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gen zu den schärfsten Maßregeln gegen Alles, was nach der Denkweise der linkenSeite sich hinneigte, auszeichnete, hierdurch aber nicht selten selbst die Miwsteri» !Verlegenheit brachte. Vorzüglich eiferte er gegen die Beibehaltung der Beamten,die er durch reine Royalisten ersetzt wissen wollte, gegen das Amnestiegesetz, gegendie nicht in seinem Sinne zusammengesetzten Tribunale rc. Die Pariser »amten da-her ihn und seine engsten Anhänger wortspielend: „Los Kicloux". Nach Auflö-sung der Kammer von 1815 ward er von Ludwig XVUl. in den Grafenstand erho- 'bcn und als bevollmächt. Minister zu dem Congreß der Nordamerika». Stcaten ge-sendet; auch erhielt er das Großkreuz der Ehrenlegion. 1822 kehrte er zuii zweitenMale aus Amerika zurück, ward 1823 vom Depart. de la Nievre abermals zum -Deputaten in der Kammer erwählt, bald darauf aber als Botschafter noch Lissabongesendet. Hier unterstützte er, bei Gelegenheit der durch den Prinzen Miguel erreg-ten Unruhen, die Sache des legitimen Monarchen. Der König Johann VI. er-nannte ihn dafür zum Grafen von Bemposta. Als aber der brit. Einfluß daselbstüberwiegend wurde, verließ er 1824 Lissabon, kehrte nach Paris zurück und nahm sSitz in der Kammer ein, wo er sich durch s. Opposition gegen Villelc, sowie durch sVerbindung mit Chateaubriand, das Mißfallen der Regierung zuzog und jene»diplomatischen Posten verlor. Nach dem Sturze des Villöle'schen Ministeriumswurde er den 3. März 1828 Seeminister, gab aber, als Polignac den 8. Aug. 18Ran die Spitze des Ministeriums kam, seine Entlassung. j
Hyder Ali, Beherrscher von Mysore (Mayssur, in Ostindiens, einer der hgrößten, thätigsten, gerechtesten, aufgeklärtesten und tapfersten Fürsten Asiens, geb. I1728, starb 1782. Als der Sohn des Gouverneurs der mysorischcn Bergveste IBangalur führte er anfangs eine Reiterschar an, schwang sich aber, nachdem er dieKriegskunst von den Franzosen kennen gelernt hatte, bis zum Befehlshaber des my- ,sorischen Heeres empor, bei welchem er europäische Kriegs - und Mannszucht ein-führte, maßte sich die oberste Gewalt an und verdrängte den vorherigen König unddessen Familie. Darauf eroberte er Calicut, Bednor, Onor, Cananor und andrebenachbarte Staaten und erweiterte bis 1766 seine Besitzungen bis zu 3360 CM.Zwei Kriege führte er mit abwechselndem Glücke gegen die englisch-ostindische Com-pagnie ; in dem zweiten unterstützten ihn die Franzosen sehr thätig. H. A. zeichnetesich unter den asiatischen Fürsten durch ungewöhnliche Milde aus, die ihm allge-meine Liebe erwarb. In s. Regierung herrschte die größte Ordnung; er beförderteCultur, Künste und Handel, und schützte alle Religionsparteien, wenn sie nur seineGesetze befolgten. Das von ihm gestiftete Reich wurde durch die Kriege, welche seinSohn und Nachfolger, Tippo Saheb (s. d.), mit den Engländern führte, immermehr geschwächt und nach der Eroberung der Hauptstadt, Seringapatnam (4. Mai1799), in 4 Stücke zertheilt.
Hydra vvn Lerna, s. Hercules und Lernäische Schlange.
Hydraulik oder Hydrodynamik und Hydrostatik. Da dieSchwere aus alle Körper, ohne Rücksicht auf den Widerstand der Luft, welcher ihrerBewegung ein Hinderniß in den Weg legt, gleich stark wirkt, dieser aber die Be-wegung der Körper nur nach Maßgabe ihrer geringem oder größer» Dichtigkeitmehr oder weniger hemmt, so würde es auch keine besondere Statik (s. d.)derflüssigen Körper, d. i. Hydrostatik und Mechanik (s. d.), Hydraulik oderHv- -drodynamik jener Körper geben, wenn dieselben sich nicht durch die äußerst leichteVerschiebbarkeit auch ihrer kleinsten Theile von den festen Körpern unterschiede»,daher denn eine flüssige Masse unter ganz andern Bedingungen im Gleichgewichtoder in Bewegung sich befinden muß als eine feste. Da die kleinste Kraft hinreicht,den Zusammenhang der Theilchen einer Flüssigkeit aufzuheben, und jeder Tropfe»senkrecht gedrückt wird, so müßte die ganze Masse zerfließen, wenn nicht jedes Theil-chen von allen dasselbe umgebenden, und diese wieder von den Wänden des Gefä-ßes zurückgehalten würden; daher denn auch die Seitenwände, und nicht bloß, wie