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Hydrioten,
Spezzioten und
Jpsariot
en
kischen Joche entzogen, diesen unfruchtbaren Felsen anbauten, hieß die Insel Psm.Anfangs arme Fischer, wurden sie durch Seefahrt und Handel wohlhabend, denGeist der Unabhängigkeit treu bewahrend. Zur Zeit der franz. Revolution beschiff-ten sie das ganze mittelländische Meer und wurden reich. Seit dieser Zeit stieg dieVolksmenge von 6000 auf 12,000 M. Hydra, der Mittelpunkt des griechi-schen Seehandels, das Palladium hellenischer Unabhängigkeit und der Sitz derNavarchen (Admiralität), liegt, sowie das nahe Spezzia, südöstlich vom Pe-loponnes, 3 Stunden von der Küste, und ist durch steile Felswände und Batte-rien gegen feindliche Landungen geschützt, sodaß nur Brander den Schiffen im Ha- (fcn gefährlich werden können. Spezzia dagegen ist schutzlos; daher flüchten sichdie Einwohner bei Annäherung des Feindes nach Hydra. Beide Inseln, ungefähr4 iliM. groß, haben, ohne Brunnen, Heerden und Pflugschar, 40,000 Einw.,die von Schifffahrt und Handel leben. DieJnsel Hydra zählte 1828 in 55 Pfarr-bezirken 12,515 Eingeborene und 3177 Fremde. Die Stadt Hydra erhebt sichamphitheatralisch über dem Hafen. Die schöngcbautcn Häuser sind mit neuenKunstwerken von Marmor geschmückt, im Innern geschmackvoll und sehr rein-lich. Dieser Geschmack zeigt sich selbst in dem Anzuge der Matrosen. DenFrauen, welche sehr cingezogcn in der Mitte ihrer Familien leben und sich schwarzkleiden, ist der Gebrauch von Kostbarkeiten verboten. Die ersten Bewohner von ^Hydra und Spezzia waren albanesischen Ursprungs; sie unterscheiden sich durchihre arnautische Mundart, sowie durch Charakter, Kleidung und Gebräuche vonden Romäcrn (Neugriechen). Als die Russen in dem Kriege von 1774 Moren -räumten, flüchteten sich viele Peloponnesier mit ihrem Vermögen vor der Racheder Tücken auf den Felsen von Hydra. Sie bauten nun größere Schiffe und un-ternahmen entferntere Handelsreisen, vorzüglich, seit Frankreich in Folge des Krie-ges von 1792 seinen Lcvantehandel aufgcben mußte. Man sah diese neuen Ar-gonauten in allen Häfen Italiens, Frankreichs, Spaniens, der Ostsee und selbst inAmerika. In Marseiile lauschten sie Tücher und Seidenwaarcn von Lyon gegengriechisches Getreide ein. Ebenso kühn als geschickt, drangen sie mitten durch dieengl. Kreuzer in die gesperrten Häfen ein und machten einen großen Gewinn, so-daß sie bei der Ausbreitung ihres Handels schon vor 1810 Handelshäuser in denvornehmsten Städten Europas errichten konnten. Wegen der algicrischen Corsn-ren rüsteten sie ihre Schiffe mit Kanonen aus. Gegenwärtig gibt cs auf Hydro6000 Seeleute, die zusammen 350 Handelsschiffe von 200 Tonnen Last imDurchschnitte, mit 2000 Stück Kanonen, besitzen. Von Jugend auf an strengeThätigkeit, an Mäßigkeit und an die Gefahren des Seelebens gewöhnt, sind dieHydrioten nebst den meisten Insulanern des Archipels die kühnsten, die geschickte-sten und die wohlfeilsten Seeleute des mittelländischen Meeres. Der Handel ha!sie aber nicht nur bereichert, sondern auch aufgeklärt. Außer den gewöhnliche»Volksschulen besitzt Hydra seit etwa 25 I. eine Unterrichtsanstalt für die alte clas-sische Literatur und für die italienische und franz. Sprache. Die reichen Hydriotenließen, wie die Ehioten und Andre, Bücher aus fremden Sprachen übersetzen unddrucken. Sie schickten ihre Söhne auf die besten Schulen in Deutschland, Frank- -reich und Italien. So lernten sie Wissenschaften und Künste lieben, ihre Sittenverfeinerten sich, und sie gründeten an mehren Orten gute Schulanstaltcn. Alsaber der allgemeine Friede den Hydrioten, Spezzioten, Jpsarioten und andern Kaus-fahrcrn des Archipels den bisher ausfchließend von ihnen getriebenen Handel entzog,und die Pforte, mit Argwohn den veränderten Zustand der griechischen Nation be-trachtend, ihren Wohlstand zugleich mit ihren Schulen zu unterdrücken anfing,mußten die gebildeten Griechen befürchten, in das vorige Elend der Sklaverei zu-rückgestoßen zu werden. Darum beförderten sie, namentlich die Hydrioten, eifri-ger als je die Bildung talentvoller Jünglinge und verbreiteten auf allen Inseln wie .