Druckschrift 
Zweyter Theil (1794) Die botanische und zoologische Chemie
Entstehung
Seite
284
Einzelbild herunterladen
 

284 VII.Abschn. i.Abth. Untersuchung

Ebumairns Schmelzkunst, §- 214. Ackard über die Naturder vegetabil. und mineralischen Erde; in seinen chcm. phy-sischen Schriften, S. 265.

Phoöphorsaure.

§. 1421-

Hr. Gähn und Scheele haben uns die wahre Na-tur und Mischung der Knochenerde erst kennen gelehrt,und gezeigt, daß sie aus Kaikerdc und einer eigenthüm-lichen Saure, die man schon vorher unter dem Namender Phssphorsaure (aciäum pdospkorioum, pkv8-xdori, Acrcis -ft H) kannte, und nachher

auch 2^nochensäure genannt hat, zusammengesetzt sey.Wir wollen hier erst die Zergliederung der Knochen-asche und die Abscheidung ihrer Säure vortragen, unddann die Eigenschaften und Verhältnisse der letztem nä-her untersuchen.

Gähn, in den medicinischen Commentarien einer GesellschaftAerzteinEdimburg, TH.Ill. St. 1. Altenb. 1776.S. 97. ff.

§. 1422.

Man löst nemlich nach Scheeletts Vorschrift reine,weißgebrannte und gepulverte Knochen vermittelst derWärme in Salpetersäure auf, so daß die Auflösung ge-sättigt ist, verdünnt diese hierauf mit dreymal so vielemWasser, seihet sie durch, und setzt nach und nach Di-triolöhl hinzu. Es schlägt sich dann ein häufiger Gypsnieder. Man fährt mit dem Zmröpfeln der Schwefel-saure fort, bis kein weißer Niederschlag mehr erfolgt.Denn die Schwefelsäure hat nicht nur eine nähere Ver-wandtschaft zrir Kalkerde, als die Salpetersäure, sondernauch als die Phosphorsäure dagegen hat. Die Flüssig-keit scheidet mau durch Abgießen, Durchseihen und Aus-laugen von dem entstandenen Gyps, und dampft sie in

einer