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Habsucht Hackcrt
denkt immer" sprach er beim Abschiede zu seinen Söhnen, „daß die Grafen vonHabsburg ihren hohen Ruhm nicht durch Betrug, Ubermuth und Selbstsucht er-worben haben, sondern durch Muth und Aufopferung für das gemeine Beste.Folgt ihr diesem Beispiele, so werdet ihr die Güter und Würden eurer erlauchtenAhnen erhalten, ja noch vermehren!" Als er zu Akkon (St.-Jean d'Acrc) landete,war schon Waffenstillstand mit den Saraccnen geschlossen; bald nachher starb er,ein Opfer des Klima (1240) zu Askalon. Ec hinterließ 3 Söhne: Rudolf, Al-brccht und Hartmann. Albrecht, der Kanonicus zu Basel war, und Hartmann wur-den von Rudolf überlebt. Dieser Rudolfvo n Habsburg (s. d.) ward der Stif-ter des östr. HauseS, das jetzt noch in der Linie von Habsburg-Lolhringen auf Ost-reichs Kaiser- und Ungarns und Böhmens Königsthrone blüht. Die Veste Habs-burg blieb fast 150 Jahre nach Rudolfs Erhebung zum römischen Könige ein Be-sitzthum des Hauses Ostreich. Als aber Herzog Friedrich von Ostreich wegen seinerAnhänglichkeit an den Papst Johann XXlIl. in Acht und Bann gethan wurdeund einen großen Theil seiner Besitzungen verlor, da siel die Veste Habsburg anden Canton Bern. Noch sieht man ihre Trümmer auf dem Wülpelsbcrge.
Habsucht ist die unersättliche Begierde, das in seinen Besitz zu bringen,was Genuß verspricht. Sie ist also eine Leidenschaft, welche die Gegenstände desEigenthums betrifft, der Genuß aber, welchen dieselbe im Auge hat, ist nicht diebloße Vorstellung des Eigenthums, wie beim Geiz; ec liegt vielmehr in der Thä-tigkeit des Erlangens selbst, in der Benutzung und Anwendung, und es kann derHabsüchtige daher sogar Verschwender sein. Hieraus leuchtet die große Verschie-denheit zwischen Habsucht und Geiz ein; und wenn man daher im allgemeinen undunbestimmten Sinne Geiz überhaupt das leidenschaftliche Streben nennt, mehr zuhaben als man bedarf, so ist doch der Geiz im engen Sinne, welchen Einige mitKargheit gleichbedeutend setzen, mehr passiver, die Habsucht mehr activer Natur;jener will zunächst erhalten, sich im Besitze behaupten, und wenn er mehr wünschtalser besitzt, cs nur besitzen, ohne cs auch anzuwenden; diese will zunächst ihrenWirkungskreis erweitern, um ihre Kraft, Gewalt zu üben, oder den Besitz aufirgend eine Weise anzuwenden. Der Geiz gibt nicht gern; die Habsucht nimmtsich gern. Der Geiz ist immer mit Furchtsamkeit, Ängstlichkeit verbunden, dieHabsucht ist kühn, gewaltsam, öffentlich, vornehmlich wenn sie sich mit Herrsch-sucht verbindet und fremdes Eigenthum an sich reißt, um damit die Diener ihrerMacht geneigt zu machen. Der Jüngling pflegt mehr habsüchtig zu sein als derGreis; dieser aber ist mehr als jener zum Geiz geneigt. Da die Thätigkeit des Er-langens verschieden sein kann bei der Habsucht, so kann man auch dieErwcrb-sucht, welche sich der rechtlichen Mittel bedient, Etwas in Besitz zu bringen, unddie Gewinnsucht, welche auch unerlaubte anwendet, und vorzüglich vomGlück ihr Heil erwartet, ja sogar die B cttclsu ch t, welche durch den Schein derBedürftigkeit Etwas zu erlangen sucht, als Arten der Habsucht anschen.
Hackbord, der äußerste oder oberste Theil am Hintertheile eines Schiffes,der gemeiniglich aus Bildhauerarbcit oder Schnitzwcrk besteht und die sinnbild-liche Figur trägt, von der das Schiff den Namen führt. Auf dem Hackbord fah-ren, heißt, dicht hinter einem andern Schiffe fahren.
Hackcrt (Philipp), geb. zu Prenzlau in der Ukermark 1737, gcst. den28. April 1807 zu Florenz, und begraben auf dem protestantischen Kirchhofe zuLivorno, Landschaftmaler; Sohn und Enkel eines Malers. Auch seine jüngernBrüder, Johann (gcst. zu Bach in England 1779), Wilhelm, Schüler vonMengs (gest. 1780 in Rußland), Karl (gest. zu Lausanne um 1800) und Georg,Kupferstecher (gcst. 1805 zu Florenz), zeigten nicht gemeine Talente, wenn siegleich nicht an unfern Philipp reichten. Philipps Liebe zur Kunst ward durch dieUmstände sehr- begünstigt. Nachdem er als Knabe bei seinem Vater Blumenstückc