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5 (1830) H bis Jod
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472 Jdoalgeld Jdkalisiren

stellung eines Wesens, welches den moralisch vollkommensten Willen mit der höch-sten Glückseligkeit in sich vereinigt und die Ursache aller Glückseligkeit in der Melkist, sofern sie mit der Sittlichkeit in genauem Verhältnisse steht. Endlich wird Jocaloft gleichbedeutend mit Idee, besonders im praktischen Gebiete, und zwar st ge-braucht, daß darunter gedacht wird eine unendliche Aufgabe als Gegenstand desmenschlichen Bestrebens. >1,1.

Jdealgeld, Jdealmünze, Geld oder Münze, die man sich als Be-griff denkt, welcher kein wirkliches Geld, keine wirkliche Münze entspricht, der man ,jedoch die Kraft des wirklichen Geldes zu verschaffen sucht. Ein Hamburger kBancothaler oder Schilling z. B. ist reelles, wirkliches Geld, aber nur ideelle oder ?singirte Münze; denn ihnen entspricht eine genau bestimmte Quantität Silber,und dieses ist Das, was gilt oder reelles Geld ist. Dagegen ist dieses Geld nichtausgemünzt, und es gibt also keine wirklichen Münzen dieser Art, obgleich man sie,wenn man wollte, darstellen könnte. Banknoten und Papiergeld sind Jdealgeldoder Jdealmünzen. Sie haben ihre Kraft entweder davon, daß Sicherheit vor-handen ist, die durch ihren Namen angedeuteten wirklichen Münzen oder Geldsor-ten beliebig zu erhalten, oder durch den Glauben sie doch wenigstens zu irgend einembestimmten reellen Werth an bestimmten Orten und zu bestimmten Zwecken anzu-bringcn. So bestimmt als dieser Werth ist und so gewiß derselbe anzubringen ist,so viel können dergleichen Münzen auch nur gelten. Geld oder Münzen, die nir-gends als Werth angebracht werden könnten, würden auch gar nichts gelten und ,eine völlig nutzlose Waare sein. Sollte aber eine Idee ohne Gegenstand zu Verglei-chring der Werthe gebraucht werden, so müßte man ihr erst einen wirklichen Gegen-stand von Werth anweisen, und dann würde eigentlich dieser Gegenstand derWerthmesser sein, nicht aber die ideale Münze, welche ein bloßer Name ist. Dieswürde der Fall mit der sogenannten Maku te (s. d.) sein, die man gewöhnlich alsBeilpiel einer reinen Jdealmünze anzuführen pflegt. Ein Pfund Sterl. ist reellesGeld, aber eine Jdealmünze, die man bloß zur Rechnung braucht. Daher dergl.Münzen auch bloß Rechnungsmün zen (s. d.) genannt werden.

Jdealisircn heißt: wirkliche Gegenstände mittelst der Einbildungskraft sobehandeln, daß dieselben Vernunftideen gemäß erscheinen; das Wirkliche als etwasIdeales darstellen. Wie die Einbildungskraft dabei verfahre, ist im Art. Idealgezeigt worden, aus welchem zugleich hervorgeht, von welcher Wichtigkeit dieses »Verfahren in den Darstellungen der schönen Kunst sei; denn man kann gewisser-maßen behaupten, daß alle schöne Kunst, insofern sie der bloßen Nachahmung derNaturwirklichkeit entgegengesetzt ist, darauf beruhe. Um dies noch genauer zuentwickeln, sei hier eine Stelle Cicero's (Orot., IX) angeführt, die so merkwür-dig ist, daß sie zum Text einer vollständigen Theorie dieses Gegenstandes dienenkönnte.Als Phidias", sagt Cicero,die Statue der Minerva oder des Jupi-ter verfertigte, schrankte er sich nicht bloß auf die Betrachtung eines Modells ein,um es nachzuahmen, wie cs ist, sondern in seinem Innern wohnte ein andresUrbild höherer Natur, dessen Schönheit seine Blicke fesselte und seine Erfindungwie seine Ausführung leitete". Wenn Cicero hier sagt, Phidias habe sich nichibloß auf die Betrachtung eines Mobelles eingeschränkt (»on conteiuplnbstur »ll- ,guem, e g»v mmilitixlinem äucerst), so versteht er darunter nicht, daß er über-haupt kein Modell gebraucht habe, sondern er meint damit: es war nicht Der oderJener, den er nachahmte, feine Nachahmung hing sich nicht an die genaue Ähn-lichkeit eines Individuums, seine Absicht war nicht die sklavische Nachbildung desModelles, das er vor Augen hatte. Und sobald der Künstler nicht den Zweck Hai,die getreue Abbildung eines gegebenen Individuums zu liefern, sondern durch dieFormen der Gestalt die Idee einer Schönheit auszudrücken, von der die Natur ihmkein Ganzes in einem Modelle darzustellen vermöchte, muß er sich wol der genauen ,