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Lackireir
zrrrmiji), welches die durch Klopsen von der Pflanze getrennte» und zertheilte» Zel- klen sind (Körnerlack); 3) in Platten oder Tafeln, wie der Leim (<lui»l»ii.,v>e >u itntnili«), eine Gestalt, welche die Indianer dem Lack durch Schmelzen und Gießeni» Formen ertheilten (Schellack). Im Kleinhandel kommt der Lack nur in den bei- )den letzten Formen, am häufigsten als Platt- oder Schellack vor. Ehemals scheintder Gummilack in Europa den Hauptbestandtheil der Lackfirnisse ausgemacht zu ^
haben, jetzt braucht man ihn vorzüglich zur Bereitung des Siegellacks, und aus j
dem Plattlack macht man die sehr gebräuchliche Lackpolitur, womit die Tischler ^
und Drechsler ihren Erzeugnissen durch Einreiben einen vortrefflichen und dauerhaft -
tcn Glanz zu geben wissen. — Die Chinesen sollen ihren Lacksirniß aus dem har- s
zigcn, glänzend-schwarzen Safte des Augffa obiucisin Imnr., mit dem Ol aus i
den Früchten der Vermein inuntnnn l-uur. vermischt, bereiten. Noch weit mehr ?
aber schätzt man den japanischen Lack (Lacksirniß), nach Thuuberg'S Nachrichten aus l
Ii.Iiu>i vernix durch Einschnitte in die Rinde gewonnen und zum Gebrauche mit j
dem Öle der LiAuonin tvmeiito»» vermischt. — Die neuere Lackirkunst der Euro- ?
päer unterscheidet zwei, nach den Lösungsmitteln benannte, Hauptgattungcn von !
Lacksirnissen, deren sie sich zu verschiedenen Zwecken bedient, nämlich die Wein- l
geistfirnisse (Spirituslacke) und Öllacksicnisse (Ölfirnisse, Öllackc). Bei der erstem f
Gattung sind die Bestandtheile verschiedene, in einem bestimmten Verhältniß zu- §
sammcngesetzte Baumharze. Dahin gehört z D. der Sandacak (Wachholderbaum- - >harz), der Mastix (vom Mastixbaumc), der gemeine und besonders venerische Tcr- ipenthin (ein weiches Harz oder Balsam, jener vom Tannen-, dieser vom Lerchen- Ibäume), dessen man sich als geringen Zusatz, zur Milderung der Sprödigkeil der -
übrigen Harze, bedient; das Elemiharz, welches zu gleichem Zweck zugesetzt wird; !
Gummilack (in Körnern oder Tafeln), auch Kolophonium (Geigenharz, aus Ter- l
penthin bereitet), Weihrauch, Ou»m,i .niimne u. s. w. Das Lösungsmittel (Ver- !
flüsstgungsmittcl) aber zur Bereitung dieser Lacksirnißgattung ist höchstrectisicirtcr jj
Weingeist (Alkohol). Die Lösung geschieht in (Arznei-) Glasern, deren Mün- l!
düng mit Blase verbunden und diese mit einer Nadel durchstochen wird, in anfangs s
gelinder, später aber bis zur Sicdhitzc verstärkter Wärme. Die Ölfirnisse theilen l
sich wieder in fette und ätherische Ölsirnisse. Zu den fetten Firnissen nimmt man f
Erdharze (die in Weingeist nicht lösbar sind), besonders Bernstein und Kopal, v
welche, geschmolzen, mit einem fetten Öle, am besten mit dem zu Malersirniß lbereiteten Leinöle (s. Firniß), vermischt werden. Bernstein- und Kvpallack gebendie dauerhaftesten Lackirungen, welche, nach dem Poliren, die bekannte Probebestehen, nämlich sich nicht mit dem Nagel ritzen lassen. Diese Festigkeit unddaher die Güte eines fetten Lacksirnisscs dieser Art hängt von dem kunstmäßigenSchmelzen der genannten Erdharze ab, welche dabei leicht geröstet (in gewissemGrade verbrannt) werden, und dadurch in gleichem Grade an Festigkeit verlieren,was sich durch das Dunkelwerden ihrer Farbe ankündigt. Je weniger also die Erd-harze beim Schmelzen ihre Farben verändern oder gebräunt werden, desto besser ist s
es. Man hat zu diesem Behuf zweckmäßige Vorrichtungen erfunden. Der ge- >
schmolzene Bernstein oder Kopal wirv allmalig mit dem heiß gemachten Leinöl ineinem bestimmten Verhältniß vermischt, und man gießt zuletzt, zur Verdünnung,Terpenthinöl, ebenfalls heiß, aber mit Vorsicht (nur wenig aus ein Mal) zu, weilsich der Firniß dabei leicht entzündet. Die Kopalsirnisse werden, wegen ihrerHellern Farbe oder großem Durchsichtigkeit, auch stärker» Glanzes nach dem Auf-tragen, höher geschätzt als die Bernstcinsirnisse. Beide werden vorzüglich zum Lacki-ren der Blech - und Papiermachöwaaren benutzt. Durch das Trocknen in starkerHitze, z. B. eines Lackir- oder auch Backofens, erhalten die Lackirungen die zum >
Schleifen und Poliren nöthige Härte. — Der Kopal ist auch im Weingeist lös- !
bar, aber schwer, wegen seiner erdharzigen Natur, und man hat entdeckt, daß '