Chronologie der vorzüglichsten Begebenheiten in denUnionstaaten Nordamerikas.
1497. Der Venetianer Cabot entdeckt im Dienste Heinrichs VII.,Königs von England , die Ostufer Nordamerikas, die erst hundertJahre später mit Colonien besetzt werden.
l 58 o. Ua Gilbert and Raleigh in diesen Ländern Colonien zugründen suchen, geben sie ihnen der Königin Elisabeth zu Ehrendie Benennung Virginia , welche in der Folge blos einem Theileverblieb, während das Uebrige im Norden den Namen Neu-Eng*land annahm. Die Lust nach Abenteuern und das Verlangen, seinGluck zu machen, schufen diese Colonien ; die Auswanderungen,welche im Laufe der Zeit durch die Religionsunruhen verursachtwurden, vermeinten die Bevölkerung.
Gründung der i 3 Urstaaten der wirklichen Union.
1607. Virginia, wird durch die Engländer gegründet.
1614. Die neuen Niederlande, in der Folge Staat New York,gestiftet durch Holländer, welche Neu*Amsterdam, das heutigeNew York, erbauten.
1620. Massachusetts, gegründet durch eine Auswanderung eng-lischer Puritaner.
1627. Neu-Schweden, heut zu Tage Delaware, gegründet durchSchweden, und später von den Holländern in Besitz genommen.
1 633 . Connecticut, durch eine Auswanderungaus Massachu-setts entstanden.
1 634 . Maryland , gestiftet von Lord Baltimore.
r 635 . Rhode Island, gegründet v. d. Puritaner R. Williams,.Um diese Zeit wollten Hampden, Pym, Cromwell und andere denBedrückungen u. der Willkür Englands nach Amerika entfliehen ;allein durch ein besonderes Verhängniss zwingt sie Carl I. zu blei-ben, und eben diese Männer führen ihn auf das Blutgerüst.
1637. New Hampshire, gegründet von dem Engländer Mason.
166 3 . Nord-Carolina, entstand durch eineAuswanderung vonV irginia.
1664. Die Engländer nehmen den Holländern die neuen Nieder-lande (New York) und den Staat Delaware.
1670. Entstehung von New Jersey und von Süd-Carolina.
1681. Pennsylvania , gegründet durch Penn u. seine Quäcker.
1733. Georgia, durch Oglethorpe gegründet, macht die 1 3 Pro-vinzen , welche später die Unabhängigkeit erkämpfen, vollzählig,
1745 — 1756. Die Colonien verschafften dem Mutterstaat eineArmee und Hülfsmittel zur Eroberung von Canada u. den benach-barten Ländern, eine Grossmuth, welche damals dem Mutterlandenützlich, in der Folge aber sehr nachtheilig war, weil die Pflanzerdadurch im Kriege sich übten und zum einstigen Widerstand ge-schickt wurden.
Zwistigkeiten, Krieg mit dem Mutterstaat, Trennung.
1764. Die Stempelacte ist der Beginn des .Streits der Colonienmit dem Mutterlande. England will, dass die Colonien, trotz ihrerso eben gebrachten Opfer, die Kosten des letzten Krieges mittragen sollen; sie widerstehen aber und sprechen dem Mutterstaate dasRecht ab, ihnen solches aufzulegen. Hierwegen unaufhörlicher Fe-derkrieg u. Zank , die mit jedem Tage wechselweis ärger werden,und endlich in offene Feindseligkeit ausarten.
1765. Verbindung der Freiheitsmänner, die sich jeden Augen*blick bereit finden mussten. — Freiheitsbäume, die später auf tinserer Halbkugel nachgeahmt wurden. — Volksaufstände. — Bünd-nisse der Provinzen.
1773. Taxe auf den Thee. Zu Boston wirft man eine Schiffsla-dung davon ins Meer; das engl. Parleinent schliesst den Hafen die-ser Stadt. Abgeordnete der Provinzen in Philadelphia zu einemCongress vereinigt; famose Rechtserklärung; AusbebungderMiliz.
1775. Zusammentreffen englischer Truppen u. amerik. Miliz beiLexington. Es beginnt ein Bürgerkrieg von 8 Jahren, der mit desLandes Unabhängigkeit endet. (S. den Rand zur Rechten.) Allge-meiner Aufstand. Die Statthalter und engl. Agenten in die Fluchtgejagt. Washington Obergeneral.
1776. Der Congress erklärt die Unabhängigkeit und constituirtden Freistaat am 4 .Juli, welcher Tag seither als jährliches Natio-nalfest gefeiert wird. — Ankunft des Marquis La Fayette , wel-cher sich so edelmütliig der amerikan. Angelegenheit weihet, dassseinem Beispiel auch andere junge Franzosen von hohem Rangefolgen. Die englische Armee landet bei New York. Schlacht vonBrooklyn.
1777. Capitulation von Saratoga, welcher zufolge sich ein gan-zes engl. Heer ergibt, während ein anderes in Philadelphia einzieht,den Congress in die Flucht jagt, und gegen die Sache der Ameri-kaner beinah entscheidet.
