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war auch der Prinz Ernst seinen Ältern wiedergegeben. Leicht hatten K.'sGe-nossen auch für ihn Begnadigung ausbedingen können; sie hatten es jedoch ver-säumt, und so wurde K., der indeß nach Freiberg gebracht worden, nach einemkurzen Proceß, am 14. Juli daselbst mit dem Schwerte gerichtet. — S.Schreiter's „Geschichte des Prinzenraubes" (Lpz. 1804).
Kunz (Karl), (seit 1829) großherzogl. badischcr Galeriedirector in Karls-ruhe, geb. zu Manheim den 28. Juli 1770. Den ersten Unterricht im Zeichnenerhielt dieser ausgezeichnete Künstler bei Jakob Rieger; nachher studirte er die nie-dcrländ. Thier- und Landschaftsmaler und die Natur. In seinem 20. I. ging ernach der Schweiz, wo er 24 I. seine Studien fortsetzte. Neben Zeichnungen undÖlgemälden radirte er auch ein trefft. Blatt (im Verlage des H. Welten) nachA. van der Velde, wovon sich das Original in der dortigen Galerie befindet. 1795verhcirathete er sich in seiner Vaterstadt; in der Folge besuchte er die Galerien vonDresden, Kassel, München und Berlin und erhielt 1805 die Anstellung als bar-scher Hofmaler. Von 1808 an nahm er seinen Aufenthalt in Karlsruhe. K. gehörtzu den ersten Thier- und Landschaftsmalern unserer Zeit. Mit der richtigstenZeichnung verbindet er die glücklichste Auffassungsgabe und allen Zauber des Pin-sels. Seine Thiere leben und athmen, seine ländlichen Scenerien sind der Naturabgeborgt, und in seinem Colorit ist eine Klarheit und Harmonie, die Auge undGemüth zugleich festhalten. Sein Blatt in Aqua tinta: die pissende Kuh (nach P.Potter), wovon das Original aus Kassel nach Malmaison kam und jetzt in Peters-burg ist, ist nicht mehr in guten Abdrücken zu haben; daher ließ H. Velten in Karls-ruhe Kunz's Originalzeichnung 1830 lithographiren.
Kunzcn (Friedrich Ludwig Emil), einer der verdienstvollsten Tonsetzer un-serer Zeit, geb. 1761 zu Lübeck, wo sein Vater Organist und Musikdirector war,studirte 1784 in Kiel, wo er viel mit dem nachher in Paris verstorbenen Ecamecund mit Schulz zusammenlebte. Schon damals zeichnete er sich durch fertigesClaviccspielen, glänzendes und geschmackvolles Phantasiren und durch gründlicheEinsichten in der Composilion aus, welche letztere er sich durch eignen Fleiß erwor-ben hatte. In Kopenhagen, wohin er von Kiel gegangen war, und wo 1787 Schul;mit ihm zusammentraf, erwarb er sich immer größere Vollkommenheit in derEom-position, und componirte Gelegenheitsmusiken, in denen ein größerer Auswand vonKunst und Fleiß zu finden war, als man in solchen Musiken gewöhnlich antrifft.Sein erster theatralischer Versuch war die Oper „HolgerDanske" (odcr„Oberon")von Baggesen, welche 1789 unter Schulz's Leitung zu Kopenhagen aufgeführtund mit großem Beifall aufgenommen wurde. Schon in dieser Oper, in welcherdas Pathetische und Lyrische mit dem Hoch - und Niedrig-Komischen abwechselt,legte K. einen Beweis von seinem Urtheile und Gefühle, von seiner Kenntniß desTheatercffects und von seiner fruchtbaren Erfindung ab. Auf Schulz's Anra-then ging er im Juli 1790 nach Berlin, wo Reichard ihn mit offenen Armen auf-nahm. Bald nachher ward er bei dem neuerrichteten Nationalrheatec in Frankfurta. M. angestellt, wo er sich mit dem Geiste der Mozarl'schcn Werke bekanntmachte.Diesem Vorbild arbeitete er mit glücklichem Erfolge nach, sodaß sein „Winzer-fest", das er einige Jahre nachher, als Musikdirector bei der Schauspiclergesell-schast in Prag, auf das Theater brachte, den lautesten Beifall erhielt. Um dieseZeit geschah es, daß Schulz in Kopenhagen wegen Kränklichkeit um seinen Abschiedanhalten mußte. Da es der König ihm anheim stellte, einen Nachfolger zu ernen-nen, so schlug er K. vor, der auch an seine Stelle 1795 zum königl. dänischenEapellmeister ernannt und zum Ritter des Danebrogordens erhoben wurde.K. starb am 28. Januar 1817. Nebst mehren dänischen Opern (gedichtet vonBaggesen und von Sander), Singspielen, Eantaten und Oratorien, sind auch vonihm ein Hallelujah und mehre Elavierstücke und Lieder Vortheilhaft bekannt wurden.
Kupfer, ein Metall von eigenthümlich kupferrother Farbe, welche um >o