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6 (1830) K bis L
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Kakerlaken

Kaland

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Beförderung der Tonkunst, insbesondere vec Kirchenmusik, gegründet, und daserste Musikfest im Sept. gefeiert; seitdem folgten ähnliche Feste zu Neustadt, zuZweibcücken u. a. a. O.

Kakerlaken (Albinos, weiße Neger, Blafards, Lcukäthiopes, Dondos),welche man ehemals auf der Erdcnge von Panama und an den Mündungen desGanges gefunden und als Individuen einer besondern Menschcuart beschrieben hat,sind von neuern Naturforschern in verschiedenen Gegenden Europas, wie z. B. inder Schweiz, unter den Savoyarden in den Chamounythälern, in Frankreich, inden Rheingegenden, in Tirol u. s. w. ebenfalls wahrgenommen worden. Was manaber sonst für eine eigne Gattung, wenigstens für eine Spielart, genommen hatte,oas soll an diesen Kakerlaken eine Krankheit sein, welche die Menschen unter allenHimmelsstrichen befallen kann, und der sogar die Thiere, z. B. die weißen Mäuse,Kaninchen ic. unterworfen sind. Die Kakerlaken sehen milchfahl oder leichenhaftaus, und unterscheiden sich von den echten Weißen nicht nur durch ihre runzeligeHaut, sondern auch durch ihre rothen Augen, denen das schwarze Pigment fehlt,und die sie daher beim hellen Lichte des Tages nicht ganz öffnen können. BeimMondschein und im Dunkeln können sie ziemlich gut sehen, weßwegcn sie auch nurin der Nacht auszugehen pflegen und von Linnv und andern Naturforschern Nach t-menschen genannt werden. Ihr Haar ist zwar wollartig, wenn sie von wirklichenNegern, und etwas weniger kraus, wenn sie von Ostindiern abstammen, aber alle-zeit milchfahl und widrig, wie ihre Haut selbst. Dabei sind sie nicht nur außeror-dentlich dumm, sondern von einer sehr schwachen Leibesbeschaffenheit, und erreichenfast niemals die gewöhnliche Größe der Völker, zu denen sie ihrer Geburt nach ge-hören. Daher sind sie selten fähig, Kinder zu zeugen; wenn sie aber diese Krafthaben, so werden die Nachkommen wie die Ältern. Der Name Kakerlaken ist hierim Allgemeinen genommen, sowol als Name der sogen. Albinos, die stets weiß sind,als auch der eigentlichen Kakerlaken, deren braune Haut mit weißen Flecken gespren-kelt ist. (Vgl. Kretinen.) In Schlegel'sBeitr. zur nähern Kenntniß der Al-binos" (Meiningen 1.824) befinden sich biograph. Nachrichten von Albinos, die,durch besondere Geistesanlagen ausgezeichnet, wissenschaftliche Bildung erlangt ha-ben. Kakerlaken heißen bei den Indianern eine Art Schaden (Ulsttae), be-sonders die klatta 8>Fa»tea der indischen Wälder, welche auf 3 Zoll groß wird undeine Zierde der Jnsektensammlungen ausmacht. Sie ist dunkelbraun und glänzend,und ihre Flügeldecken sind fuchsroth und gelblich. Von dieser Schabe haben die In-dianer die Kakerlaken benannt.

Kakodamon, s. Agathodämon.

Kalamata, Flecken in Morea, mit einem Castell, am Meerbusen vonKoron, vom 6. April 1.821 an der erste Sitz der griechischen Regierung, bis zurEinnahme von Tripolizza. (S. Grieche naufst and.)

Kaland (wahrscheinlich von 6->Iei»Iae), eine im 13. Jahrh, in mehrenGegenden Deutschlands entstandene Laienbrüderschast, die am ersten Tage jedenMonats an bestimmten Orten (Kalandshäuser, Höfe) zusammenkam, um ge-meinschaftlich für die Seelen verstorbener Verwandten und Freunde zu beten, Bei-träge zu Seelenmessen für sie zu steuern und danach eine Mahlzeit zu halten.Die Mitglieder hießen Kalandsbrüder, und waren sie Geistliche, Kalandherren.Der fromme Zweck kam später in Vergessenheit, und nur das Schmausen erhieltsich, bis es auf die hohen Feste eingeschränkt, und endlich die Brüderschaft als eineVeranlassung zu Ausschweifungen ganz aufgelöst wurde. Daher sagt man voneinem beständig auf Schmausereien herumschweifenden Menschen: er kalandict dieganze Woche. In einigen Gegenden Niedcrsachsens werden noch jetzt festlicheSchmausereien, besonders die jährlichen Versammlungen der Geistlichen eines Be-zirks, Kalandc genannt, und in Berlin gibt es einen Kalandshof, der zum Stadt-