Hüttenrauch Hutungörecht 451
L G
liMi.ichen, so sind doch auch die Lehren der Mathematik, Physik, Baukunst, Forst-l-Wiriffenschast und Bergbaukunde, sowie die Buchführungskunst, eine wesentlichen »Bedingung, um das Hüttenwesen mit Erfolg zu betreiben. Der Bau der Ofenn Wist außerdem ein Geschäft, welches dem Hüttenmanne speciell obliegt, und welchesn M keinem Baubeamten füglich überlassen darf. Die Vorbereitungen, denen dieit «Erze vor der eigentlichen Verarbeitung unterworfen werden, sind ebenso wichtig alsi Wie Schnielzacbei'ten selbst, indem sie die Bedingungen zum Gelingen des Schmclz--MMesses enthalten. Ebenso ist es auch nothwendig, von der Wirkung der Brenn-!,W«tcrialien, von der Darstellung der Kohle aus ihnen und von der Wirkung undiWEinrichtung der Geblase unterrichtet zu sein. Man theilt die Hüttenkunde in die-Mailgemeine und in die besondere, je nachdem sie sich ohne Ausnahme über alle, oder.Mm ausschließlich über ein einzelnes hüttenmännisches Erzeugniß ausdehnt. S.M ÜMpadius: „Handbuch der Hüttenkunde" (Göttingen, 4Bde., m. Kpf.).
«U Hüttenrauch, s. Arsenik.
, M Hüttner (Johann Christian), Literator und Übersetzer, seit vielen Jah-j Mm zu London im Depart. der auswärtigen Angelegenheiten angestellt, geb. 1766tMzuGuben in der Nicderlausitz, studirte in Leipzig, wo er sich durch Beck's Vorle-r M snngen, Schriften und Rath bildete. Dieser Gelehrte empfahl ihn 1791 nachi L London, als Führer des jungen Staunton, dessen Vater ihm Gelegenheit ver-! »schaffte, Großbritannien, Frankreich, Italien und das südliche Deutschland zur Wshm. Auch nahm er ihn mit nach China, wohin der Baronet Staunton den Lordr V Macartney als Legationssecretair begleitete. Während dieser Gesandtschaft ließ der- vikord von ihm die diplomatische Correspondenz mit dem chinesischen Hofe, zum Be-rufe des Dolmetschers, eines Missionnairs, ins Lateinische übertragen. Staun-lon's und Barrow's Beschreibungen der Gesandtschaftsreise übersetzte H. nachherins Deutsche mit Anmerk, und gab selbst eine kurze Nachricht davon heraus. Inder Folge wollte er sich in London mit dem Schweizer Escher in den BuchhandelMassen, entsagte demselben aber bald. Dann arbeitete er an englischen llevienn,schrieb für deutsche Zeitschriften, vornehmlich für „London und Paris", correspon-dirte mit der „Neuen Hamburger Zeitung", mit den „Geograph. Ephemeriden",mit der „Allgemeinen Zeitung" u. a. m., mit Brockhaus in Amsterdam und Leip-zig, übersetzte Jones's Menu u. A. und gab Unterricht in alten Sprachen und imDeutschen. Bekannt wurde er durch die „Englischen Miscellen" (Tübingen 1800bis 1806,24 Thle.). In denselben theilte er, als nur wenig englische Zeitschriftenmich Deutschland kamen, das Wichtigste über den englischen Kunstfleiß, über Ma-nufakturen, Handel, Literatur rc. mit. H. lebte von seiner Feder in der theuersienStadt von Europa ganz gemächlich, bis Napoleon 1806 den Briten das feste Land«erschloß. Von allen bisherigen Hülfsquellen abgeschnitten und verheirathet, finger schon an die Verlegenheiten zu fühlen, denen fast alle s^mdlinge in Londonausgesetzt sind, die keinen festen Unterhalt haben, als sein alter Freund, I). Bur-my, Verf. der „Geschichte der Musik", ihn dem reichen Lord Lonsdale empfahl.Dieser Pak beschenkte ihn von Zeit zu Zeit ansehnlich und verwendete sich für ihnbei den Ministern Sir Charles Long und Canning. Da 1808 Englands Ver-bindung mit der pyrenäischcn Halbinsel durch die Allianz mit Spanien wiederher-geslellt wurde, brauchte ihn Canning, damals an der Spitze der auswärtigen An-gelegenheiten, um die portugiesischen und spanischen Briefe, Bittschriften, Memoi-ren, Zeitungen ic. in das Englische übersetzen zu lassen, und stellte ihn 1809 alsTranslator der Staatskanzlei der auswärtigen Angelegenheiten an. In diesemAnne ist H. seitdem genug beschäftigt, sodaß er nur dann und wann noch, bald anenglischen, bald an deutschen periodischen Blättern, besonders an den „ZeitgenosTheil genommen hat.
Hutungsrecht, in der Landwirthschaft bas Recht gewisser Personen, ibr
2« *