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6 (1830) K bis L
Entstehung
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370 Kutter Kutusoff

sich gemeinschaftlich bedienten, wie aus einem Bliese erhellt, in welchem er sein Aus-bleiben bei einem Freunde damit entschuldigt, daß seine Gemahlin die Kutsche ge-braucht habe. Der Marschall Bassompierre brachte 1599 aus Italien die ersteKutsche mit Glasfenstern nach Frankreich, und 1658 waren schon 520 Kutschen inParis, deren Zahl nun immer höher stieg. In England flüchtete schon 1360 dieMutter König Richards I I. in einem solchen Fuhrwerke, welches man Wirlicotesnannte, aber erst 1580 unter der Königin Elisabeth kamen die eigentlichen Kulschen aus Deutschland nach England und waren daselbst 1605 bereits allgemein.In Schweden soll die erste Kutsche in der letzten Hälfte des 16. Jahrh, gesehen wor-den sein. In der Schweiz waren sie 1650 noch eine Seltenheit.

Kutter, bei den Engländern ein kleines Fahrzeug, etwas breiter als eineSchaluppe gebaut, auch beinahe ebenso betakelt, doch mit einem hohem Mast undeinem gerade lausenden Boogspriet oder einem solchen, der gelegentlich auss Verdeckgelegt werden kann, und mit mehren und größer» Segeln versehen. Diese Fahrzeugesind besonders schnelle Segler und gehen sehr lief i>» Wasser; daher auch ihr Name,von tu out, schneiden, durchschneiden. Sie führen 68 Kanonen und haben bis30 Soldaten.-- Kutter heißt auch eine Art Boote der Linienschiffe.

Kutusvff(Golenisschtscheff Kutusoff, Fürst Smvlcnskoi), russischer Feld-marschall, geb. 1745, trat 1759 in Dienst. Er focht in Polen 1764 -69 unddann gegen die Türken unter Rumjänzoff. Die Festung Sehiumla wurde von ihmerstürmt, und später trug er viel zur Bezwingung des Rebellen Pugatschcff bei.

1788 war er bei der Eroberung Oczakows, nachdem er ein Jahr früher schon zumGeneralgouverneur in der Krim war ernannt worden. Bei der Belagerung von lOczakow ward er in der Gegend des rechten Auges verwundet. Mit dem Prinzen ^vonKoburg vereint, half er den Sieg von Fockschani erfechten und in dem merkwür-digen Kampfe von Rimnik, 31. Der. 1789, that er Wunder der Tapferkeit. Nach ,der Erstürmung Ismails unter Suworoff wurde er zum Generallieutrnant erhoben, ^und bei den nun bald erfolgenden Unterhandlungen mit der Pforte erwarb er sich kauch den Ruhm eines gewandten Diplomaten. 1793 ging er als Gesandter nachKonftantinopel, und in dem bald darauf eintretenden polnischen Kriege finden wir !ihn bei dem russ. Heere unter Suworoff, namentlich an dem blutigen Tage vonPraga (s. d.). Nach hergestellter Ruhe erhielt K. das Generalkommando von zKinnland; dann ward er von Paul zum Generalgouverneur von Lithauen ernannt, swo er mehre Jahre in Wilna lebte und ein Studium nachzuholen suchte, das er in jfrüherer Zeit hatte versäumen müssen. Eine kurze Zeit war er auf dem Gesandt- lschaftsposten zu Berlin, kehrte aber bald nach Wilna in sein Generalgouvernement Izurück. Dann wurde er Chef vom Eadettencorps und 1801 Generalgouverneurvon Petersburg. 1805 erhielt er, schon 60 I. alt, vom Kaiser Alexander den Ober >besehl des ersten russ. ArmeecorpS gegen die Franzosen. Er führte dasselbe gegen iden Jnn, traf daselbst aber erst nach der Eapitulation von Ulm ein, worauf er das skleine östr. Evrps des Generals Kicnmayec an sich zog und den ganzen Andrang des .franz. Heeres aufhielt. Auf dem rechten Donauufer, auf welches er überging,wurde er von den Franzosen lebhaft verfolgt, und mußte mehre Gefechte, namentlich ^den 18. und 19. Nov. das glückliche bei Dürnstein gegen den Marschall Morlier :bestehen. Der deutsche Kaiser schickte ihm bei dieser Gelegenheit das Großkrcuz des ^Maria-Theresienordens. Nachdem er sich hierauf mit den andern russ. Corps ver- ieinigt hatte, befehligte er unter dem Kaiser Alexander das verbündete Heer bei Auster- «litz, wo er verwundet wurde. In dem Türkenkcicge, welchen der Friede zuBucharesi1812 endigte, gab ibm Kaiser Alexander den Auftrag, den Kampfan der Donauzu beendigen, welche» der an einer Krankheit vcrstorb. Graf Kamensky II. durch ^s. Siege gegen Jnssuff Pascha und die Eroberung von Sllistria, Nustschuek, Gim rgewo und Sistowe bis 1810 ruhmvoll geführt harre. Nach jenem Frieden kehrte K.