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Kalk
Kalchas
gefänguiß gebraucht wird. In Braunschwcig besteht »och jetzt ein Kalandsstift,dessen Mitglieder (Geistliche und Schullehrer) sich bei eintretenden Vacanzen durchfreie Wahl, ohne Einmischung einer höhern Behörde, selbst ergänzen, und gegendie Verpflichtung der regelmäßigen Beiwohnung eines kurzen sonntäglichen Gottes-dienstes gewisse Einkünfte an Geld und Naturalien beziehen.
Kalchas. Sohn des Thestor, Priester und Seher der Griechen zur Zeitdes trojanischen Krieges. Als sich im Hafen von Aulis die nach Troja bestimmteFlotte versammelte, und man durch Opfer vor der Abfahrt der Götter Segen er-flehte am Altar unter einem Ahorn, schoß unter dem Altar eine Schlange hervor,wand sich den Baum hinauf, fraß dort einen Sperling auf dem Nest mit 8 Jun-gen, und ward nun in einen Stein verwandelt. Der Seher weissagte nun den Grie-chen, daß Troja erst im 10. Jahre der Belagerung von den Griechen erobert werdenwürde. Er selbst begleitete das Heer nach Troja, und als dort während der Belage-rung die Pest die Griechen heimsuchte, erklärte er, dies sei Apollo's Rache, weilsie dessen Priester die Tochter Chryse'is geraubt hätten, die Agamcmnon zu seinerGeliebten erkoren hatte. Er riech den Griechen, Apollo durch Zurückgabe der Schö-nen zu versöhnen, und später die Erbauung des hölzernen Pferdes, weissagte auchdem Trojaner ÄneaS die Stiftung eines Reichs in Italien. Nach Kalchas's Todeweihte man ihm ein Orakel auf dem Hügel Drium in Daumen.
Kaleidoskop (Schönbilderzeiger), ein von D. Brewster in Edinburg er-fundenes katoptrisches Instrument. I» einem inwendig schwarz gefärbten Rohrevon willkürlicher Länge und Weite befinden sich 2 Spiegel, welche durch die ganzeLänge des Rohres reichen und in einen Winkel gestellt sind, der den vierten, achten,zwölften oder fechszehnten Theil des Kreises ausmacht. Das Ocularglas, unmit-telbar an den Spiegeln liegend, sowie ein zweites Glas, welches die Enden derSpiegel berührt, sind Plangläser-, am untern Ende des Rohrs befindet sich ein mattgeschliffenes Glas. Zwischen diese beiden Gläser legt man allerlei Stückchen buntesGlas, MooS, Blätter u. dgl. von beliebiger Gestalt. Da nun diese Gegenstände,so unordentlich sie auch unter einander liegen mögen, dem Auge stets in regelmäßi-ger Form und zwar so viel Mal vervielfacht, als der Winkel, unter welchem dieSpiegel gegen einander stehen, in dem Krcisumsange enthalten ist, erscheinen, undeine ebenso vielspitzige arabeskenartige Figur bilden, welche sich verändert, so oft;ene sie erzeugenden Gegenstände eine andre Lage gegen einander annehmen, sodaßbeim bloßen Umdrehen des Rohres sich unaufhörlich neue Bilder, bald um den Mit-telpunkt und aus diesem hervorgehend, bald um den Rand, aus diesem aufsteigend,in stetem Wechsel erzeugen: so kann dies Instrument nicht nur zu einer angeneh-men Unterhaltung, sondern auch dem Zeichner von Rosetten, Arabesken und Mu-stern für allerlei Jeuche zu einer unerschöpflichen Fundgrube dienen. Für letzter»Zweck hat man das Kaleidoskop mit einem Stacks versehen, um dfc bei jeder Bewe-gung sich verändernden, höchst selten aber auf dieselbe Weise wiederherzustellendenBilder für den Zeichner sicherer festzuhalten.
Kalfatern, in der Schiffsbaukunst, die Bohlen der Schiffe mit Wergverpichen, welche nachher betheert werden, auch die Fugen der Schlcußenbödenoder Seiten mit Werg verstopfen.
Kali, s. Alkali.
Kalifat, s. Khalis.
Kalk, ko hlensa urer Kalk. Dieses unter allen am meiste» in der Na-tur verbreitete Mineral kommt in folgenden Abänderungen vor: 1) Kalkspats».Krystallisirt in Rhomboedern, sechsseitigen Doppelpyramiden und sechsseitigenSäulen mit den mannigfaltigsten Abänderungen, sowie kein andres Mineral;man hat an 7000 verschiedene Krystallvarietäten gezählt. Das Blättergefüge istsehr deutlich in der Richtung der Rhomboeder; außer krystallisirt in krystallinischen