1778. Frankreich anerkennt die Unabhängigkeit der Union.
1779. Bündniss mit Frankreich, welches die Gestalt des Kriegesändert. Die Engländer beschränken sich von pun an auf einzelneZüge an entfernten Punkten. Die Rohheit der Wilden, die Erbit-terung der amerik. Loyalisten u. der Charakter engl. Befehlshaberfuhren Plünderung, Feuersblünste u. Ermordung herbei, wodurchdie Fahnen entehrt und die Gefühle der Menschlichkeit abgewor-fen werden.
1780. Ankunft der französischen Hülfsarmee zu Rochambeau
1781. Capitulation der Armee zu Cornwallis, wodurch derKrieg entschieden wird.
1782. Einsweil. Friede; England anerkennt die Unabhängigkeit
1783. Bestimmter Friede ( 23 . Sept.); der Congress dankt dieArmee ab; W ashington nimmt von seinen Soldaten Abschied undzieht sich auf sein Landgut Mont-Vernon zurück; Cincinnatus-Gesellscliaft für Soldaten, die Ackerleute werden. Die Amerikanerverhandeln mehrere Jahre mit Hitze eine Staatsverfassung.
Wirkliche Centralverfassung.
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1787. Die 1 3 Staaten, durch Abgeordnete in einer Versammlungvorgestellt, setzen die Bundesverfassung fest, wodurch sie heut zuTage regiert werden; sie ist durch besondern Vertrag mit jedemeinzeln Staate nach u. nach angenommen worden.
1789. Erste Präsidentschaft: Georg Washington.
1790. Erste Volkszählung : 3,929,526 E.
1791. Zulassung des vierzehnten Staates, Vermont.
1792. » » » fünfzehnten » »* Kentucky .
1793. Zweite Präsidentschaft: Georg Washington, neuerw.
1 7<j 3. Der Präsident erklärt Öffentlich Amerikas Neutralität in
dem grossen europäischen Streit der französischen Revolution.
1796. Zulassung des sechzehnten Staats, Tennessee.Washington dankt ab, um einer dritten Erwählung auszuweichen.
1797. Dritte Präsidentschaft: John Adams.
1797. Ernster Zwist mit dem französischen Directorium;Kriegsrüstungen; Washington Obergeneral.
1799. Washingtons Tod in seinem 68. Jahre; der erste Con-snl Bonaparte lässt für ihn Armee und Fahnen Trauer anlegen.
1800. Zweite Volkszählung : 6 , 3 o 5 , 48 o E.
Sitz der Regierung in W r asliington, welches die Bundesstadt ge-worden, der Hauptort eines zu diesem Zweck neutralisirten Be-zirks, welcher von nun an der ganzen Union gemeinsam angehört.
1801. Vierte Präsidentschaft: Thomas Jefferson.
1801. Tripoli durch den Commodor Preble beschossen.
1802. Zulassung des siebzehnten Staates, Ohio.
1 8 0 3 . Erkaufung Luisianas für i 5 Mill. Dollar; die grössteW r ohltliat nach der Unabhängigkeit; sie verschafft ein unermess-liches Gebiet, den Meerbusen von Mexico, die Scliiffahrt im In-nern , und setzet die Interessen der östUichen und westlichen Staa-ten ins Gleichgewicht,
1 8 0 5 . Fünfte Präsidentschaft: Thomas Jefferson, neuerwählt.
1806. England nimmt ungerecht nordamerikanische Schiffeweg und will über sie Pressung ausüben.
1807. Berüchtigte Verordnung des englischen Ministerraths,dass die Neutralen das Recht, mir Frankreich Handel zu treiben,bezahlen sollten. Napoleon braucht Repressalien und streicht dieNeutralen, welche sicli unterwerfen, aus dem Völkerrecht. Aeus-serste Verwirrung des Congresses; erlegt auf alle Schiffe ein Em-bargo und gibt später statt dessen das Gesetz des Nichtverkehrs.
1809. Sechste Präsidentschaft: James Madison. Zurückwei-sung des engl. Geschäftträgers beleidigender Ausdrücke wegen.
1810. Dritte Volkszählung: 7,239,903 E.
1811. Die Acte des Nichtverkehrs für Frankreich widerrufen.
1811. Zulassung des achtzehnten Staates, Luisiana.
1812. Der Bruch mit England steht bevor; der Congress be-willigt die Aushebung von 25 ,000 M. regulirter Truppen, 5 o,oooFreiwilliger und 10,000 M. Landmiliz. — Der Krieg mit Englanddauert beinah 3 Jahre. (S. das Umständliche unter den Präsi-den tschaften.)
1 8 1 3 . Siebente Präsidentschaft: James Madison, neuerwahlt,
1814. Die Bundesstadt Washington durch die Engländer inBrand gesteckt. Frieden mit Engl, zu Gent bestätigt im F'ebr. 1815
1815. Denkwürdiger Sieg Jacksons zu New Orleans; 6,000Freiwillige überwinden i 5 ,ooo Mann altenglischer Truppen, wel-che zu dieser Zeit für die besten von der Welt angesehen wurden.
181 5 . Der Krieg mit Algier im nämlichen Jahre beendigt
1816. Bank der Union mit einem Kapital v. 35 ,000,000 Dollar.
1816. Zulassung des neunzehnten Staates, Indiana.
1817. Achte Präsidentschaft: James Monroe.
1817. Zulassung des zwanzigsten Staates, Mississipi.
1818. >» » » ein und zwanzigsten Staates, Illinois .
1819. » >» » zwei u. zwanzigsten » » Alabama.
