Kalkbrenner
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Massen, als Tropfstein, als Versteinerungsmittel. Die Farbe ist das Wasser-helle ins Gelbe, Graue, Grüne, Rothe, Braune und Blaue; Glas-und Perl-mutterglanz; durchsichtig mit ausgezeichneter doppelter Strahlenbrechung, bis durch-scheinend. Kalkspath erscheint in allen Zeiträumen der Bildung der Erdrinde, aufGängen und als Begleiter der mannigfaltigsten Stein - und Eczarten. Er dientals Zuschlag beim Eisenschmelzen und zu chemischem und pharmaceutischem Bedarf.2) Faser kalk erscheint tropfsteinartig, korallcn-, staudenförmig und derb; istschriee-und röthlichweiß, oder sehr verschieden gefärbt, und hat ein faseriges Ge-füge. Z)KörnigerKalk, parischer und caracischerMarmor. DerMarmor der Bildhauer und Steinmetzen, unter welcher Benennung man jedochmehre Abänderungen des Kalks begreift, wird, und seit ältester Zeit schon, aufmannigfache Weise angewendet, sowie man auch eine große Anzahl von Abände-rungen desselben unterscheidet. Der weiße und der einfarbige (sogenannte Statuen-marmor) dienen besonders zu Bildhauerarbeitcn; den buntfarbigen, den geflecktenund geäderten (den Architekturmarmor) wählt man für Säulen u. s. w. InGriechenland belegte man die Dächer von Tempeln und Palästen mit Marmor-platten; in Ägypten erbaute man Paläste aus Marmor; in Italien, in mehrenGegenden Deutschlands, am Harz, im Baireuthischen u. s. w., verarbeitet mandas Gestein zu Säulen, Gesimsen, Altar- und Tischplatten, Grabsteinen, Be-kleidungen der Wände, zu Urnen, Leuchtern, Dosen u. s. w. Ferner werden ausdem Marmor, auf den Schuster- oder Marmelmühlen, die bekannten Spiel-kugeln für Kinder bereitet. Die Vergleichung alter Monumente hat bestätigt, daßbehauener Marmor viel länger dem Einflüsse der Witterung widersteht, als Gra-nit. 4) Kalkstein, mehr oder minder reine, dichte Kalkmasse, gewöhnlich grau,jedoch auch in den verschiedensten andern Farben. Er bildet sehr bedeutende Ge-birgsmastcn in der Übergangs-, besonders aber in der Flötzzeit, wo er mehre For-mationen constituirt. Er dient besonders als Baustein, zur Verbesserung des Bo-dens, auf nassen thonigcn Feldern, als Zuschlag beim Eisenschmelzen, besondersaber gebrannt zur Anfertigung desMörtels. Das Brennen geschieht in freienHaufen, besser aber in Öfen, deren Bauart sehr verschieden ist. Man unterschei-det in dieser Hinsicht den fetten, magern und den hydraulischen Kalk oder Mörtel.Der erstere ist der schlechteste; es dauert lange, ehe er selbst an der Luft trocknet,an feuchten Orten und unter dem Wasser trocknet er nie; er wird aber viel ge-braucht, indem er viel Wasser und Sand annimmt. Besser ist der magere Kalk,welcher an der Luft sogleich trocken wird. Der hydraulische Kalk endlich trocknetan feuchten Orten und unter dem Wasser, und kann ohne irgend eine Vermengungangewendet werden. Eine Abänderung des dichten Kalksteins ist der lithographi-sche Stein, welcher zur Lithographie angewendet wird und besonders schön zu So-lenhvfen im Bairischen vorkommt. 5) Die Kreide ist eine theils weiche, theilslockere, theils ziemlich harte Kalkmasse von herrschend weißer Farbe, welche in derjüngsten Flötzpcriode bedeutende Gebirgsmassen bildet und als Baustein, zumSchreiben und Zeichnen, zum Tünchen der Häuser und Zimmer, als Malerfarbe,zur Anfertigung von Tiegeln, zur Verbesserung des Bodens u. s. w. angewendetwird. 6) Der Mergel ist ein Gemenge des Kalks mit Thon, auch mit Kieseloder mit beiden zugleich. Er wird besonders zur Verbesserung des thonigcn u>idsandigen Bodens, auch als Baustein angewendet. Minder wichtige Abänderun-gen des Kalks sind der Stinkstcin, der Rogenstcin, Erbsenstcin, Kalktuff, Tra-vertino, Julanit, Braunkalk, Schaumkalk, Schicferspath u. m. a. — Daschemische Zeichen des Kalks ist
Kalkbrcnncr (Friedrich), einer der größten jetzt lebenden Pianofortespie-ler, Sohn des Tonkünstlers Ch risti an K., der, 1755 zu Münder im Hanöver-