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gli'eder Beobachtungen einsenden. Der moralische Schaden, den diese Grundsätzenachsichziehen mußten, leuchtet ein. Auch ohne öffentliche Verfolgung konnten guteund rechtliche Männer nicht lange in einer solchen Form vereinigt bleiben; dazuaber kam noch, daß viele unfähige und unwürdige Menschen ausgenommen, unddaß selbst von Denen, die guten Willen hatten, nur Wenige Wcishaupt's Plan zufassen vermochten. Dennoch, sagt ein billiger und gründlicher Beurtheiler, warendie Jlluminaten besser als ihr Orden. Noch mögen einige geschichtliche Hauptpunktebier Platz finden. Nachdem der Orden einige Jahre bestanden hatte, beschloß man,ihn mit den Freimaurern in Verbindung zu bringen. Weishaupt wollte zwar dieKenntniß der Maurerei den höhern Graden seines Ordens aufbehalten, willigtejedoch ein, daß alle Mitglieder die drei ersten Maurergrade erhalten sollten. 1780ward Knigge gewonnen. Dieser, im wahren Eifer für die Sache, und den Ordenfür alt und ausgebildet haltend, nahm, dem ihm ertheilten Aufträge gemäß, vielevornehme, gelehrte und rechtschaffene Männer zu Minervalen auf und ertheilteihnen das gleiche Recht der Aufnahme. Als er aber, um sic vollständig zu belehrenund zu befriedigen, von Weishaupt nachdrücklich die Darlegung des ganzen Sy-stems foderte, erhielt er von diesem das Geständniß, daß bis jetzt nur die untereGasse/ die Pflanzschule, in einigen katholischen Provinzen errichtet sei, und zu-gleich die Aufsoderung, nach seinen Materialien die höhern Grade auszuarbeiten.Knigge erklärte sich bereit dazu. Bei einer persönlichen Zusammenkunft vereinigteman sich über die Act und Weise, und bevollmächtigte zugleich Knigge, den bevor-stehenden Convent der Freimaurer zu Wilhelmsbad zu einer Vereinigung beiderOrden zu benutzen. Knigge's Bemühungen blieben nicht ohne Erfolg. Er gewannunter Andern Bode, der, nachdem er sich genau von Allem unterrichten und bis zumJlluminatus dirigens hatte befördern lassen, förmlich versprach: treu und eifrig fürden Orden zu wirken, demselben die Oberhand in dem neuen System der Freimau-rerlogen zu verschaffen u. s. w. Doch ehe noch Bode sein Versprechen erfüllen konnte,eilte der Orden seinem Ende entgegen. Knigge und Welshaupt, von verschiedenenAnsichten geleitet, entzweiten sich, und Erstcrer sagte sich endlich 1784 von allerfernem Theilnahme los. So in seinem Innern zum Untergange reif, mußte derOrden den äußern Verfolgungen unterliegen. Schon 1783 hatten sich Stürmegegen ihn erhoben, und am 24. Juni 1784 erschien ein kurfücstl. bairischer Befehl,der alle geheimen Verbrüderungen aufhob. Obwol die Jlluminaten sowie die Frei-maurer gehorchten, so erschienen dennoch heimliche Anklagen, zu deren Beweisdie Angegriffenen umsonst auffoderten. Ein zweites Verbot erfolgte am 2. Mär;1785, von Pater Frank und Kreitemeycr »omine Keren!««!»,, erlassen. Zugleichfing man an, ohne je ein Beispiel des Ungehorsams beweisen zu können, einige derrechtschaffensten Mitglieder des Ordens zu bestrafen. Weishaupt wurde seines Am-tes entsetzt. Er fand bei dem Herzoge Ernst v. Gotha Aufnahme. Nun erst wurdendie aus dem Orden Getretenen, Utschneider, Cossandey und Grünbergcr, die schonlange die heimlichen Angeber gewesen, vor eine geheime Commission gerufen, umAlles, was sic vom Orden wußten, schriftlich anzuzeigen und ohne weitere Gewähreidlich zu erhärten. Doch noch vor ihrer Beeidigung machten Kreitemeyer undDumhof nomine Keren!««!,»! das dritte Verbot bekannt. Trotz der darin verspro-chenen Verzeihung dauerte die Verfolgung fort. Viele würdige Männer wurdenabgesetzt, verwiesen, cingesperrt. Bei dem Processe ging man jedoch mit Schonungund billiger Rücksicht auf die Verhältnisse der Personen zu Werke. Aus dem Ge-sagten geht hervor, daß die Aufhebung des Ordens, der einen wahren Staat imStaate bildete, durchaus rechtmäßig war; aber nicht die Act, wie man dabei ver-fuhr. Was von dem Einflüsse der Jlluminaten auf die franz. Revolution gesagtworden ist, sind leere Träumereien.
Illusion (Täuschung). Dieser Ausdruck hat, obgleich er von dem lat.
Co»v.-eer. Siebente Ausl. Bb. V. ch Z1