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5 (1830) H bis Jod
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Jbarra

von Jolkos nieder, noch ehe Jason volljährig war. Daher regierte sein Oheim' Pelias als Vormund. Die Veranlassung zu Jason's Auge nach Kolchis erzählt dieMythe gewöhnlich so: Pelias ließ einst zu einem feierlichen Opfer des Neptun alleseine Verwandten, also auch den Jason, einlckden. Als dieser auf seinem Wege! nach Jolkos an den Fluß Evenus (Enipeus, Anaurus) kam, fand er die Juno inder Gestalt einer alten Frau, welche ihn bat, sie über den Fluß zu tragen. Jasonkhat dies, ließ aber seinen einen Schuh im Schlamme stecken. So kam er zumPelias, der sich darüber entsetzte, weil ein Orakelspruch ihm geweissagt hatte, daßA» Derjenige ihm Thron und Leben rauben würde, der zu dem Opfer ohne Schuhe

" käme. Pelias fragte den Jason, was er wol mit Demjenigen machen würde, der

ihm von dem Orakel als sein Mörder verkündigt worden wäre? Auf Eingebung derJuno antwortete Jason, er würde ihn nach Kolchis schicken, um das goldene Vließwiedcrzuhole». Diesen Auftrag erhielt nun Jason vom Pelias. Nach Andernhatte Pelias seinem Bruder Äson den Thron geraubt. Als Jason 20 Jahr altwar, befragte er das Orakel, wie er sich den Besitz seines rechtmäßigen Erbes wie-derverschaffen könnte ? Das Orakel befahl ihm, in der Kleidung eines Magnesiers,mit einer Leopardenhaut um die Schultern und mit 2 Lanzen bewaffnet, nach Jol-kos an den Hof des Pelias zu gehen. Dies geschah; doch kam Jason nur mit ei-nem Schuhe bei dem Pelias an, da er den andern auf die angezeigte Weise verlo-

> ren hatte. Alles verwunderte sich über diesen Aufzug, und Pelias, der ihn nicht

I kannte, erkundigte sich nach seiner Herkunft. Jason antwortete dreist, er sei Äson's

I Sohn, ließ sich dann die Wohnung seines Vaters zeigen, und feierte daselbst mit

seinen Verwandten, Pheres, Neleus, Admetus, Amythron, Äkastus und Melam-, pus, 5 Tage lang das Fest des Wiedersehens. Hierauf gingen sie zusammen zumPelias und verlangten die Abtretung des Reichs. Pelias wagte nicht ihn abzu-

> weisen, und antwortete, daß er bereit sei, dasselbe ihm zu überlassen, wenn er zu-

> vor eine rühmliche Thal ausgeführt und das goldene Vließ wieder nach Thessalien

i zurückgebracht haben würde, wie der Schatten des Phryxus und bas Orakel befoh-

> len hatten, da fein hohes Alter ihm nicht erlaube, selbst diese Unternehmung aus-! zusühren. AufderFahrt dahin (s. Argonauten) zeugteJason mit der Hvpsipyle! auf Lemnos den Euneus und Nebrophonos (Deipylus). Von derMedea (s. d.)

unterstützt, erreichte er den Zweck seiner Reise glücklich, und kehrte mit ihr, als^ seiner Gemahlin, nach langem Herumirren in die väterliche Heimath zurück. Hieri rächte er die Ermordung seiner Altern und seines Bruders durch den Tod de- Pelias.

i Dennoch war es ihm nicht möglich, zu dem Throne von Jolkos zu gelangen, son-

dern er mußte ihn dem Akastus, dem Sohne des Pelias, überlassen und sich mit! seiner Gemahlin nach Korinth flüchten. Hier lebten Beide 10 Jahre in der glück-lichsten Ehe, bis Jason, der Medca überdrüssig, sich in Glauke (nach A. Kreusa),die Tochter des korinthischen Königs Kreon, verliebte, sie heirathet« und seine Ge-

> mahlin und Kinder verstieß. Aber jene rächte sich schrecklich an der verhaßten Ne-

I benbuhlerin und floh, als Jason sie dafür bestrafen wollte, ausihrem Drachenwagen

> zum Könige von Athen, Ägeus, nachdem sie ihre mit Jason erzeugten Kinder, Mer-

i meros und Pheretos, getödtet hatte. Nach Einigen soll Jason hierauf sich aus

^ Verzweiflung getödtet haben; nach A. führte er seitdem ein trauriges, heimathloseö

Leben, und ward, als er eines Tages am Meeresufer, im Schatten desselbenSchiffes, welches ihn früher nach Kolchis gebracht hatte, erschöpfteingeschlafenwar, von einem herabstürzenden Balken zerschmettert; Andre erzählen, erhübesich späterhin mit der Medea ausgesöhnt, sei mit ihr nach Kolchis zurückgegangen,habe nach dem Tode seines Schwiegervaters den Thron desselben bestiegen undnoch viele Jahre in Frieden gelebt.

Jbarra (Joachim), königl. span. Hofbuchdrucker, geb. zu Saragossa, starb^ am 23. Nov. 1785, 59 I. alt. Es gelang ihm, die Buchdruckerkunst auf eine: 30 *