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Stuft der Vollkommenheit zu erheben, von welcher man bis dahin in Spanien nochkeinen Begriff gehabt hatte. Aus seinen Pressen gingen die Prachtausgaben derBibel, des mozarabischen Missals, der „Geschichte Spaniens" von Mariana, des„Don Quixote" und der span. Übers, des Sallust hervor. Letztere, welche 1772 ineinem Foliobande erschien, ist vom Jnfanten Don Gabriel verfertigt und sehr sel-ten geworden, da der Prinz die ganze Auflage an seine Freunde verschenkte. I. warder Erfinder einer Dinte, welche er, ohne ihrer Schwarze zu schaden, nach Gefallenim Augenblicke verdicken oder verdünnen konnte. Auch war er der Erste, der inSpanien die Kunst einführte, die Druckbogen nach dem Abdrucke zu glatten, um Hihnen ein gefälligeres Ansehen zu geben. Da er sein Vaterland nie verlassen halte, >so war er auch Erfinder fast aller seiner Verbesserungen.
Jbell (Karl Friedrich), gcb. den 30. Oct. 1780 zu Wasen im Herzogkh.Nassau, wo sein Vater Beamter war, erhielt seine erste Bildung auf dem Gpm-nasium zu Idstein, studirte in Göttingen die Rechtswissenschaft und wurde Secretair des nassauischen Regierungspräsidenten von Kruse, dann Secretair, Asses-sor und 1806 Rath bei der Regierung in Wiesbaden. Hier nahm er den thatigste»Antheil an der Regulirung der standesherrlichen Verhältnisse im Herzogthum Nas-sau. Auch halt man ihn für den Urheber des neuen Steuersystems, das 1811 nachdem Edict von 1809 eingeführt wurde. Dieses System hat den Ruf, daß esvon allen, welche die neuere Zeit entstehen sah, in seiner Anwendung das einfachste 'und folglich zweckmäßigste ist, sowie es auf den Principicn der allgemeinen Rechts- lgeltung und Gleichheit vor dem Gesetze beruht. 1813 und 1814 war I. oft in ^Frankfurt a. M., und man glaubt, daß er an den dort gepflogenen diplomatischenVerhandlungen, in Beziehung auf das Herzogthum Nassau, Antheil genommen.
I. wurde als Präsident der Landesregierung und als'Staatsrath ohne ZweifelMitschöpfer der gleichsam verjüngten Staatsverwaltung, welche 1815 u. 1816 imHerzogth. Nassau eintrat. Er erhielt um dieselbe Zeit den k. prcuß. rochen Adler-und den k. hanöv. Guelfenorden, in Folge der mit Preußen wegen Austausch meh-rer Landestheile gepflogenen Unterhandlungen und des mit Hanover über die Be- 'stimmung der Universität Göttingen, als Lanoesuniversität für die hcrzogl. nassaui-schen Unterthanen, abgeschlossenen Vertrags. Der Glaube, daß von ihm Haupt- >sächlich ausgegangen sei, was bei einer neuen Staatsreform manche herkömmlicheund altgewohnte Verhältnisse stören mußte, zog dem staatsklugen, höchst wirk-samen und umsichtigen Manne Widersacher und Feinde zu. Den 1. Juli 1819 swagte es ein 28 I. alter, fanatisirtcr Apotheker, Karl Löning aus Idstein, den 'Mordstahl auf I. zu zücken, der sich eben im Bade zu Schwalbach befand. Durch !Geistesgegenwart und Körperstärke wandte jedoch dieser den Stoß ab und hielt den lMörder fest, bis er zur Hast gebracht werden konnte. Löning entleibte sich im Ge- lfängnisse. Dieser Mordversuch hatte die strengsten Untersuchungen wegen staats-gefährlicher Umtriebe zur Folge; doch ward kein Mitschuldiger entdeckt. Bald nach- !her zog sich I. von den Geschäften zurück und wurde später mit Pension entlasset!. ^Seitdem lebt er dem Privatstande zurückgegeben. -
Jberien (alte Geogr.). 1) Eine sehr fruchtbare Landschaft in Asien, die aus -einer großen, von allen Seiten mit Gebirgen umschlossenen Ebene bestand; ein l
Lheil des jetzigen russischen Georgiens. In den ältern Zeiten gehörte dies Land »
wahrscheinlich zur persischen Monarchie, wenigstens scheint dies aus dem Name»des Flusses Eyrus zu erhellen. Alexander und seine Nachfolger kamen nicht hierher.
Die Jberier blieben also von dieser Zeit an wahrscheinlich unabhängig, bis sie durchPompejus und Trajan unter römische Oberherrschaft kamen, unter welcher sie disnach Kaiser Julian blieben. Dann geriethen sie bald unter türkische, bald unter per-sische Hoheit, oder hatten eigne Fürsten. 2) Hieß ganz Spanien Jberien, und der >
Hauotfluß Jberus (Ebro). — DieJberi oder Jb erier, wahrscheinlich das älteste ^