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5 (1830) H bis Jod
Entstehung
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Hydrocephalus Hygieia 459

liuf dem Festlande durch geheime Boten, Apostel genannt, den Wunsch nach Be-freiung. Seitdem hat aber der Seekrieg bei gänzlicher Stockung des Handels ihreReichthümer erschöpft; kaum vermögen noch die Primaten den Sold der Matro-sen und die Ausrüstung der Schiffe zu bestreiten. Sie haben daher in Zeiten derGefahr daran gedacht, mit ihrem Vermögen auszuwandern; nur das Volk, wel-ches, um den nächsten Tag unbekümmert, lachend und singend, den Kampf wieSpiel und Tanz behandelt, würde dies nicht zulaffen. In Hydra erschien seit 1824eine aintl. Zeitung:Der Freund des Gesetzes". Über die Thaten dieser ta-pfer» Insulaner, der Hydrioten Kondorioti und Tumbasi und der JpsariotenGeorg und Konstantin Kanaris, Miauli u. A. in dem Seekriege seit 1821, vgl.Griechenaufstand. Berühmt machte sich die Spezziotin Bubulina, derenSchiffe zuerst Napoli di Romania sperrten. Sie war eine schöne Frau von 45 I.,von freiem, munterm Wesen, das treue Abbild einer alten Spartanerin, hochherzigund voll glühender Vaterlandsliebe. Ihr Gemahl verlor vor einigen Jahren inKonstantinopel das Leben, und ihr ältester Sohn blieb im Anfänge des jetzigenKrieges. Sie selbst verband sich später mit KolokotroniS und ward 1826 von einemGriechen, dem sie die Hand ihrer Tochter verweigerte, erschossen. Diese 8 In-seln, nebst den übrigen, welche die Fahne des Kreuzes seit April 1821 aufge-pflanzt haben, wie Samos (über 8 mM., mit 40,OM Einw.), Tine(4lJM.,mit 24,000 Einw.), Mykoni (4000 Einw.) u. a. m., haben für den Krieg 206wohlbemannte, größere Fahrzeuge mit 15,OM Matrosen und 4000 Kanonen aus-gerüstet (ihre Handelsmarine bestand nach Pouqueville aus 615 größern Schiffenmit 17,5M Matrosen und 5878 Kanonen). Die türkische Flotte hat bisher nurJpsara und Samos (s. d.) ernstlich angegriffen. 'Am 3. Juli 1824 umzing lteder Kapudan Pascha mit s. Flotte Jpsara, eroberte es durch Verrath albanesischerSöldner und verwandelte es nach einem mehrtägigen Kampfe, in welchem ein eben-so reicher als tapferer Jpsariote, der das Fort St.-Nikolas vertheidigte, sich unddie Seinigen nebst den anstürmenden Türken in die Luft sprengte, in einen Stein-haufen. Jpsara dient jetzt den griechischen Seeräubern zum Schlupfwinkel. Diemeisten Jpsarioten hatten sich nach Salamis gerettet. Unter den kleinen In-seln ist Syra mit 1000 E. allein der Pforte treu geblieben. Die Einw. sind Katho-liken und stehen unter dem Schutze des Königs von Frankreich, daher sie non denTürken weniger bedrückt werden. 20.

Hydrocephalus, der Wasserkopf, die Kopfwassersucht, s. Wasser-sucht.

Hydrogen, s. Wasserstoff.

Hydrographie, die von den Gewässern handelnde Geographie.

Hydrologie, dke Lehre vom Wasser, Beschreibung der verschiedenenWasser aus der Erde in Ansehung der Stoffe, womit sie gemischt sind.

Hydrometer, ein Wassermesser, zur Wahrnehmung des steigenden oderfallenden Wassers.

Hydrophobie, s. Wasserscheu.

Hydrostatik, s.Hydraulik.

Hydrostatische Wage, s. Aräometer und Wage.

Hydryaden. in der Mythologie, eine Art von Nymphen (Wasser-nymphen), welche zugleich mit den Hamadrvaden die Töne von Pans Syrinx mitTänzen begleiten.

Hyeren, s. Hieres.

Hygieia, Hyqiea, die mildlachelnde Göttin der Gesundheit, wareineTochter des Asklepios oder Äskulapius. Homer, Hesiodus und Pindar, welch«diesen noch nicht als Gottheit kennen, wissen natürlich auch noch nichts von einerGöttin Hygiea. Wahrscheinlich entstand dieser Mythus zu der Zeit, wo der Tem-