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7 (1830) M bis N
Entstehung
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621
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Murphy Murrhimsche Gefäße 621

des „Tyll Eulcnspiegel" gehalten. Vgl. Waldau, „Von Th. Murners Leben unds Schriften" (Nürnb. 1775).

Murphy (Arthur), Dramatiker, geb. zu Elphin in Irland am 27. Der.1730 und erzogen in einem franz. Seminar zu St.-Omer, sollte in London dieHandlung erlernen. Allein Garrick's Ruhm zog ihn zum Theater. Er spielte 1752u.1753 zu Drurylane, siel aber durch, entsagte der Bühne und ward Schriftsteller.Fein Anthcil an der Zeitschrift: ,/1'Ke Kra^'a-Inn lournnl", verschaffte ihmJohnson s Freundschaft. Er zeigte sich in den öffentlichen Blättern als einen derheftigsten Feinde des unglücklichen Admiral Byng; dies erwarb ihm die Gunst deSLord Holland, der ihm die Aufnahme unter die engl. Advocaten, wiewol mit großerMühe, verschaffte. Aber auch als Rechtsgelehrter machte er kein Glück; er sing nunan, für das Theater zu schreiben, und verpflanzte viele ausländische Erzeugnisse glück-lich auf engl. Boden. Seine Stücke gefielen. Sein „Griechisches Mädchen" gehörtzu den beliebtesten Trauerspielen in England; sein Styl ist edel, einfach und elegant,aber nicht kräftig. Seine Komödien sind ziemlich treue Sittengemälde in einemleichten und reinen Styl. Mehr komisches Talent hat er in s. Possen gezeigt. Diebeste derselben ist: „Drei Wochen nach der Hochzeit" („Vl'oiko", Lond. 1786,7. Bd.). Seiner Übers, des Tacitus fehlt es an Genauigkeit und Treue, doch hat sieihm in England mehr Ruhm gebracht als seine andern Arbeiten und selbst die Bio-graphie Johnson's („Lssai ou tiie lils »Nkl xenius vk8. .lobnsvil", Lond. 1792).In den letzten Jahren seines Lebens genoß er eine jährl. Pension von 200 Pf. St.und starb den 18. Juni 1805 in London.

s Murr (Christoph Gottlieb v.), Geschichts - und Alterthumsforscher, geb.

in Nürnberg den 6. Aug. 1733, bildete sich hier und auf der hohen Schule zui Mors. Nach vollendeten Studien kehrte er nach Nürnberg zurück, wo er in der! Folge die Stelle eines Zollamtmanns bekleidete. Sein erstes größeres Werk war s.

„llibliutköguo äs peinture ste." (1770). Vor allen s. Schriften zeichnet sich sein> 1775 angcfangenes und bis 1789 foctgcführtes „Journal zur Kunstgeschichte und

I zur allgem. Literatur" (17 Thle.) aus. Eine 1798 angefangene Forts, dieses Werksu. d. T.. „Neues Journal rc.", wurde mit dem 2. Bde. beschlossen. In diesemJournal ist ein großer Schatz von einzelnen Abhandl. über die älteste Geschichteder Ölmalerei, der Kupferstecher - und Formschneidekunst, Beschreibungen seltenerWerke, Beurthcilungen der vorzüglichsten in fremden Sprachen erschienenen Bü-cher, oder Auszüge aus den kostbarsten derselben, Nachrichten über die neuesten Fort-schritte der Künste und Wissenschaften ic. enthalten, die sich durch Gründlichkeit, kri-tischen Geist, Unparteilichkeit und würdige Darstellung auszeichnen. Vorzüglichreichhaltig sind die Forschungen über die Geschichte der deutschen Kunst, wozu ihmNürnberg, als die Vaterstadt der deutschen Kunst, eine reiche Fundgrube darbot.M. hat die Bahn zu dergleichen, in den neuesten Zeiten mit so vielem Glück behan-delten Untersuchungen brechen helfen. In spätem Jahren gab der unermüdete Lite-rator noch die „Abbildungen der herculanischen Alterthümer", eine „Geschichte desdreißigjähr. Krieges", die „Beschreib, der Merkwürdigk. Nürnbergs und Altorfs"und 1805 eine Schrift: „Die mediceische Venus und Phryne", heraus. Er starbzu Nürnberg den 8. April 1811. 80.

Murrhinische oder Murrhenische Gefäße (vnoa inurrkm»),! Prachtgefäße der Alten, welche sich durch Kostbarkeit des Stoffes wie durch Schön-^ heit der Bearbeitung auszeichneten. Sie waren durch Pompejus aus Asien nachRom gebracht worden, als dieser den Mithridates besiegt hatte, und wurden mitUngeheuern Preisen bezahlt. Einige Alterthumsforscher haben ihren Stoff für einFossil aus der Classe der Sardonyxe und Achate, oder für chinesischen Speckstein,Andre für eine Art Porzellan oder Glasfluß gehalten. (S. Plastik.) Wahr-scheinlicher dürfte anzunehmen sein, daß es Gefäße dieser Art sowol aus natür-