Jupiter
n. entmannte, mit welchem dieser einst den Uranus entmannt hatte. DieTita-W waren mit dieser RegierungSveränderung nicht zufrieden, und so entstand einlgjähriger Krieg zwischen ihnen und den Kronidcn und Eentimanen. Der Schau-platz des Kampfs waren die Berge Olympus und Othrys. Von diesem fochten dieTitane», von jenem die neuen Götter herab. Endlich siegten die Letzter», und dieTitanen wurden in den Tartarus gestürzt. Nun war Jupiter im völligen Besitzeter Oberherrschaft, und theilte durchs LooS das väterliche Reich mit seinen Brüdern,hdaß er selbst den Himmel und die Erde, Neptun das Wasserreich, und Pluto dieUnterwelt zu seinem Antheile erhielt. Aber furchtbare Ungeheuer drohten den neuenWettern den Untergang. Gäa zürnte, daß ihre Kinder, die Titanen, in den Fun^»missen des Tartarus gefangen gehalten wurden, und brachte die furchtbaren GiMten hervor, welche sich gegen die neuen Götter empörten. Doch auch sie wurden!mit Hülfe des Hercules besiegt. Nun gebar Gaa, noch immer zürnend, von denr^Tartarus den Typhoeus (Typhoon, Typhon), das furchtbarste aller Ungeheuer,.W Jupiter nur mit vieler Mühe sich zu unterwerfen vermochte. Nach Einigen, Mrsolgte Jupiter dasselbe mit dem Blitze und mit seiner Sichel, bis sie am Berge, Massius mit einander zu streiten begannen. Typhoeus umwickelte den Jupiter mit(Minen Schlangenschwanzen, stürzte ihn zu Boden und schnitt ihm mit jener SichelNie Sehnen an Händen und Füßen ab, schleppte ihn dann in die korcyrische Höhlellmd stellte einen Drachen als Wächter vor dieselbe. Aber Mercur und Ägipan (einEohn des Jupiter und der Aga, Pan's Gemahlin, oder ein Mitbrudec des Jupiter)befreite» ihn heimlich aus derselben, heilten ihn und setzten ihn auf einen geflügel-ten Wagen, von welchem er auf den Typhoeus seine Blitze herabschleuderte. BeiNisa und am Hämus kämpften sie mit einander; endlich siegte Jupiter und be-deckte das fast verblutele Ungeheuer mit dem Ätna, oder mit der Insel Pithekusa.Nun befand sich Jupiter im ruhigen Besitze der Oberherrschaft, welche ihm von denGelter» feierlich übertragen wurde, wofür er jedem unter ihnen eine Belohnungirlheilte. Seitdem war er ein König der Götter, ein Begriff, der in de». Zeiten«»standen zu sein scheint, wo Griechenland noch lauter kleine Könige hatte. Sonie diese oft einen allgemeinen König oder Aufseher unter sich wählten, der denVorrang hatte, wie z. B. Agamemnon im trojanischen Kriege, so machten es auch,dm Erzählungen der Dichter zufolge, die Götter. Sie wählten den Jupiter zuihrem Könige und Anführer; daher hatte er das Recht, die Götter bei wichtigenAngelegenheiten in seinen Palast zu berufen. Im trojanischen Kriege untersagteer den versammelten Göttern, an demselben fernerhin Theil zu nehmen, und drohte,dm Übertreter dieses Verbots mit seinem Blitze in den Tartarus zu schleudern.Der König Jupiter ist von Homer ganz nach dem Begriffe der damaligen griech.Könige geformt, sowie überhaupt der ganze Eharakter desselben nach den Sittendir alte» griech. Helden, welche roh, wild und leidenschaftlich waren, geschildertist. Auch wird ihm eine Geißel zugeschriebe», womit er als König züchtigt. DieseVorstellung war von den Ägyptern entlehnt, bei denen die Geißel ein Bild der königl.Hoheit war. Als Regent der Erde hatte Jupiter sein Augenmerk vorzüglich aufdas Menschengeschlecht gerichtet, welches er, weil es verderbt und lasterhaft war,von Grund aus vertilgte, woraus er aus Baumen ein besseres schuf. Den Pro-metheus, der das Feuer für die Menschen gestohlen hatte, ließ er durch Vulcanon den kolchischen Kaukasus schmieden und seine Leber von einem Geier verzehren.Den Äskulap erschlug er mit seinem Blitze, weil er durch seine Heilkunde dasReich des Pluto entvölkert hatte; und als Phöbus, um seinen Sohn zu rächen,dieCyklopen tödtcte, welche den Blitz geschmiedet hatten, verbannte er ihn eine-»'it lang aus dem Himmel und verstieß ihn auf die Erde. Er tödtete den KönigSllinoneus, der den Donner nachahmte, den Jdas, welcher den Pollux erschla-gt wollte, und den Kapaneus, welcher zuerst Thebens Mauern erstieg; ferner