1820. » >» » drei u. zwanzigsten » » Maine.
Vierte Volkszählung: 9,638,226, wovon 1, 538 ,1x8 Sklaven.
1821. Neunte Präsidentschaft: James Monroe, neuerwählt.Erwerbung von Florida, nach langer Uneinigkeit mit Spanien; esvollendet die Südgränzen der Union.
1822. Anerkennung der neuen amerikanischen FreistaatenMexico, Guatemala, Columbia etc.
1823. Erwählungef/jej Abgeordneten auf 40,000 freie Bewohn.
1824. Zulassung des vier und zwanzigsten Staates, Missuri.
1825. Zehnte Präsidentschaft: John Qnincy Adams.
i 8 * 25 . Freundschaft- und Handelsvertrag mit Columbia.
1826. Ernennung der Abgeordneten für den Congress vonPanama.
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Nordamerikas; Bevölkerung; Oberfläche, Verfassung etc.
Die i3 Urstaaten sind nach ihrer geographischen Lage von Norden gen Süden, die 11
Physische und politische Lage der 24 vereinten Staaten Nordamerikas; IVasserbauten, Finanzen, Schulden, Einkünfte, Ausgaben.
Die in,000 d. QM. der Unionstaaten bilden gleichsam nur eine unddieselbe Ebene; ein kusserst fruchtbarer Boden, über die gemässigte Zoneausgebreitet, kann fast alle Erzeugnisse der Erdkugel in sich vereinen;unzählige und majestätische Flüsse ergiessen sich auf allen Seiten; ge-schlossen im Norden durch die Eisgegend, offen im Süden für alle Reich-thümer des Acquators, im Osten und Westen von zwei Oceanen bestri-chen ; 25 Tagrciseu von Europa und 5 o von Asien; ohne gefährlicheNachbarn, geschützt vor jedem ernsten Einfälle, frei in ihrer politischenSphäre—das sind die vereinten Staaten von Seite derNatur; in Ansehungder Menschen begreifen sie 11 Millionen von europäischem Stamme, der un-ternehmend, thätig und sinnreich ist; sie werden in diesem weiten Landeunterstützt und angespornt durch weise Gesetze, durch die freieste Ver-fassung, die eine menschliche Gesellschaft je hatte. Ihre Anstrengungen,ihre Einsicht und Gewerbsamkeit bringen Wunder hervor. Eine Mengevon Schiffen durchsegelt alle Meere und geht dem Welthandel nach; imInnern des Landes werden Einöden bevölkert, Waldungen verschwin-den und Gefilde treten an ihre Stelle ; Städte, ja Staaten selbst kommenwie durch Zauber hervor; man gründet so leicht Niederlassungen, wiebei uns Landhäuser und findet Gefallen daran, sie mit Namen zu schmü-cken , die aus allen Ländern und aus allen Zeitaltern entlehnt sind;
Rom findet sicli hier an der Seite von Utica, Vincennes neben Frankfurt ,und Athen liegt zwischen Vevay und Marengo; zahlreiche, durch Kunstangelegte Canäle verbinden daselbst jeden Tag Seen, Flüsse und Meere;sie erweitern auf diese Art durch Hunderte von Meilen den iunern Ver-kehr u. vervielfachen die Ausfuhr in den Ocean; die Hindernisse der Strö-mung und der Winde verschwinden vor der Dampfschiffahrt; in nützli-cher Gelehrsamkeit, in Künsten und Erfindungen erreichen oder über-treffen uns die Bürger dieses Freistaats ; die Bevölkerung verdoppelt sichbeinah alle zwanzig Jahre und mit diesem Zuwachse nehmen die An-strengungen und Resuhate nocli zu. Welch ein Schauspiel, welch einFortschreiten und welche Zukunft !
Man würde irren, wenn man zufolge der Welterfahrung das Ziel oderden Fall dieser Union Vorhersagen wollte; denn sie gleicht demjenigen,was wir schon erfahren haben, nur wenig, und man könnte folglich aufnichts Analoges schliessen; sie ist weder eine Demokratie Griechenlands,noch eine Aristokratie Roms; weder das Lehenwesen unseres Mittelalters,nocli die politische Abstraction der letztem Zeiten ; sondern viele ganzneuen Elemente, welche ungewöhnliche Verbindungen und Folgen nachsich ziehen müssen, liegen in ihr. Man nimmt blos wahr, dass so herr-liche Resultate, so viel Wohlstand u. Glück ganz einfach aus dem Reprd-sentativsystem fliessen , wenn es getreu ausgeübt wird. I
Canalisation. — Der Ocean bespült die Ost - und Südseite der verei-Uion.
