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nach Rußland zurück. Hier erhielt er, 70 I. alt, den Oberbefehl des russ. Heersin dem russisch-franz. Kriege von 1812, welchen Barclay de Tolly nach den erste»rückgängigen Bewegungen abgegeben hatte. Nach der Schlacht bei Mosaisk be-folgte er einen neuen Kriegsplan. (Bgl. Russisch - deutscher Krieg.) ZurVerewigung seiner Siege erhielt er vom Kaiser Alexander den Beinamen des Smo-lenskers. Da er wußte, welches Schicksal den fliehenden Feind an den Ufern der Be-resiaa erwartete, so folgte er nur langsam, und der Feldzug war bereits beendigt, alser bei Wilna anlangte, wo er s. Kaiser empfing. Dieser Feldzug hatte K.'s Kräfteerschöpft; er stimmte nicht für das Überschreiten der Oder. Nachdem er noch ausKalisch am 25. Mär; 1813 die russische Proklamation, in welcher die Sache Euro-pas, Deutschlands und der allgemeinen Menschheit so beredt geführt war, erlasse»hatte, starb er zu Bunzlau am 28. April 1813 und ward als Held betrauert. DerKaiser ertheilte seiner Witwe eine Pension von 86,000 Rub. jährl., und nach deinTode derselben auch ihren 5 Töchtern. S. Kutusoff's Biographie in dem „.VlaAn/.biogr." des Hrn. v. Nicolay.
Kux (die Benennung jedes der 128Theile, in welche ein Bergwerk oder eineZeche sSchmelzhüites eingetheilt wird) soll aus der slawonischen Sprache abstam-men, wo KukuS ein Theil, und kuksen theilen heißt. Andre leiten diesen Namenvon einem Schneebcrger her, der Kux geheißen und die Eintheilung der Zechenzuerst aufgebracht haben soll. Zuweilen wird eine Zeche auch in Schichte getheilt,wo alsdann 32 Kuxe eine Schicht ausmachen. Vier Kuxe heißen ein Stamm, undfolglich machen 32 Stamm eine ganze Zeche aus. Ein Ecbkux (Erb - oder Acker-theil) ist ein solcher, welcher von Demjenigen, auf dessen Grund und Boden dasBergwerk liegt, frei gebaut wird und gewöhnlich aus 4 Kuxen besteht, wogegen aberder Grundherr verpflichtet ist, das nöthige Holz zu den Schachten, Gruben unoStollen, aber nicht zu denHäusern, Schmelz-und Kohlcnhütten unentgeltlich zu lie-fern. Ein Kux wird, wenn das Ganze in Gesellschaft gebaut und unter die einzelnenTheilnehmer vertheilt ist (Bcrgantheil), in diesem Falle zu den liegenden Gründendes jedesmaligen Besitzers gerechnet.
K u x h « ven, Dorf im Hamburgischen Amt Ritzebüttel am linken Ufer derElbmündung und am linken Ufer des Eanals von der Schleuse bis zum Leuchtthurm; dieser liegt 8° 4R 1" Ö. L. von Greenwich und 53° 52^ 21" N. V. AmÄafcndeich wohnen die Beamten und Lootsen dieses Nothhafens. Sie müssen, ihrerVerfassung gemäß, fortwährend ein Lootsenboot bei den äußersten Tonnen (Fahr-wasserzeichen) in See haben , um den in den Strom einlaufenden Schiffen unver-züglich Beistand zu leisten. Auf einem Steindamme geht man vom Deich bis zurElbe, die hier immer, sowol zur Zeit der Ebbe als der Flut, trübes, gelbes Wasserhat. Das jenseitige holsteinische Ufer kann man mit unbewaffnetem Auge nichtmehr entdecken; die äußerste Elbmündung (die sogenannte rothe Tonne) ist jedochmir 2 Seemeilen von Kuxhaven entfernt. Von hier aus findet eine regelmäßigePacketbootfahrt nach Harwich in England statt. Der Hafen ist sehr sicher, und diefreilich kostbare jährl. Reinigung verhütet seine Vcrschlämmung. Ein bloßer Fahr-weg trennt Kuxhaven voin eigentlichen Ritzebüttel. Nach der Sitte des Mittelalterstrieb die Familie derLappen vom hiesigen Schlosse und Hafen auS Sceräuberei durchBefehdung besonders der Hamburger Flagge; die Hamburger aber verjagten sie undlegten eine Besatzung hin. Im 14. Jahrh, eroberte die Stadt Hamburg das AmtNitzebüttel mitKuxhaven, um die Elbmündung unter beständiger Aufsicht zu haben,fügte jedoch zum Rechte der Eroberung den Titel des Kaufs. Die Bauern gehörenhier und in andern Theilen des Stadtgebiets zu den wohlhabendsten in Deutsch-land. Hier befindet sich eine Quarantaineanstalt und feit 1816 ein Seebad. DasBadehaus steht auf einer zwischen dem Meere und der Elbe gelegenen, von denWelle» bespülten Äiiyvhe neben dein Leuchtthurme. Eine halbe Stunde vomBade-
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