2
etwa vorhin gefaßten Gedanken zur Ausführung c).Der Landtag, welch er gewöhnlich im Frühjahre gehal-ten wird, gab Gelegenheit, die Sache den Ständenvortragen zu lassen. Diesen mußte der Gedanke desFürsten vor allen geäußert werden, weil die erwähnten ,vierzig Tausend Gulden zum Hauptsiifmngsfond be-stimmt waren. Der geheime Rath Frenherr von Lö-wenhxim kündigte daher als landesfürstlicher Commiffärden 7ten März 1701 den damahls versammelten Stän-den an: „Se. Hochfürstl, Gnaden wären gesinnt, zum„Besten des Landadels unter dem Namen des h. Ru-perts einen Ritterorden zu errichten." Zugleich wur-de ein Stiftungsplan und ein Statutenentwurf in derAbsicht vorgelesen und übergeben, damit die Ständedarüber noch vor Abschluß des Landtages ihre Gedankenäußern könnten ä). Man weiß nicht, wie diese zweyersten Aufsäße mögen gelautet haben. Denn der Fürstforderte sie des andern Tages zurück, um einige Puncte
abzu-
c) Auch im Lande ob der Ens, nemlich zu Linz, errich-tete er eine deutsche, und in Tirol eine Maltheser-Ordens - Commenthurey. Ueberhaupt war dieserFürst sehr geneigt, Stiftungen zu machen. Bevlisnü? 6erm. 8»cr. 1 *. II. PAß. 87 l ist eine langeListe von Stiftungen zu finden, die ihn zum Urheberhaben. Vorzüglich wohlthatig ist für die Residenz-stadt Salzburg noch immer die Stiftung des St. ,Johannes - Spitals in der Vorstadt Müllen,ä) S. Ordens-Codex No.l. Auszug auS den Landtags-Akten vom?ten März 1701.