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5 (1830) H bis Jod
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452 Huygens Huysuni

*Vieh auf den Brachfeldern andrer Landbesitzer hüten oder weiden zu lassen: aRecht, welches in manchen Gegenden der so äußerst wünschenswerthen Abschaffung ider sogenannten Dreifelderwirthschaft und mithin der Vervollkommnung desAckn-baues große Schwierigkeiten in den Weg legt. (S. Ackerbau.)

Huygens (Christian), n. A. Huyghens, Forscher und Entdecker indem Gebiete der Mathematik, Physik und Astronomie, Sohn des Dichters Ee»-stantin Huygens, geb. 1629 im Haag, begleitete den Grafen Heinrich v. Nassenauf seinen Reisen 1649 nach Holstein und Dänemark. Nachher bereiste er Frankreich und England und weilte von 1666 81 in Paris mit Gehalt des König-j ;von Frankreich. Ihm verdankt man z. B. die Anwendung des Pendels bei dmUhren (1656), durch welche er auf die Entdeckung der Evoluten (s. d.) geleitetwurde, und über welche er sich, gleichwie über jene entscheidende Verbesserung derUhren, in s. wichtigsten Schrift:OoroloAiuin oscillaturium eto." (Par. 167'Fol.) verbreitet, wie auch die erschöpfende Darstellung mehrer mit seiner eben er-wähnten Theorie der Pendeluhren und der Evolution in Verbindung stehenden Ei-genschaften der Cykloide. Diese und andre geometrische Entdeckungen wandtensehr glücklich auf die Mechanik an. Er untersuchte die Bewegung schwerer Körperauf vorgeschriebenen Wegen; gleichzeitig (1661) mit Wallis und Wren entdeckteer die Gesetze der Mitthcilung der Bewegung durch Stoß, stellte die Theorie derSchwungbewegung, in welcher er die Aufgabe von den Mittelpunkten des Schwun-ges löste, und die Gesetze der Centralkräste auf, sowie ihm auch die Entdeckung de-von Jakob Bernoulli vervollkommneten Grundsatzes der Erhaltung der lebendige»Kräfte zugeschrieben wird. Nicht minder zeichnete er sich in der Optik aus und gabeine physisch-mathematische Theorie von der Bewegung des Lichts, durch welche erdie Stärke und Lebhaftigkeit des Lichts zu erklären versuchte. Endlich erwarb er sichauch um die Astronomie durch Festerstellung vieler Grundwahrheiten große Ver-dienste, untersuchte mit von ihm selbst verbesserten Teleskopen (1655) genauer dieGestalt und den Ring des Saturn und entdeckte den vierten Trabanten dieses Pla-neten , u. s. w. Seine Schriften sind in 3 Sammlungen erschienen:Uuz-gemi0 PU 80 . postbunia" (Leyden 1707);Oper» Varia eck. 1. ei. s'OraveüsruIe" (mitdem Leben Huygens's, ebend. 1724, 4 Thle.); und endlichOpera religns etc/^(Amst. 1728, 2 Thle., 4.). Die Rechtswissenschaft, welche er zu Leyden studirte,verließ er aus größerm Drange zu den mathematischen und Naturwissenschaften,denen zu Liebe er viel auf Reisen war und bald in Paris, bald im Haag als Pri-vatmann seiner Wissenschaft lebte. Am letztem Orte starb er 1695. S. seineBiogr. vor der Ausg. seiner Werke durch Gravesande, und in Montucla'sIlüt -de» matli.", 2. Bd., S. 415.

Huysum (Hans v.), geb. zu Amsterdam 1682, der erste Blumen - und -Fruchtmaler der ne^rn Zeit. Er überkraf an Weichheit und Frische, an Zactheil -und Lebendigkeit der Farbe, an Feinheit des Pinsels im Ausdrucke des Saftigen ,und in den treffendsten Abstufungen des Lichts alle seine Vorgänger. Sein Batcr, -Justus H., ein Gcmäldehändler und sehr mittelmäßiger Maler, beschäftigte ihn !anfangs in allen Gattungen der Malerei. Aber er fühlte, als er in das reife«Alter trat, einen vorzüglichem Trieb zur Darstellung der Erzeugnisse des Pflanzen-reichs, und beschränkte die ganze Kraft seines Pinsels darauf, alle Kunst in der le-bendigen Nachbildung derselben zu erschöpfen. Er trennte sich daher von seinemVater und verheirathete sich gegen 1705. In der Landschaft folgte ec der Manierdes in Holland sehr geschätzten Nie. Piemont. Aber das Höchste erreichte er in sei-nen Blumen- und Fruchtstückcn. Er wußte die Geheimnisse der Natur zu erspähen,die flüchtige Blüthe in ihrem schönsten Augenblicke zu fesseln und durch zauberischeWahrheit und Mannigfaltigkeit der Farben, wie durch das fast Transparente derzarten Blumenkörper, das Äußerste in dieser Gattung zu erstreben. Ec war der ,