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Jupiter
die Kureten, weil sie, von Juno verführt, den jungen Epaphus verborgen, undden achäischen Flußgott Äsopus, der seine Tochter, die Jupiter entführt hattezucückverlangte. Auch zog er durch die Welt, strafte die Bösen und belohnte dieGuten. Seine beständigen Diener waren die Horen und Mercur; sein und derübrigen Götter Mundschenk Ganymedes, vorher Hebe. Sein Palast ist ausdem Olymp. Themis oder Dike sitzen neben ihm auf dem Throne. Seine ersteGattin war Metis, eine Tochter des Okeanos, die klügste unter allen Gottheiten.Als aber Uranus und Gäa ihm weissagten, daß sie ihm ein Kind gebären würde,welches ihm seine Herrschaft rauben sollte, so verschlang er sie, als sie schwangerwar, und gebar darauf aus seinem Haupte die Minerva. Seine zweite Gemab-lin war Themis, eine Tochter des Uranus und der Gäa, mit welcher er die Hormund Parzen erzeugte; seine dritte die Juno. Außerdem liebte er unter den Göt-tinnen die Dione, eine Tochter des Äthers und der Gäa, und ward durch sie derVater Aphroditens; ferner die Mnemosyne, des Uranus und der Gäa Tochter,mit der er die neun Musen erzeugte, indem er neun Nächte in ihrer Umarmungzubcachte; die Ceres, seine Schwester, welche durch ihn Mutter der Proserpüi.,'ward; die Eurynome, des Okeanos und der Thetis Tochter, Mutter der Grazien;,die Latona, Tochter des Titanen Cöus und der Phöbe, Mutter Apollo's und Die-nens. Au seinen sterblichen Geliebten gehören: die Danae, des Akrisius Tochter/.Mutter des Perseus; die Niobe, Tochter des Phoroneus, die erste Sterbliche, die.Jupiter liebte und mit der er den Argus, den dritten König von Argos, zeugte;die Maja, Tochter des Atlas und Mutter Mercuc's; ihre Schwester Taygete,;Mutter des Lacedämon, und die dritte Schwester Elektra, Mutter des Dardanus;ferner die Semele, Tochter des Kadmus und Mutter des Bacchus; Europa,-Tochter des Phönix oder Agenor und Kadmus Schwester, Mutter des Minos,Sarpedon und Rhadamanth; Kallisto, des Lykaon oder Rykteus Tochter, Mut-ter des Arkas; Jo, des Jnachus oder Argus Panoptes Tochter, MutterEpaphus; Leda, Tochter des ätolischen Königs Thestius oder Glaukus, Mutter-der Helena und des Pollux; Ägina, Tochter des Flußgottes Äsopus undMuttmdes Äakus; Antiope, Tochter des Nykteus und Mutter des Amphion und Ze-,thus; Klara, Tochter des Occhemenos und Mutter des Niesen Tityus; die letztesseiner Geliebten war die schöne Alkmene, die Mutter des Hercules. Auch nennt/man die Nymphen als Töchter des Jupiter; sowie er ferner durch die Entführung:des schönen Ganymedes den Griechen das erste Beispiel der Knabenliebe gab. Ju-piter hatte mehre Orakel in Griechenland, nämlich zu Dodona, eins zu Olympia/welches aber bald aufhörte, und eins in der heiligen Grotte aus dem Berge IdainKreta. Sein vorzüglichster Tempel in Griechenland war der zu Olympia oder;Pisa. Außerdem wurde er besonders verehrt zu Dodona in Epirus, auf dm'Berge Kasius in Ägypten, in der Stadt Nemea in Argolis, am Ätna, auf der'Bergen Athos und Dikte und a. a. O. Hieraus erklärten sich viele Beiname»des Jupiter. Bei den Römern hieß er: keretri„8, I/lieiu.-e, Stator, t/apitoli-'nun u. s. w. Sein gewöhnliches Attribut ist der Blitzstrahl, den er entweder selbstin der Hand hält, oder welchen der Adler neben ihm trägt. Diesen findet mau.immer bei ihm, auch zuweilen den schönen Ganymedes. Gewöhnlich wird er mlKrone und Scepter abgebildet. Sein Blick verräth Ernst und Majestät, mitGüte und Heiterkeit vermischt. Von Statuen, die den Jupiter darstellten, habe»/sich nur wenige aus dem Alterthume erhalten, und keine vom ersten Range. Deso.schönere Vorstellungen findet man auf Gemmen, welche uns den König der 8ler bald als Büste, bald in ganzer Figur, bald allein, bald mit andern Figurmgruppirt, in den verschiedenen Austritten seiner Geschichte darstellen. Das be-rühmte Wunderwerk Griechenlands, die Bildsäule des olympischen Jupiter >