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5 (1830) H bis Jod
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10 Hadschi Hagedorn

Jupiter völlig aus. Hadrian starb zu Bajä 138, im 62. Jahres. Alters und 21.seiner Regierung. Erbeförderte Literatur und Kunst, stiftete aus seinen Reisenmanches Gute, veranlaßt«! das Läiotui» Perpetuum, gab Gesetze gegen die Ver-schwendung und die Harte des Sklavenhandels, verbot Menschenopfer und die fürMänner und Weiber gemeinschaftlichen Bäder u. s. w Ihm folgte Antonin derFromme.

Hadschi, bei den Türken, die allen freien MoSlcmin beiderlei Geschlechtsim Koran zur heiligsten Pflicht gemachte Wallfahrt nach Mekka. Sie soll wenig-stens einMal von ihnen vollbracht werden. Dann heißt Hadschi auch Derjenige,der eine solche Wallfahrt nach Mekka gemacht hat oder sie gegen Bezahlung fürAndre macht, welche sie selbst nicht unternehmen mögen. Wegen der auf diesenReifen gewöhnlichen Ausschweifungen stehen diefe Hadschi in keinem guten Ruse.

Hasen, ein Ort, wo ein Schiff am Meeres-oder Flußufer in Sicherheitliegen kann, in Folge der Lage des Orts, der Dämme, welche den Hafen ein-schließcn, sowie des LeuchtthurmS und der Ketten, womit ec versehen ist. In denHäfen müssen Krahne und Hebezeuge zur Aus - und Einschaffung der Waaren beider Hand sein, und jedes Schiff einen bequemen Landungsplatz haben, zum Zugangfür die Mannschaft. Daher hat ein Hafen hin und wieder Brücken und Dämme.Ist der Hafen nicht überall von gleicher Tiefe, so legt der Hafenmeister die tiefge-henden Schiffe dahin, wo der Hafen am tiefsten ist. Ein Hafen bedarf Werste,Docken und Zimmerplätze zu Bauten und Reparaturen der Schiffe, Speicher undPackhöfe für Waaren, Werkstätten und Wirthshäuser zur Annahme der Seeleute.

Hass, ein veraltetes Wort, welches das Meer, wie auch einen ansehnli-chen Theil desselben bedeutet, und nur noch als Eigenname einiger großen Buch-ten der Ostsee vorkommt. 1. DaS frische oder stettincr Haff in Pommern, wel-ches in das große und kleine Haff zerfällt und die Oder u. aufnimmt-, 2. dasfrische Haff bei Pillau, in welches sich die Nogat (ein östlicher Arm der Weichsel)und der Pregel ergießen; 3. das kucische Haff, in welches der Memel, auch Nie-men genannt, mit zwei Armen (der Gilge und Russe) mündet.

Hafiz (Mohammed Schems-eddin), einer der berühmtesten und anmu-thigstcn Dichter Persiens, geb. im Anfänge des 14. Jahch. zu Schiras, widmetesüh der Theologie und der Rechtskunde, welche Wissenschaften bei den Moham-medanern eng verbunden sind. Der Zuname Hafiz wurde ihm bcigelegt, weil erden Koran auswendig wußte. Er zog eine unabhängige Armuth als Derwisch demHvflcbeu, zu dem man ihn oft einlud, vor, wurde in der Folge selbst Scheich,oder Vorsteher einer Brüderschaft von religiösen Asteten, und starb 1389. SeinGrabmal befindet sich bei Schicas und wird gegenwärtig auch von frommenMoslemin mit einer Art von Verehrung besucht. Seinen lyrischen Gedichten, indenen er mit Anmuth und Feuer, aber auch nicht selten mit kühner Ausgelassenheitvon Wein, Liebe und Wollust singt, wird nach fast übereinstimmender Meinung einmystischer Sinn beigelegt. Fcridun, Sururi, Sudi u. A. haben sich bemüht, ihrengeheimen Sinn zu erörtern. Erst nach Hafiz's Tode wurden feine Oden und Ele-gien in einen Divan gesammelt, welcher vollständig in Calcutta 1791 persisch ge-druckt und von I. von Hammer ins Deutsche übersetzt worden ist (2Thle.,Stuttg.181215).

Hagedorn (Friedrich von). Dieser liebenswürdige Dichter war d. 23. Apr.1708 zu Hainburg geboren. Er las auf dem Hamburgischen Gymnasium di« Al-ten, aber auch die Neuern, und gewann besonders die Ausländer lieb. Von 1726bis 1729fludirte er in Jena die Rechte, gab auch schon 1729 die erste Sammlungs. Gedichte heraus und ging dann nach London, wo er bei dem dänischen GesandtenPrivatsrcretair ward. 1731 kehvte er durch Brabant und Holland nach Hamburgzurück und wurde 1733 als Secretair bei dem englischen Court in-Hamburg an-