nigten Staaten ; der Mississipi im Westen verlängert ihn tief ins Innereund eine Reihe von Seen bildet die Gränze im Norden. Daher entstandganz natürlich ein System grosser Canalisation, deren Wichtigkeit zu be-urtheilen leicht ist. Man hat den Ocean schon durch New York mit demErie verbunden mittels des Hudson und eines Canals von oo d. Meilender Erie und Michigan müssen mit demMississipi durch die beiden FlüsseMiami und durch den Illinois vereinigt werden. Man beschäftigt sichnun mit einem Canale, welcher mittels des Potoraack und Ohio die Che-sapeak mit dem Mississipi verbinden und durch die Hauptstadt der Uniongehen soll, ein senkrechter Arm desselben wird durch Pittsburg nach demErie führen. Ein dritter Canal dazwischen , vou Philadelphia nach Pitts-burg, würde den Delaware mit dem Erie vereinigen, aber einen Durchschnitt des Alleghanygebirgs von anderthalb Stund erfordern. Dies sinddie Gegenstände, welche allein wir unter den zahllosen \\ erken anführenwollen, dievon allen Seiten sowohl die Sorge des Congresses als den Eiferverschiedener Staaten u. selbst die Thätigkeit blosser Privatleute beschäf-tigen
Finanzen. — Zur Zeit des Aufstandes hatte der Congress Papiergeld ein-geführt, welches gleich manchem europäischen bald auf einen nur idealenWerth sank; auch glaubte man nicht, jemal daraus etwas ziehen zu kön-nen; aber eine der ersten Handlungen der Union war, diese Schuld feier-lich anzuerkennen, und seither hat man nicht unterlassen, die Zinsen ge-treu zu entrichten und das Capital zu tilgen. Diese Schuld, so wie jenedes letzten Krieges mit England, wird bald ausgelöscht seyn. Die Ein-künfte übertreffen die Summe der Ausgaben beträchtlich, obwohl sienur in Erhebung der Zölle ein- uud ausgebender Waaren, u. im Verkaufevon Ländereien , welche dem Verein angehören , ohne weitere Auflagenbestehen. Auf den Ländereien lasten keine Staatsabgaben, siebleiben alsHülfsmittel für den Nothfall. Die Auslagen steigen nicht auf6o MillionenGulden. Der wirkliche Präsident sagt auch in einer seiner Botschaften, dassdie Völker Europas jährlich bezahlen, was die Amerikaner derUnion kaumnur in einem Menschenalter entrichten, und indess vergrössern sie ihreLandmacht und Flotte, führen Zeughäuser auf, bauen Festungen, grabenCauäle und legen grosse Strassen au; aber was für Einfachheit in ihrenMaassregeln, welcher Haushalt in ihren Ausgaben, welcheTreue in Aeintern, welche Strenge in den Rechnungen, und welch ein Muster für alleRegierungen !
Die Staatsschuld war am Ende des Jahres 1828 bis auf 5 o MillionenDollar getilgt,^obwohl schon zehn Jahre vorher alle innern Taxen auf-gehoben worden. — Den i 3 ,ooo aus der Befreiungszeit lebenden Krie-gern zahlt das dankbare Vaterland jährlich 1,200,000 Dollar als Pen-
Staaten. Sitz der Regierung.
1. New Hampshire. Coucord.
2. Massachusetts. Boston..
3 . Rhode Island. Providence
4. Connecticut. Hardfort..
5 . New York. Albany.
6. Pennsylvania. Harrisburg
7. New Jersey. Trenton.
8. Delaware. Dover.
9. Maryland. Annapolis....
10. Virginia. Richinond.
11. Nord-Carolina. Raleigh..
12. Süd-Carolina.C olumbia. .
1 3 . Georgia. Milledgeville. . . .
14. Vermont. Montpellier. .. .
1 5 . Kentucky. Frankfurt ....i6TENNESSE£.Murfreesborough
17. Ohio. Columlms.
18. Luisiana. New Orleans .
19. Indiana. Indianopolis . .
20. Mississipi. Montieello ..
Illinois. Vandalia.
22. Alabama. Cahawba ....
23 . Maine. Portland.
24 - Missuri. Jefferson.
Bundesbezirk. Washington...
Bevölk.
268.000
576.000
91.000
3 0 3 .0001,664*000x,i 53 ,ooo
3 0 4 .000
80.000
579.000x, 33 o,ooo
757.000
687.0005 o 4 >ooo
209.000
713.000
592.000
843 .00020 4»ooo
192.000197,000,
84>ooo
25 l,OOU
329.000
129.00034 »ooo
Sklaven.
43
9
10,088
211
7,5574,009107,3984 ^ 5 ,i 53205,017
258 ,
47 -
149)656
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126,732
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o
10,222
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Areal.
43 :
368
64
219
2,176
2,069
325
9
, 5 °9
0,01 32,o63G 4 i 72,7 40480i,83 71,9451,8602,2611,7072,i352,7782,3921,5072,8395
neuen aber nach der Zeit ihrer Zulassung aufgeführt.
Zulassung VErfassung. Ansicht des Landes ; Erzeugnisse, etc.
Urstaat. v. J. 1792. Die Schweiz d. Unionstaaten; Getraide,W aiden, Heerden.
» 1821. Ungleich ; Getraide, Fischerei, Eisen, Marmor, Handel.r» i 663 . Klima v. England; Waiden, geschätzes Vieh, Manufactur.
» 1818. Verschieden; Getraide, Vieh, Eisen,Manufactur. Handel.
»» 1821. Ackerbau; Manufaet.; Mittelpunkt des Handels d. Union.
» 1790. Durchschnitten von den Alleghany; Getraide, Eisen etc.
»» 1776. Verschieden; reich au Früchten, Getraide, Vieh, Eisen.
» 1802. Platt gegen das Meer, oft überschwemmt, gutes Getraide.
» 1776. Ungleich;Getraide, Tabak, Baumwolle, Eisen, Handel.
» 1776. Verschieden; Getraide, Eisen, Mineralwasser, Tabak etc.
