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5 (1830) H bis Jod
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460 Hygrometer Hylas

pcldienst des Asklepios begann. Da man in seinen Tempeln die Hcilkunst selbstausübte, so trat mit dem heilenden Gott auch die Göttin der Gesundheit in immerengere Verbindung, hatte ihre Tempel nahe bei den scinigcn, und ihre Bildsäulenauch in diesen. Sie wurde dargestcllt als ein Mädchen von schlankem Wuchs, ineinen langen Talar gehüllt; milde Jungfräulichkeit ist ihr Charakter, sie mag sichnun traulich zu ihrem Vater halten oder für sich gebildet sein. Eine Schale vonMaza, einer Art Gerstenbrot, hat sie in der Hand, woraus eine Schlange frißt(denn Schlangen gehören zu den Symbolen der Heilkunst); daher Hygiastik,d. i. die Kunst, die Gesundheit der Menschen zu erhalten und zu befördern und die ^Lebensdauerzu verlängern. S. Wildberg'sHygiastik"(2. Aust., Berl. 1822)u.o I. Coster'sOivtionn. <le ssntv ou Voosbulsire cko inälleoino pratigue"(Paris 1829, 2 Bde.).

Hygrometer oder Notiometer, Hygroskop. Es ist für dieMeteorologie von größter Wichtigkeit, zu jeder Zeit die Menge des in der Luft ent-haltenen Wassers zu bestimmen. Die Werkzeuge, welche dazu dienen sollen, wer-den Hygrometer (Feuchtigkeitsmesser) genannt. Nun zeigt die alltägliche Erfah-rung, daß mehre Körper eine große Fähigkeit besitzen, die in der Luft schwebendeFeuchtigkeit aufzunehmen, und sich dadurch, jeder nach seiner besondern Construc-lion, in der Richtung seiner Längen - oder Breitenfasern zu verlängern oder zu ver-kürzen. So z. B. werden Stricke und Darmsaiten durch Nässe verkürzt und zu-gleich auseinandergedreht, und auf diese Beobachtung gründet sich das bekannte ,Lambert'sche Hygrometer, welches aber, bei der Unregelmäßigkeit der durch dieFeuchtigkeit an der Darmsaite hervorgebrachten Bewegungen, seinem Zwecke nichtvöllig entspricht, die Grade der Nässe oder Trockniß anzugeben unfähig ist und ei-gentlich den Namen eines Hygroskops (Feuchtigkeitsanzeiger) verdient. Saussureund de Luc suchten daher andre Substanzen, welche mit Zu- oder Abnahme derFeuchtigkeit völlig regelmäßig sich verlängerten oder verkürzten. Jener glaubtediese Eigenschaft bei einem von seiner Fettigkeit, durch Kochen in Lauge, befreitenMcnschenhaare, dieser bei einem sehr dünnen, nicht der Länge, sondern der Quereder Fibern nach geschnittenen Fischbeinstreifen zu finden. Saussure spannt dasgehörig zubereitete und an einem Ende befestigte Haar über eine feine, leicht beweg-liche Welle durch ein kleines Gewicht, während de Luc einen feinen Golddraht zurAnspannung des Fischbeinreifens gebraucht, sodaß, wenn das Haar durch Ein-wirkung der Feuchtigkeit oder Trockniß sich verlängert oder verkürzt, die Welle undein damit verbundener Zeiger herumgedreht werden muß, und dadurch Zu - und Ab-nahme des in der Luft enthaltenen fein zertheilten Wassers anzcigt. Damit manaber auch die Menge desselben angeben kann, muß noch der Punkt der größtenFeuchtigkeit und Trockniß am Hygrometer bestimmt werden. Saussure bestimmtan seinem Hygrometer den Punkt der höchsten Feuchtigkeit durch Setzen desselbenunter eine mit Wasser gesperrte und inwendig damit befeuchtete gläserne Glocke;de Luc hingegen durch unmittelbares Eintauchen seines Hygrometers in Wasser.Den Punkt der höchsten Trockniß aber bestimmt jener unter einer gläsernen Glocke,die auf einem bis zum Glühen erhitzten, mit ausgeglüheter Pottasche bedecktenBleche steht; dieser durch Anhängen des Hygrometers in einem genau verschlosse-nen, mit srischausgeglühetem, ungelöschtem Kalke zum Theil angefüllten zinner-nen Gefäße. Inwiefern endlich die Jndicationen beider Instrumente Zweifelnunterliegen, zeigt Aylius'sPrüfung der neuen Theorie des Herrn de Luc vom Re-gen und seiner daraus abgeleiteten Einwürfe gegen die Auflösung" (Berlin 1795).

Hylas, ein schöner Knabe, dessen Ältern verschieden angegeben werden.Hercules, der ihn liebte, nahm ihn mit sich auf dem Argonautenzuge; als ec aberin der Gegend von Troja ans Land gestiegen war, um Wasser aus dem Flusse As-canius zu schöpfen, und die Nymphen sein reizendes Bild durch die kcystallenen