutsche Offenheit und Biederhcrzigkeit,ungesuchte Anspielungen und eine Heiterkeit, die zuweilen zur possierlichsten Lebhaf-tigkeit wird, drückte Allem, was er schrieb, den Stempel auf. Dabei hatte er diedeutsche Sprache vollkommen in seiner Gewalt und gebrauchte sie mit Leichtigkeitnach s. jedesmaligen Zwecke. M.'s nachgelassene Schriften hat Kotzebue, s. naherVerwandter, herausgeg. und Nachrichten von s. Leben hinzugefügt (Leipz. 1819).

Muschelm ünze, s. Kauris.

Muscheln, s. Schalthiere.

Musch enbr» ek (Peter von) oder Musschenbroek, geb. 1692zu Ley-