» 1776. Ungesund an der Küste; Taimen, Reis.
» 1790. Ungesund; Baumwolle, Reis, Mais, Tabak, Indigo, Theer.
>» 1798. Hohes u. niederes Land; Getraide; Reis; Pomeranzen etc.
791 » 1793. Hohe Gebirge; kaltes Klima; sehr fruchtbar; Getraide.
1792 » 1799- Gebirgig, mittleres Klima; Ackerbau; Salzquellen.
1793 » UöÖ- Durchschnitten von einer Gebirgskette; Getraide; Tabak.
1802 » 1802. Platt, sumpfig, fruchtbar; Steinkohlen; Salzquellen etc.
1811 » 1812. Period. Ueberschweminungen ; Baumwolle, Zucker etc.
1816 » 1816. Vortreffliche Auen; unermessliches Gehölz, Getraide etc.
1817 » 1817. Flach, fruchtbar; Auen; Getraide; Baumwolle,Zncker.
1818 » 1818. Wellenförmig, unermessl. Auen, Steinkohlen; Kupferetc.
1819 » 1819. DerGarten Amerikas, liebliches Klima; Baumwolle etc.
1820 »* 1819. Erhöht, rauh, unfruehtharau der Küste; vortreffl. anderw.
1821 » 1820. ImOsten fruchtbar, unfruchtbar im Westen; Getraide etc.
Grundlage wie die Bundesverfassung v. 1820.
Die englischen Colonien auf dem Küstenlande vou Nordamerika hattenin Ausdehnung, Kräften, Aufklärung und Reichthümern ihre politischeMannbarkeit erreicht; nun aber greift jede menschliche Gesellschaft, wennsie in diesen Staud gekommen , nach ihrer Befreiung, welche unvermeid-lich ist, weil sie in der Natur der Dinge liegt, und es bedarf nur einer zu-fälligen Ursache, um die Katastrophe herbeizuführen. Hier war es das'Recht der Besteurung, welches vom Mutterstaate nach dem Frieden i 7 63gefordert und von den Colonien verweigert worden. Das Mutterlandverfuhr mit Hochmuth, die Colonien widerstanden mit Hartnäckigkeit;die Leidenschaften entflammten sich, und auf einen Krieg des Widerspruchsund der Flugschriften folgten bald blutige Kämpfe. Dies ist der Ursprungder Revolution in Amerika, die jeden Tag durch ihren Einfluss auf dieRuhe der Nationen merkwürdiger wird. Von dieser Zeit an haben die be-rühmte Erklärung der Rechte und das Schauspiel der Unabhängigkeit dasGemüth aller Menschen erfüllt; seither zeigten sich die amerikanischenGrundsätze gleich den entlegnen Samen, welche vom Zufall der W’iudeweit umher ausgestreut werden, in allen Klimaten und auf jedem BodenWurzel fassen und den Erdball zu bedecken drohen.
X7 7 5. Lexington, bei Boston, wo ein englischer Trupp auf amerikani-sche Miliz stösst, sie angreift oder von ihr angegriffen wird ; erster Funkeeines grossen Brandes (16. April). — Bunkershill vor den Thoren vonCharlestown. Die Amerikaner sind durch ihre Niederlage aufgereizt undwerfen die englischen Truppen in die Stadt Boston. — Feldzug in Canada.Die Aufrührer belagern mit heldmunüthiger Anstrengung iin härtestenWinter Quebec, welches nur durch den Tod ihres Anführers, des jungenund vortrefflichen Montgommery, seinem Falle entrinnt.
, 1 776- Räumung Bostons durch (Jebergabe , was auf einen Augenblickdie Befreiung des amerikanischen Bodens vollendet. —— Brooklyn, bei NewYork, wo 35 ,ooo Briten landen und Washington schlagen. Völlige Vwirrung, die Miliz verschwindet, ein Theil der Bevölkerung uuterwirftsich, und alles nimmt das Ansehen einer Gegenrevolution. StandhaftigkeitWashingtons, welchem nur 2000 Mann bleiben, und des Congresses nichtweniger ruhmvoll, da er gerade jetzo seine Unabhängigkeit öffentlichausrief. — Trenton, wo der kluge, aber zur rechten Zeit kühne Washing-ton drei Regimenter Hessen aufliebt.
