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Lymphatisches System Lyon
Lymphatisches System. Da in allen Theilen des thierischen Körpersein fortdauernder Stoffwechsel vorhanden ist und fortwährend neue Masse sich bil-det, so muß die frühere zerstört und wcggelcitet werden. Dies geschieht vorzüglichdurch die Resorption oder Aufsaugung. Ferner befinden sich in den zur Ausschei-dung bestimmten Flüssigkeiten, z. B. im Urin, noch Stoffe, welche für den Orga-nismus nützlich sein können; auch diese werden wieder aufgesaugt. Endlich wer-den aus dieselbe Weise auch Stoffe aus der Außenwelt, theils mittelst der Haut,theils aus dem Chymus im Darmcanale ausgenommen. Alle diese Verrichtungenwerden von besondern Gesäßen vollzogen, welche u. d. N. der lymphatischen Ge-säße bekannt sind. Nur diejenigen von ihnen, welche die Stoffe aus dem Chymusauffangen, heißen Milchgesäße laeten «Iiplikera). Alle diese Gefäße, welchevon jedem Punkte des Körpers ihren Ursprung nehmen, sich vielfältig mit einanderverbinden und überhaupt sehr zahlreich sind, endigen sich endlich in einem gemein-samen Stamme («Inetru? tlioraoion«), welcher, aus der vordem Flache der Rücken-wirbel befindlich, in die Höhe steigt und sich meistens in die sulml.-ncka -Uni-«tr-r endigt; in einzelnen Fallen ist noch ein andrer Stamm vorhanden, der sichin die rechte venn suliclavia endigt. Andern Untersuchungen zufolge sollen ein-zelne Äste sich auch in andre Venen ausmünden. Alle diese einzelnen Gesäße be-greift »ran u. d. N. des lymphatischen Systems, wozu auch noch an vielen Stel-len kleine, runde Drüsen (Alnmlulno conAlobatae) kommen, durch welche dieLymph- und Milchgesaße, sich zerastelnd, hindurchgehen, und welche auch mit Ner-ven und vielen Blutgefäßen versehen sind. Unter den Achseln, am Halse und irrden Weichen fühlt man sie deutlich, weil sie unmittelbar unter der Haut liegen. Inden Lymphgefäßen befindet sich eine Wasserhelle, gerinnbare, gesalzene, ein wenigklebrige Flüssigkeit, welche Lymphe genannt wird, und die sich durch Eiweißstoff,den sie enthält, auszeichnet. Sie ist das Product der Ab- und Resorption.
Lynceus (LinkeuS), s. Danaidcn.
Lyon, Hauptstadt im Depart. der Rhone, nach Paris die wichtigste Stadtin Frankreich, liegt in einer mit Bergen umgebenen Ebene, mit schönen Gartenund Landhäusern, am Zusammenflüsse der Rhone unfl Saone, welcher letztereFluß durch einen Theil der Stadt fließt. Sie hat 4 Vorstädte, 49 Kirchen, 7Brücken, darunter die Guilloriörc mit 20 Bogen, enge, winklige Straßen, gegen8000 von Stein meistens gutgebaute Häuser, zum Theil von 4, 5, ja 7 Stock-werken, 10 schöne Plätze, darunter der Bellecour-, jetzt Königsplatz, welcher einlängliches Viereck von 450 Schritten Lange und 225 Schritten Breite bildet, undder Platz Tcrreaux, auf welchem zur Revolutionszeit viele Hinrichtungen geschahen,und 160,000 Einw., in der Revolution 130,000. Die Domkirche ist reich anGemälden, welche der Cardinal Fesch derselben geschenkt hat; das vormalige Je-suitencollcgium, eines der schönsten Gebäude der Stadt, enthalt das Lyceum miteiner Bibliothek; durch die Bauart zeichnen sich aus die Kirchen St.-Nizier undSt.-Just; so auch durch ihre Einrichtung das Zeughaus, das größere Theater unddas allgemeine Krankenhaus I^otre Dame cke pitie. Lyon hat eine Akademie mitdrei Facultäten, ein Lyceum, eine medicinische Gesellschaft, eine Thicrarzneischule(die älteste von allen); eine 1825 gestiftete literarische Aeaäemie prov'meiale mitdrei Classen, zwei Bibliotheken von 120,000 Bdn. (s. Delandine: „Namiscrits<Iv la bibliotll. <IoI,pon"(3 Bde.). Das Lokal der Stadtbibliothek ist vielleicht dasschönste in Europa); ein Museum der Alterthümer, eine Gemäldegalerie, einNa-turaliencabinet, einen botanischen Garten mit mehr als 2000 ausländischen Pflan-zen und eine Sternwarte. Im Museum des palaiz «In oammerco et «I«8 art»werden Mosaiken aufbewahrt, die man 1820 bei Lyon ausgcgraben hat. Lyonist wegen seines Handels — nächst Paris ist daselbst auch der stärkste Buchhandel— und wegen seiner Seidensabriken berühmt, die aber nicht mehr so anseknlich