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6 (1830) K bis L
Entstehung
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Lahyre

nach Paris und übergab der Regierung ein Memoice. Wirklich wurde, auf oesscanz. Gesandten Verwenden in Bern, allen Waadtländern Amnestie gewahrt, je-doch mit Ausnahme derer, die durch Schriften die Unruhen im Waadtlande ange-stiftet hatten; und so blieb L. davon ausgeschlossen. Noch mehr dadurch gereizt,ließ er neue Pamphlete im Druck erscheinen, und übergab endlich 1787 dem stanz.Direktorium eine von 22 ausgewanderten Patrioten der Waadt und Freiburgsunterzeichnete Bittschrift, worin die Ausübung der 1565 durch den Vertrag vonLausanne festgestellten Gewährleistung von Frankreich begehrt wurde. Dem zu-folge ließ das Directorium den Beschluß vom 6. Nivose ergehen, welcher die waadl-ländischen, sich auf die Rechte ihres Volks berufenden Bürger unter Frankreichsunmittelbaren Schutz stellte. Dieser Gewaltschritt rief die Revolution der Eidge-nossenschaft hervor, und unter L.'s Mitwirkung ward die helvetische Republik ein-gerichtet. Aber bald zeigte sich, in welche Übel dadurch die Schweiz gestürzt worden.L. trat ins Directorium, und verfolgte, der öffentlichen Stimme zum Trotz, seinSystem mit der größten Hartnäckigkeit und unter den schwierigsten Verhältnissen,bis ein Beschluß der gesetzgebenden Rathe das Directorium auflöste. L. ging inseine Heimath zurück, wo man sich begnügte, ihn unter Aufsicht zu stellen. In-deß bewahrte er auch nach seinem Sturze, bei Freunden und Feinden, den Ruf derRedlichkeit. Er war im Begriff, Lausanne, wo er lebte, zu verlassen, um sichnach Paris zu begeben, als ihm der Zufall einen, mit dem Namen des General-stcretairs Mousson unterzeichneten Brief in die Hände führte, in dem von einerVerschwörung gegen den ersten Consul Bonaparte, der in Italien Melas gegen-überstand, die Rede zu sein schien. Wahrscheinlich war der Brief untergeschoben,entweder um L. oder die Regierung in Unannehmlichkeiten zu verwickeln; aber dieÄhnlichkeit der Handschrift täuschte ihn. Er übergab ihn dem Gerichte, worauf diegesetzgebenden Räthe Mousson's und Laharpe's Verhaftung befahlen. Man ver-siegelte seine Papiere, verhaftete ihn am 2. Juli 1800 und führte ihn nach Bern.Diese Schmach schien ihm unerträglich, und er entging ihr durch die Flucht. Bonn-parte empfing ihn in Paris mit einem Ton, aus dem hervorleuchtete, wie sehr ergegen ihn eingenommen sei; seine Ideen fanden nicht Eingang. Seitdem lebte L.auf seinem Landhause, Plessis-Piquet bei Paris, machte 1801 eine Reise nachRußland und kehrte 1802 mit Beweisen der Achtung seines kaiserl. Zöglings zurück.1814 besuchte er denselben in Paris und wurde zum russ. General ernannt. Beimwiener Friedenskongreß war er für die Unabhängigkeit der Eantone Waadt undAargau und oeren Trennung von Bern sehr thätig. Er lebt seitdem in seinem Va-terlande als Privatmann, aber in hoher Achtung seiner dankbaren Mitbürger. Ineinem Briefe (Lausanne 25. Juli 1829, imKlobo") widersprach er der Behaup-tung des Predigers Empeyta; (in dervolles nur l'b'.mp. -Ilex."), daß Frau vonKrüdener die heil. Allianz bewirkt habe.

Lahyrc (eigentlich Etienne Vign oles), ein tapferer Ritter Karls VII.von Frankreich und treuer Gefährte des Mädchens von Orleans. Den Haß gegendie Engländer, welche damals Frankreich verwüsteten, hatte L. gleichsam mit derMuttermilch eingesogcn, denn der Wohlstand seiner einst reichen und angesehenenFamilie war, wie so vieles Andre, durch diese Feinde seines Volks zerstört worden.Als 1418 Eoucy durch die Verräthcrei der Geliebten des Commandanten an dieBundesgenossen der Briten, die Burgunder, überging, stellten L. und der nichtminder tapfere Peter de kkaintrailles sich an die Spitze der noch übrigen Besatzungund führten die kleine Schar glücklich durch ein mit Feinden bedecktes Land, unterbeständigen Gefechten. Nachdem L. in Valois und in der Champagne mehreglänzende Ritterthaten vollbracht hatte, eilte er dem bedrängten Orleans zu Hülfe.Von der Regierung dieser Stadt an den Dauphin (Karl VII.) gesendet, um Un-terstützung von diesem zu erbitten, fand er den schwachen, und genußsüchtigen Für«