1777. Howe geht unmittelbar auf das Herz der Union , auf Philadelpliia los; Burgoy ne rückt aus Canada hervor, um den in New York ge-lassenen Truppen die Hand zu bieten; ein entscheidender Plan, welcherdie Provinzen imOsten absondern, jene im Westen überliefern, den Con-gress auflösen und die Empörung dämpfen sollte. Alles entspricht anfaugsdieser Absicht; man vernimmt fast zugleich die Niederlage Washingtons,die Zerstreuung seines Heeres, die Einnahme Philadelphias, Ticonderagos,des Schlüssels zum Norden , und den Triumphzug Burgoynes. Loudou er-goss sich in Jubel und freute sicli der entstaudenen Empörung, weil sienun ein Recht der Eroberung verscliaffte. Ganz Europa sah die Sacheder Amerikaner für verloren an, als man plötzlich hörte, dass die ganzeArmee Canadas die Waffen gestreckt, Washington seine Krieger wiedergesammelt und den Howe gelähmt habe. — Brandy-JVine, wo Howe demWashington eine vollständige Niederlage beibringt, die Philadelphia preisgibt.— Germantown, vor den Thoren Philadelphias, wo Washington dieenglische Armee stürmisch augreift und die glückliche Comlnnation durchdas Schicksal vereitelt sieht.— Saratoga, wo Burgoyne, durch Gates ern-geschlossen, mit 55 ooMann die Waffen niederlegt (17. October). Derauieri-,kan. General Gates erhält selbst von seinen Feinden das Lob, dass er alle Ar-tikel der Gapitulation pünktlich vollziehen lassen, u. für die militär. Ehre derbritischen Truppen so viel zarte Empfindsamkeit gehegt habe, dass sein Heernicht Augenzeuge von der kränkenden Handlung des Gewehrstreckeus sevndürfen. — W ährend der Zeit als Saratoga fiel, hatte die Unternehmung des engl.Generals Clinton am Hudsonsfluss den besten Erfolg; allein seine Truppen, ob-wohl sie Veste Montgomery erobert und das Dorf Aesopus in Asche gelegt,
Proben von Beredsam
mussten dennoch vor dem siegreicheu Heere desGeneraUGatesnach New Yorkzurüekweichen. In England, wo sich dieGemüther des Volks, wie ein witzigerKopf sagte, stets eutweder oben am Dach oder unten im Keller befinden, dasie das Glück zu einer ausschweifenden Höhe hebt, und W iderwärtigkeit zutief daruiederdrückt, inEnglaad ergoss sich eiu Strom vonMissgnügen ^ e gendie Urheber des Kriegs und man hielt die Bezwingung der Colonien von nunaa für unmöglich.
W interquatier zu VuUey-Forge , ein in den Jahrbüchern dieses Landesewig denkwürdiger Ort. Hier erneuert sich alles, was die Geschichte unsWundervolles zu Gunsten des Vaterlandes darbieten kaun. Die schwa-chen Ueberbleibsel des amerikanischen Heeres lagern in der strengstenJahreszeit in einer Einöde, 6 Stunden von der englischen Armee, die inPhiladelphia reichlich versorgt worden. Was die Verteidiger des werden-den Freistaates hier zu ertragen hatten, lässt sich unmöglich beschreiben;ohne Kleidung, ohne Schuhe, ohne Waffen, ohne Brod, gingen viele zuGrunde durch Kälte, Hunger und Elend. Das Uebermaass so vieler Lei-den machte, dass eine beträchtliche Anzahl ausriss. Widerwillen undAbtrünnigkeit griff um sich bis zu den Officieren selbst; eine Hand vollallein blieb, uud ihnen ist das erkenntliche Vaterland Altäre schuldig. Anihrer Spitze sah sich der unsterbliche Washington, welcher in diesemAugenblicke der Entscheidung seine schönsten Titel zum Ruhm erwarb.Alles schien sich zu vereinigen, um ihn niederzudrücken — Ränkeund Verleumdungen ; der Geist des Schwindels ergriff die Menge, mautadelte seine Führung, man bezweifelte seine Fähigkeit und ging da-mit um, ihn durch einen andern zu ersetzen ; eine Partei erhob sich selbstin Mitte des Congresses; allem der Held, der Bürger und W eise bleibtunerschüttert; er setzt dem Sturme nur Standhaftigkeit, Geradheit undEifer entgegen. Glücklich sieget der Steru Amerikas; und Washington,welcher aui Ruder gelassen worden, hat das Glück uud den unvergäng-lichen Ruhm, das Schiff in den Hafen eiuzuführen.
78. Frankreich erkennt die Unabhängigkeit an und entscheidet Ame-rikas Schicksal.— Monmouth, wo Clinton, Howes Nachfolger, von Was-hington erreicht uud geschlagen wird ; Lee wird von dem Obergeneralvor Gericht gezogen, weil er ihn des vollen Sieges beraubt habe. Angriffauf Rhode Island, welcher den Grafen d’Estaing uud Sullivan misslingt.—JViomings Zerstörung, ein abscheulicher Frevel des Parteigeistes.
1779. Die Engländer spielen den Krieg in die südlichen Provinzen,welche für Unternehmungen günstiger sind; sie bemächtigen sich Savan-nahs und beherrschen Georgien; Clinton schliesst sich in New York ein,und wird von Washington beobachtet. — Fruchtloser Angriff auf Savannahdurch Lincoln uud d’Estaing.
1780. Einnahme von Charlestown durch Clinton in eigner Person; erlässt Cornwallis an der Spitze des Heeres im Süden und kehrt nach Nor-den mit dem Entwurf zurück, deu Krieg mit einem Schlag durch die Ver-bindung seiner zwei Armeen in Virginia zu endigen; ein unglücklichesVorhaben für ihn, welches zwar alles endigte, aber auf eine ganz andereWeise. — Ankunß Rochatnbeaus auf Rhode Island mit 6000 Franzosen,welche uuter den Befehl Washingtons gestellt werden, ein Ereiguiss, dasdie entmuthigten Amerikaner aufrichtet und den Enthusiasmus der erstenRevolutioustage wieder aufacht. — Abfall Arnolds, welcher anfangs so be-wundert, nachher so verachtet ward.
1781. Cowpens, wo die englische Reiterei beinahe ganz aufgeriebenwird. — York Town , wo Cornwallis dein Clinton vorrückt, dessen Mit-
irkunger hätte abwarten sollen. Er sieht sich nun durch die geschicktesteumbination nlötzlich umgeben von der Eskader des (iraf^n r.mcso «»I.
