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Zweyter Theil (1794) Die botanische und zoologische Chemie
Entstehung
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der Körper des Thierreichs überhaupt. 285

einer offenen gläsernen oder porzellanenen Schaale so lan-ge ab, bis sich die Salpetersäure durch den Geruch be-merken laßt, da man diese nach wiederholtem Durchsei-hen vollends aus einer gläsernen Retorte im Sandbadevon der damit verbundenen Phosphorsaure abdesiillirt,und das Abziehen bis zur Trockniß fortsetzt.

§- 1423-

Da aber hierbey die zurückbleibende Phosphorsäureimmer noch einen beträchtlichen Antheil Gyps und Kalk-erde enthält, so muß man nach Hrn. XVleglebs Vor-schlag den Rückstand der erwähnten Destillation noch-mals im Wasser auflösen, und zu der Auflösung so lan-ge kohlensaures Ammoniak setzen, bis sich keine Erde mehrpracipitirt. Nachdem diese durch ein Filtrum sorgfältigabgeschieden, und ausgesüßt worden ist, wird die durchge-seihete Lauge abermals bis zurTrockmß abgeraucht, unddie Salzmafse in einem porzellänenen Tiegel, erst bey ge-linderem und nachher bey verstärktem Feuer so lange ge-schmolzen, bis alles Ammoniak wieder verflogen ist, unddie Masse nicht mehr schäumt, sondern ruhig fließt. Mangießt sie dann auf ein erwärmtes polirtes Blech aus.Man erhält eine durchsichtige glasähnliche Substanz voneinem sehr sauren Geschmack, welche die Feuchtigkeit derLuft sehr stark anzieht. Dies ist die reine Knochensäureoder Phosphorsaure.

§. 1424.

Sonst kann man aber auch nach Hrn. Morveauund lTlicolas durch bloße Schwefelsäure die Phosphor-säure aus den Knochen scheiden, und zwar folge ich hier-bei) Herrn Dsllfuß Verfahrungsart. Man verdünntnemlich durch 12 Pf. Wasser in einem Zuckcrglasc unterder gehörigen Vorsicht ein Pfund Vitriolöhl, und streuetin diese Mischung nach und nach Pf. gepulverte Kno-