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Illyrier, Assyrien
Mwlere, d. i. täuschen, betrügen, berücken, verspotten (auch vereiteln, fruclnl«machen, z. B. ein Gesetz, dessen Buchstaben man umgeht), herkommt, i» dem prscllschaftlichen Leben und in dem Gebiete der schönen Künste eine günstigere Bedertung erhalten und bezeichnet eine Täuschung, der man sich gern, ja mitBewnstsein hingibt, im Gegensätze des Betruges (l'r.-nw), den man vermeidet, und derdnsSchöne nur erheuchelt, wen» die Illusion cs vielmehr erhöht. Illusion ist nämliche>ne solche, größtentheils durch Kunst erzeugte Täuschung, welche auf dem Sin,nenscheinc beruht, der, ausgebildet durch die anschauende Einbildungskraft, dn,Verstand bestimmt, das sinnlich Dargestellte für wirklich anzusehe». Sie ist nichlästhetisch, wenn sie Zweck für sich ist, d. h. diese Verwechselung des Scheuch,mmit dem Wirklichen selbst zur Absicht hat, oder wenn sie eine bloß materielle Mkung bestrebt, sondern wenn sie als Mittel dient, das Schöne darzustellen undd.ijin sich Vollendete zu verkörpern. Im erster» Falle würde sie in einen Betrug aus,arten, dessen Gegenstand durch Aufdeckung des Scheins sein Interesse verliert, odrrMissfallen und Abscheu erregt (wie z. B. gemalte Statuen); ein Gegenstand missvielmehr ein höheres Interesse an sich tragen, wofern er nicht durch Aufhebung jciir-Scheins in Nichts verschwinden soll. Die Täuschung aber, welche die ErzcugiHder schönen Künste hervorb-ringen sollen, ist eine solche, welche man (d. i. der Grbildete) freiwillig, ja mit dem Bewußtsein, daß die ungeschauten Gegenstände »ich!wirklich sind, fortsetzen und erneuern kann, wobei man also den Schein sesthält, Mlchen die Phantasie bis zur Anschaulichkeit des Wirklichen ausbildet. Unter all,«schöncnKünsten ist die Illusion vorzüglich denjenigen, welche sichtbar darstellen (dar,stellende Künste im engsten Sinne), eigen und natürlich, mithin den sogenanntr»bildenden Künsten (unter diesen aber vorzüglich der Malerei) und den mimisch»!,z. B. der Schauspielerkunst. Wer dieses angenehme und unterhaltende Spiel drSGemüths mit dem Sinnenscheine hervorbringen will, muss sehr genau den Ursprungdesselben oder die Art und Weise kennen, wie sich die Gegenstände unfern SiiMizeigen, namentlich, was die bildenden Künste anlangt, wie die sichtbaren Gegen,stände sich dem Auge darstellen, und er muß der ihm gegebenen Kunstmittel schonin gewissen Graden mächtig sein, um denselben durch seine Kunst hervorzubriiMDer Zeichner muß daher die Wirkungen des Lichts und Schattens kennen, und >»scn, wie die sichtbaren Gegenstände nach ihrer Vorderseite einzeln, oder in der Fern,;perspectivisch, erscheinen, und diesen Anblick durch Anordnung der Gegenstände Mder Fläche täuschend hervorzubringcn im Stande sein. In der Tonkunst hat die jIllusion einen sehr beschränkten Wirkungskreis, da sie das Hörbare in größererVckkommenhcit als die Wirklichkeit zeigt, und alle sogenannte Malerei der Töne unterihrer Würde ist. Auch auf die Poesie wird dieser Begriff übertragen, und man red» ^von einer poeti sehen Illusion, wenn die (selbst nicht durch die Mimik dargeM- lten) poetischen Gegenstände dem Leser des Gedichts oder dessen Zuhörer mit eiiiii ^solchen Anschaulichkeit vor die Einbildungskraft treten, daß das Ecmüth sich g«denselben hingibt und unter ihnen, wie in einer besonder» Welt, verweilt, ja daß!»dem Gemüthe gleichsam wirklich werden.
Illyrier, Jllyrieu. Die Illyrier, ein stammverwandtes Volk der alte»Thrazier (vermischt mit Griechen, Phöniziern, Siciliern und Gelten), verbreitet,'»sich auf dem ganzen Küstenlande auf der Ostscitc des adriatischen Meeres, den hier-zu gehörigen Inseln und dem westlichen Makedonien bis Epirus; doch Philip?,König von Macedonien, nahm ihnen den ganzen Bezirk von Makedonien, bis an de"Fluß DriniuS (jetzt Drino) ab, und nun wurde Jllyrien (Jllyricum, Jllyrica)>»ill)'l'ic» zraeoa und bardara eingctheilt. Das crstere(das heutige Albanien)»»»!,'Macedonien einverleibt. In demselben lagen Dyrrachium (Durazzo), vorninl!Epidamnus, wo sich die Römer gewöhnlich nach Italien einschifften, und Apollon»,eine ansehnliche griech. Handelsstadt und Akademie. Das letztere erstreckte sichN" iFlusse Arsia (jetztArsa) in Istrien bis an den Drinius und ward in Japndia, Litm