286 VII. Abschn. i. Abth. Untersuchung
chenasche. Die Schwefelsäure verbindet sich unter mä-ßigem Aufbrausen mit der Kalkerde der Knochen zumGyps, den man, nach gehörigem Umrühren des Gemen-ges mit einer Glasröhre und Ruhigstehen, durch ein Fil-trum von Leinwand, von der übrigen Flüssigkeit scheidet,und mit Wasser hinlänglich auslaugt. Die durchgelau-fene Flüssigkeit enthalt die von der Kalkerde der Knochengeschiedene PhoSphorsäure, die aber ebenfalls noch Gypsund Kalkerde aufgelöst in sich hat. Man kann sie da-von nach der vorher angezeigten Art (h. 142 z.) vermit-telst des kohlensauren Ammoniaks befrcyen, und dannweiter durchs Abrauchen im Feuer bis zurTrockniß brin-gen. Die aus der Lauge durchs Ammoniak niedergeschla-gene Erde ist phosphorsaure Kalkerde, und keine beson-dere Erdart.
Msrveau, Maret, Düranve Anf. der theoret. und pract.Chemie, Th. Hl. S- 82. Dollfufi pharmaceutisch - chemi-sche Erfahrungen, Leipz. 1787- 8- S. 60. ff. Näcolas,im ^ournsl xli)ch> XU- 1778- Vol. II. S. 449. sf.I. B. Ricbter, reichliche Gewinnung der Phosphorsäure;über vie neuern Gegensk. d. Lh. Sc. I. G. 50. ff. Eben-vesst Darstellung einer besondern Erdart aus den Knochen;ebenvasi G. 82. sf»
§. 1425.
Die aus den Knochen erhaltene, und nach der an-gezeigten Weise von aller anhänglichen Kalkerde gereinig-te Säure, unterscheidet sich von allen bisher erwähntenSäuren dergestalt, daß gar kein Zweifel weiter gegen ih-re Eigenthümlichkeit stattfinden kann. Sie kömmt inallem mit der in dem oben (§. az6. 245.) beschriebenenProceß des Verbrennens des Phosphors erhaltenen Säu-re überein. Zhr saurer Geschmack ist sehr stark, wennsie trocken ist, nicht unangenehm, wenn man sie mitWasser verdünnt hat, dem der Schwefelsäure ähnlich;aber characteristisch und merkwürdig ist ihre große Feuer-
bestän-