der Körper des Tierreichs überhaupt. 2 8 r
seine weiße Farbe und Klarheit, und seine Annehmlich-keit im Gerüche und Geschmacke. Es muß daher sorg-fältig aufbewahrt werden; am besten so, daß man kleineGlaser bis zu zwey Drittel damit anfüllt, den übrigenRaum mit destillirtem Wasser vollmacht, zustopft undumgekehrt aufbewahrt, so daß das Oehl den Stöpselnicht berührt.
§. 1414.
Dippels Oehl löst sich, so wie die ätherischen Oehle,zum Theil im Wasser, im Weingciste aber gänzlich auf.Nach parmenticrs Erfahrungen theilt es dem Wasser,auch nach wiederholtem Waschen, die Kraft mit, denVeilchensaft grün zu färben. Das Federharz wird da-durch erweicht, so daß es sich zwischen den Fingern kne-ten läßt; von den ätzenden Alkalien wird es nicht aufge-löst, und verbindet sich damit nicht zur Seife; durch rau-chenden Sachetergeist läßt eS sich entzünden. Die mi-neralischen Sauren verdicken es, und machen es braun.Vom ätzenden Salmiakgeist hingegen wird es nach De-mach? nicht gefärbt.
§. r4i5-
Ein großer Theil der Chemisten glaubt, daß diesDippelsche Oehl schon einen wesentlichen Bestandtheil derthierischen Gallerte ausmache, und also nur ein Eductsey. Die brenzügten Oehle der Pflanzen, welche durchtrockne Destillation eine Säure geben, liefern es wenig-stens keineswcgcs. Zeh halte es für ein Product, undfür neu erzeugt, wie alle empyreumarlschen Oehle(H. 1410.). Die verschiedenen Stufen der Consistenzund Farben vom Dippelschen Oehle bis zum zuletzt über-gehenden schwarzen pechartigen, entspringen aus der stu-fenweise» Concenrnrung des Kohlenstoffs. — Die Ur-sachen seiner Farbcnveränderung an der Luft sind nochnicht gehörig ins Licht gesetzt.
S ;