zusammenges. u. gemengt. Theile thier. Körper. 475
Versuchen über die Mischung derselben fehlt, und daßwir bloß aus einigen unvollständigen Beobachtungen et-was schließen können. Zwischen der Harnabsonderungund der Ausdünstung ist zwar eins gewisse Beziehung;man kann aber daraus doch wol nicht den Schluß ma-chen, daß die Persvirationsmaterie die Natur des Harnshabe. Wenn, wie es sehr wahrscheinlich ist, die Aus-dünstungsmaterie der Haut dieselbige ist, wie die Feuch-tigkeit, die wir aus der Lunge aushauchen, so ist sie. fastreines, unschmackhaftes, geruchloses Wasser, das beymVerdunsten nichts zurücklaßt, wie man finden kann,wenn man den Dunst des Hauchs an einem kalten Kör-per, oder zur Winterszeit den Reif vom Hauche samm-let. Anders aber verhalt sich der Schweiß, der nach derStarke seiner 'Absonderung, nach dem Orte, wo er abge-sondert wird, und nach der Beschaffenheit der Person,die ihn absondert, verschieden ist, im Gerüche, in derFarbe, im der Consistenz, im Gehalte. Nach HerrnBerrholler röchet er die Lackmustinctur, und zwar be-sonders bey arthritischen Kranken, deren Harn dagegenweniger Phosphsrsaure nach ihm enthalt (§. 17ZY.).Der Schweiß unter den Achseln ist mit einem öhligtenSmegma, das daselbst abgesondert wird, vermischt, unddeshalb vom gemeinen Schweiß verschworn.
Seröse Feuchtigkeit.
§. 1776.
Die seröse Feuchtigkeit, die sich z. B. beym Reizder spanischen Fliegenpsiaster unter der Oberhaut ergießt,und dann Blasen bildet, verhalt sich ganz wie das Blut-wasser (§. i66a.ff.), und besteht ausdenselbigen Bestand-theilen. .Sie verdient also auch hier keine besondere Be-trachtung.