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6 (1830) K bis L
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Lackircn

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Lächerlich

? ä ch c rli ch, ursprünglich Das, was Luchen erregt. Das Luchen ist einekonvulsivische Äußerung dcS Menschen, welche im Zustünde der Lust und Freudewie in dem der Verzweiflung und des bittern Spotts über menschliche Verhältnisseeintritt. Ersteres ist ihr gewöhnlicher Ursprung; weßhulb auch dus Lächerliche nuruus dus Luchen der Lust und Freude bezogen wird. Indessen unterscheidet mun nochdus Belichte, oder Dus, wus Einem oder dem Andern lächerlich ist, von dem Be-luchcnswerthen oder dem Lächerlichen im engern Sinne. Letzteres deutet auf einebesondere Beschaffenheit oder Beziehung der Dinge auf unsern Verstund hin. Duswirklich Lächerliche Hut, jener konvulsivischen Äußerung entsprechend, in einemschnellen Zusummcndenkcn und Zusammenwirken solcher Dinge seinen Grund, diemit ihrem Begriffe und Zwecke in einem unerwarteten, aber unschädlichen Wider-sprüche stehen, welchen mun anschaulich wahrnimmt. Hieraus ist erklärbar, warumdus Lächerliche nur am Menschen vorkommt, oder von diesem aus äußere Dingeübertragen wird. Denn dem Menschen ist unter allen uns bekannten Geschöpfenallein das Vermögen der Begriffe und Zwecke eigenthümlich. Aber das Lächerlichedarf das sittliche Wesen des Menschen nicht verletzen, oder schädlich sein, weil danndus reine Lustgefühl aufgehoben werden würde, welches mit dem Lächerlichen inVerbindung stehen soll. Wo also das Lächerliche das Gebiet des Sittlichen berührt,du muß vielmehr diejenige Seite herausgehoben werden, wodurch die Handlung alsunverständig und ungereimt erscheint. Anschaulich muß sich jener Widerspruch desUngereimten zeige» und aus Willkür gegründet sein, denn so tritt der Irrthumspielend hervor; auch liegen Irrthum und Wahnsinn außer der Sphäre des reinLächerlichen. Endlich ist das Lächerliche um so belustigender, je überraschender eshervortritt, weil eS tun so mehr und schneller den Geist thätig beschäftigt. Abernicht immer und nicht bei jedem Individuum weckt das wahrhaft Lächerliche dasLuchen, oft nur das sanftere Lächeln der Fröhlichkeit oder die innere, ungcäußericFreude, je nachdem es in seiner Darstellung mit dem Sinnreichen und Witzigenverbnndenist, odernicht. (Vgl. Komisch.)

Lachcsis. s. Parzen.

Lachter (Berglachter, Klafter), das Maß, nach welchem gktpöhn--lich in den Bergwerken gemessen wird. Es beträgt ungefähr 7 8 Schuh und zer-fällt in 80 Zoll. Lachterschnur oderLachtcrkctte ist eine Kette, aus u»-geglühkem Messingdrahte (der sich nicht zieht) geflochten, 5 6 Lichter lang, wel-che beim Bergbau zum Maße dient.

Lackircn, die Kunst, eine Auflösung von harzigen Substanzen, Firniß,Lucksicniß genannt, auf allerlei Gcrathc aufzutragen, welcher Auftrag durch Ab-trocknen fest, hart und glänzend wird und dann durch Poliren oder Schleifen zueiner noch feinern Oberfläche behandelt werden kann. Die Chinesen, Tunkincscnund Japaner hatten es sehr früh zu einem hohen Grade der Vollkommenheit in die-ser Kunst, welche die Engländer daher oaS Japane» nennen, gebracht. Der NameLack ist jedoch ursprünglich persisch, und bedeutet eine jede, besonders glänzendeund rothe Farbensubstanz. In engerm Sinne bezeichnet dieses Wort einen roth-braunen, verhärteten Pflanzenschlcim, welcher die Eigenschaften eines Gummiund Harzes in sich vereinigt; denn es theilt dem Wasser zwar, wie ein färbendesGummi, seine Farbe mit, löst sich aber nur in Weingeist und Ölen vollständiguns. Der Lack, auch Gummilack genannt, entsteht durch den Stieb der Gummi-lackschildlaus (Oueoun l-,inn.)auf den Blättern verschiedener indischer Baume,besonders des k'ioiis idiFivs.n und imlicm, auch des Aienpiiu» ftidnta. Anfangsein milchartiger Schleim, welcher das Insekt umgibt, wird diese Substanz durchden Einfluß der Luft und des Lichts hart und rothbraun. Im Handel kennt manden Lack unter dreierlei Gestalten: 1) Die Zweige mit den unversehrten Zellennennt man Stocklack (Oumniilavk in baeulis); 2) in Körnern (Oiiinmilaole in