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5 (1830) H bis Jod
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6 Habsburg

tcn aufknüpsen ließ und die ulte habessinische Religionsverfassung Hersteller. Seit-dem haben die Missionnairc der Katholiken in Habcsch ihren Eifer meist mit demLeben büßen muffen, und die bis ans Ende des vorigen Jahch. fortgesetzten Ver-suche der römischen Propaganda, die Habcssinier zu bekehren, sind fruchtlos ge-blieben. Dagegen hat sich ein abhängiger Staat der Juden im Westen von Ha-besch auf der rauhen Bergkette von Samen am Smaragdengcbirge seit den ältestenZeiten behauptet. Sie nennen sich Falaschas, d. h. Exulanten, ihren StaatFalasjan, und haben ihre besondere Rcgierungsform, bei der sie vom Negus gegengewisse Abgaben geschützt werden; aber nicht mehr eigne Könige. Bruce fand da-selbst einen jüdischen König Gideon und eine Königin Judith; die Bevölkerungan streitbaren jüdischen Männern gibt er aus 100,000 an. S. Henry Salt'sVöllige to ^b^sisinia in tlio ^ear» 1800 anck 1810" (Lond. 1814, 4 ). Saltbegleitete den Lord Valentin. Ich

Habsburg. An dem rechten Ufer der Aar, im jetzigen Eanton Aargau, er-baute Werner, Bischof von Strasburg im 11. Jahch., mitten unter steilen Felseneine starke Veste und nannte sie Habsburg (Hahichtsburg). Werner war einEnkel von Guntram dem Reichen, Grafen von Elsaß und Bccisgau, der ein Spröß-ling von Ethico I., Herzog von Alemannicn und Elsaß, aus dem 7. Jahch. gewe-sen sein soll. Kanzelin, Graf von Altenburg, Guntrams muthmaßlicher Sohn,war Werner s Vater und residirte im Mittelpunkte seiner Güter, unweit Win-disch, dem Hauptorte der ehemaligen römischen Eolonie Vindonissa. Radbot,Werner's Bruder, besaß die Grafschaft Klettgau, und hatte Jda, die TochterGerhards III., Grafen von Elsaß-und Lothringen, zur Gemahlin; sein SohnOtto starb 1046 ohne Erben; so ward Werner alleiniger Besitzer der sämmtli-chen Familiengüter. Er zuerst hieß Graf von Habsburg und nannte sichGründer des Schlosses Habsbucg", wie dies die Eingangsworte der Stiftungs-Urkunde über die Abtei Mury beweisen, welche von ihm hercührt. Heirathen,kaiserliche Schenkungen vergrößerten dies Besitzthum; dadurch, daß die Grafenvon Habsburg Anwälte, Beschützer der Abteien, Vogteien und benachbarten Can-tone waren, gewannen sie einen mächtigen Einfluß aus die öffentlichen Angelegen-heiten. Albrecht III., Werner's Urenkel, besaß große Güter in Schwaben, El-saß, im Aacgau, und erhielt die fürstliche Würde, als er den Titel eines Land-grafen v. Oberelsaß annahm. (Diesen Titel führten alle Nachkommen Albcechts !1l.von der habsburgischen und östceich. Linie. Elsaß war damals in die obere undniedere Landgrafschaft getheilt; jene hieß zuweilen Sundgau, die letztere Nord-zau.) Sein Sohn, Rudolf, erwarb hierzu noch die Reichsstadt Lauffenburg amRhein und andre Strecken, denn er war Vogt von Uri, Schwytz und Unterwal-den; doch wurde ihm dies Vogtthum 2 Mal, theils gänzlich, theils bis auf Un-terwalden entrissen, aber Kaiser Friedrich tl., der ihn bestimmte, jenem Vogt-thume zu entsagen, gab ihm dafür die Grafschaft Rhcinfcldcn zur Entschädigung.Seine beiden Söhne, Albrecht und Rudolf, theilten nach ihres Vaters Tode(1232) seine Güter; auf Albcechts Antheil fielen das Schloß Habsburg und Gü-ter im Aargau und Elsaß; Rudolf erhielt Ländereien im Vreisgau und die Graf-schaften Klettgau, Rheinfclden und Lauffenburg; ec war das Haupt der Habs-burg - lauffenburgischen Linie. Beide führten den Titel Landgrafen von Elsaß;als Rudolf starb, ward dieser Titel ausschließliches Erbe der Nachkommen Al-brechts IV. Durch seine Gemahlin, Hedwig, Tochter Ulrichs, Grafen von Ky-burg, Lenzburg und Baden, der von den Herzogen von Jähcingen abstammte,war Albrecht IV. auch mit Kaiser Friedrich II. verwandt. Unter diesem Kaiserfocht er in Italien und zog als Kreuzfahrer gen Palästina. Seinen Bruder Ru-dolf setzte ec zum Vormund über seine Kinder, schloß Frieden mit seinen Nach-barn, und schiffte sich, von 30 Baronen begleitet, zu Marseille ein.Be-