Gebiete, der Union gemeinsam zugehörig u. bestimmt, neue Staaten zu bilden nach dem Maasse, als die e forderliche Bevölkerung es zulässt.
54.000 o 2,719 1822 '1 Sandig, wenigangebaut; Klima u.Erzeugnisse d. Tropenl.
5 1.000 o r » 77 3 i 8 o 5 . I Im Namen der Angeschwemmt.Erdreich,beinall noch ungebaut;Hiigel.
26.000 o 6,781 > ganzenUnion Zwischen den Seen u. dem Mississipi; die Civilis, entsteht.
260.000 o 43,762 1 regiert. Unermessliche Ebenen, noch im Zustand der Natur.
5 0.000 1,617 5,698 1819.] Wundervolles Land, vonmajestät. Flüssen durchzogen.
124.000 o i3,5Ö2 Fruchtbar, wohlbewässert; Fichten über 3 oo Fuss hoch, j
i,538,ii8 111,5:3 10 bis 11 mal der Umfang Frankreichs.
I. Florida. St. Augustin *).
II. Michigan. Detroit. .
III. Nordwestgebiet. .
IV. Missuri.
V. Arkansas. Arkopolis .. . .
VI. Oregan oder Columbia .
Total: i 2 , 635 ,oooIndianer: 4 ^ 5 , 5 oo
Total : 4 ^ 5 , 5 ooNach Morse: 4 7 °,ooo
j Indianer. Von der indianischen oder wilden Bevölkerung; von ihren politischen und häuslichen Verhältnissen
Zahlreiche Indiancrstiimme sind den Unionstaaten, welche nur das Landeshoheitrecht auf den I” Vorstellungen haben neue Gewalttaten herbeigeführtBoden ansprechen, nicht sowohl unterworfen , als vielmehr von ihneu geschützt, was in diesemAugenblicke eher ein Titel der Beschränkung gegen Fremde, als eine Ausübung der Macht überUnterthanen ist; deun es wird den Urbewohnern das Eigentum des Bodens zuerkanut, sie blei-ben sich selbst überlassen u. siud frei in ihren Handlungen. Das Erdreich u. seine Bewohner wer-den blos als uncultivirte Realitäten ihm Vorbehalten, um in Zukunft nach dem Maasse der Mög-lichkeit daselbst mit Urbarmachung fortzuschreiten 11. Civilisation einzufuhren. Die Wilden je-doch, die einmal Glieder der grossen Familie sind, haben ein besonderes Recht auf die Obsorgeder Unionstaaten, u. man muss eingestehen, das die Maassregeln der Regierung u. dieallgemeineStimme grossmüthig wetteifern, diese heilige u. väterliche Pflicht gegen sie zu erfüllen. Privat-gesellschaften haben sich gebildet, um deren Loos zu verbessern; Missionäre werden ausge-schickt, um ihnen die Wahrheiten der Religion zu predigen; Schulen sind eingeführt, ihre Kin-der umsonst zu unterrichten; Colonien zur Probe sind unter sie gebracht worden, um sie die me-chanischen Künste und die Wohlthaten der Civilisation kennen zu lehren, indem man sie au denBoden zu fesseln u. mit dem Anblick der häuslichen Genüsse vertraut zu inac hen sucht. Für dieseZwecke werden jährlich hohe Summen bewilligt, u. strenge wacht man darüber, dass in jedemHandel mit ihnen die Gerechtigkeit durch die W cissen gchandhabt werde, u. hauptsächlich, dassman ihnen die starken Getränke, wornach sie so gierig sind, und welche ihnen so grossen Nach-theil bringen, auf alle M eise vorenthalte. I11 dem Maasse als die Bevölkerung der Weissen in denWüsteneien fortschreitet, kaufen die Unionstaaten das Eigenthum des Bodens den Urbewohnernab, u. diese ziehen sich mehr nach Westen, wenn sie auf ihrem angewöhnten Leben der Jagd u.
Fischerei verharren; oder sie behalten auch wohl au dem Orte selbst besonderes Eigenthum,das sie mitten unter den neuen Sitten, wovon sie mm umgeben sind, zu bauen anfangen. Aufsolche Art bietet der Erdstrich im Nordwesteu beträchtliche Haufen Indianer dar, welche sichvor nicht langer Zeit durch einen Vertrag das Recht bedungen haben, uuter dem Titel eines un-abhängigen Staats mit Congressdeputirtcn in die Union aufgenommen zu werden , sobald ihreAnzahl u. ihre Cultur es gestatten — ein ausserordentliches Schauspiel, das von den vereinigtenStaaten um so mehr scheint begünstigt zu werden, als sie darin den unschätzbaren Vortheil Hu-den, sich eine Wehr gegen künftige Verwüstungen dieser wilden Horden anzulegen, weil end-lich diese Stämme, wenn sie einmalcivilisirt sind, mittelbar u. lockweise alle andern zur Nach-ahmung dieses Beispiels bringen werden.
