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Hydrioten, Spezzioten und Ipsarioten
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bei festen Körpern, die Unterlage (hier der Boden des Gefäßes) einen Druck erlei-den, der mit der Höhe der darin enthaltenen Wassersäule in einem gewissen Verhält-nisse steht. Eine flüssige Masse kann nur in Ruhe sein, wenn sie eine wagerechteOberfläche gebildet hat, indem im entgegengesetzten Falle die an einem niedrigernOrte der Oberfläche befindlichen Theilchcn von den höher liegenden gepreßt, undmithin, da die seitwärts noch tiefer liegenden ihnen kein Hinderniß entgegensetzenkönnen, zerfließen würden. Aus demselben Grunde nun, wie die Thcile einer Flüs-sigkeit gegenseitig einer auf den andern drücken, müssen sie denselben Druck auch>nif einen fremden, dieser ihrer Wirkung unterworfenen flüssigen (wenn dieser sichnicht mit jenem vermischt) oder festen, völlig oder nur zum Theil darin eingetauch-ien Körper ausüben. So rührt das Schwimmen eines Körpers daher, daß er beigeringerer Dichtigkeit als das Wasser in dasselbe eingetaucht, einen geringernDrucknusübt als eine gleich große Masse von diesem, und deßwegen von demselben, indemsich das Gleichgewicht wiederherzustellen strebt, gehoben wird; während ein Körperneu einer größer» eigcnthümlichen Schwere als das Wasser, darin eingetaucht,nach einen größer» Druck ausübt als eine gleich große Wassermasse, und nun mitdem Überreste seines Drucks zu Boden sinkt. Wir erhalten dadurch ein Mittel,das specisischc (eigcnthümliche) Gewicht eines Körpers, d. i. das Verhältnis» seinesGewichts zudem einer gleich großen Menge von Wasser oder von einer andern Flüs-sigkeit zu bestimmen. Wird das Gleichgewicht einer flüssigen Maste (Hydrostatik)imf irgend eine Art gestört, so müssen die einzelnen Theile der Flüssigkeit anfangensich zu bewegen, nach einer Richtung und mit einer Stärke und Geschwindigkeit,welche abhängt sowol von dem Drucke, dem sie einzeln für sich ausgcsetzt sind, alseuch von der Kraft, mit der die Schwere auf sie wirkt. Diese Untersuchung ist Ge-genstand der Hydraulik und Hydrodynamik. Wird z. B. nahe am Boden eines biszu einer gewissen Höhe mit Wasser angefüllten Gefäßes in dessen Seitenwand einekleine Öffnung gemacht, so springt das Wasser, gedrückt von dem darüber stehenden,in horizontaler Richtung durch die Öffnung, und bringt man eine aufwärts gebo-gene Röhre daselbst an, so steigt es gerade in die Höhe und würde, weil die Kraft,mit der es getrieben wird, gleich ist dem Drucke der im Gefäße über der Öffnungstehenden Wassersäule, ebenso hoch steigen, als diese ist, wenn nicht auf seinem Wegeauch die Schwerkraft auf dasselbe wirkte und es dadurch, ehe es jene Höhe erreichthat, wieder zum Fallen nöthigte. Die Anwendung der Hydraulik wird im gemeinenLeben dadurch erschwert, daß, gegen die der Einfachheit wegen nöthige Annahme,beim Wasser und andern Flüssigkeiten immer noch einiger, wenngleich geringer, Zu-sammenhang der Theile stattfindet, dessen Wirkung durch die Erfahrung bestimmtwerden kann, da nur daraus die Stärke jenes Zusammenhanges hervorgeht. Diegründliche Kcnntniß dieser Verhältnisse macht die Grundlage der ganzen Hydro-technik odcrWasscrbaukunst, und auch der Maschinenlehre zurBenutzung dcrPum-pm, Wassermühlen u. s. w. aus. Sie zeigt die Gesetze, nach denen die Flüsse undStröme ihr Bette sich geben, austiefen oder versanden, und wie man Dämme,Schleusen, Canäle, Häfen anlegen muß. S.Kästner's„Anfangsgründe derHydro-dynamik" (2. Ausl., Göttingen 1797); Wicbeking's „Übers, der Wasserbaukunst"L Aust, Hamb. 1802, 2 Bde.).
Hydrioten, Spezzioten und Ipsarioten, Bewohner der klei-nen dürren Felseneilande Hydra, Spezzia und Zpsara, die kühnsten und geschickte-sten Seeleute und Kauffahrer des griechischen Archipels. Sie bilden in dem jetzi-gen Kampfe Griechenlands mit der Pforte den Kern der griechischen Seemacht.Jp sa r a (das alte Psyra, mit einem Tempel des Bacchus), der äußerste VorpostenGriechenlands nahe an der nordwestl. Küste von Scio, kaum 2 s^M. groß, war>n einen festen Waffenplatz verwandelt, um die Dardanellen und Kleinasiens Küstezu beobachten. Als vor hundert Zähren einige kühne Griechen, die sich dem tür-