Neue Urkunden geben die Volksmenge der Kupferfarbigen oder Indianer über 426,000 an,welche so eingetheilt siud, wie man hier zur Linken sieht. Die Zahl der Krieger wird darin 1 auf5 geschätzt; u. eine Beobachtung, welche die Aufmerksamkeit des Naturkundigers verdient, istdiese, dass die Bevölkerung dieser Stämme zusehends in dem Maasse abnimmt, als sie sich unter
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Handel. —Die Ausfuhr belief sich vor 5 o Jahren nicht auf 25 Millionen Gulden, während sie heut zu Tage auf 240 Millionen steigt. Mau schätzt die Sum-me des innern u. äussern Handels auf jährlich 1800 Millionen. AmerikanischeEskadern durchlaufen alle Seestriche und stationiren im Mitteljneere, in Afri-ka, Indien, China und bis jenseit des Cap Horn im grossen Ocean*
die Civilisation beugen und dass sie um so zahlreicher werden, je entfernter sie von den \\ eissenArmee. Das stehende Heer beträgt mehr nicht als 5,779 Maun; da aber jeder'sind; wie wenn aller Begünstigung zum Trotze unsere Nachbarschaft ihnen unheilsam wäre undnerikaner von 18 bis 45 Jahr zur Miliz verpflichtet ist, so beläuft sich die! wir durch unsere Natur eine schädliche Atmosphäre verbreiteten.
. . ‘ '* 1 Indessen scheint die Anzahl der Indianer am Mississipi und im Nordwestgehiete, da sicli
ihre Lebensart nicht wesentlich geändert hat, noch eben so stark oder sogar stärker zuseyn, als vor den englischen Niederlassungen ; denn das Feuergewehr hat ihre Mittel zurErwerbung des Lebensunterhalts vermehrt.
Amerika
Anzahl derselben auf die furchtbare Summe von 1,200,000 Mann.
Seemacht. 25 Linienschiffe , 11 Fregatten, 32 Schaluppen.
*) Florida, Michigan t und Arkansas werden i. J. 1829 als Staaten aufgenommen, und deren Anzahl wird sodann 27 seyn.
Die Freiheit war glücklich errungen; aber ein neuer Kampf stand be-vor , als die imiern Angelegenheiten sollten geordnet werden. Besonders thä-tig waren dabei Samuel u. John Adams, Rutledge , Franklin, fVasfdngton ,Tyler, Jefferson und Patrick Henry. Nur allmählig und durch viele Jahrehat sich der demokratische Unionstaat, wie er jetzo besteht, gebildet.Keine Verfassungsurkunde o<ler Charte bindet nämlich dem Congress dieHände für Verbesserungen, die von Zeit oder Umständen geboten werden.
Um einige Beispiele von den Vorträgen zu gehen, die vor und nach derBefreiung im Congress gehalten worden, setzen wir liieher eiuige Bruch-stücke aus Reden des in Europa kaum bekannten Patrick Henry, geboren1736 in Virginia, dieses amerikanischen Demosthenes. 1770 unmittelbarvor dem Ausbruch des Kampfes war er im Congress bemüht, seine Mit-bürger über die wahre Lage ihres Landes und ihrer Verhältnisse sowohlaufzuklären als auch zur Ergreifung des einzigen noch übrigen Rettuims-mittels anzufeuern, was er auf folgende Weise tliat : »Bürger! es liegt
in der Natur des Menschen, sich den Täuschungen der Hoffnung hiuzn-gehen, unsere Augen wider eine schmerzliche Wahrheit zu versrhliessen,und auf den Gesang der Sirene zu horchen, bis sie uns in Thiere ver-wandelt. Geziemet dies aber weisen Männern, die im Kampfe für Freiheit begriffen sind ? Ich für mein Theil habe nur eine Lampe, um meineSchritte zu lenken , und diese ist die Lampe der Erfahrung. Ich kenne»kein ander Mittel, um die Zukunft zu beurtheilen , als die Vergangen-heit; und urtheilen wir dieser Zufolge, was lag denn im Benehmen der»Engländer seit zehn Jahren, das die Hoffnung rechtfertigen könnte,der sich einige unter uns ergehen? Ist es jenes gnädige Lächeln, womitunsere letzte Bittschrift aufgenommen worden ? — Trauet ihm nicht!Fraget euch selbst, wie die gnädige Aufnahme sich mit den Kriegsrüstun-gen vertrage, die unsere Meere bedecken und unser Land verdunkeln?Bedarf es der Flotte und Heere zu einem Werk der Liebe und Aussöh»innig? Betrugen wir uns nicht! Dies sind <lie Werkzeuge des Krieges und»der Unterjochung; die letzten Gründe, deren sich Könige bedienen. Hat» England irgend einen Feind iu diesem Welttheile, der eine solche Anhuufung von Heeren und Flotten uotliwendig machte? — Nein, es hatkeinen. Sie siud für uns bestimmt, sie können es für niemand anderseyn. Man hat sie herüber gesandt, um uns jene Ketten anzulegen, die» das britische Ministerium so lange schon geschmiedet. Und was haben• wir, um sie abzuwehren? Sollen wir Vorstellungen versuchen ? Dieshabeu wir seit zehn Jahren gethan , wir haben die Sache in jedem Lichte»dargestellt, und alles vergebens. Sollen wir zu Bitteu, zu demüthigemFlehen unsere Zuflucht nehmen ? Welche Ausdrücke könnten wir finden,die nicht schon erschöpft waren? W'ir haben Vorstellungen gemacht,»gebeten, demüthig gefleht, wir haben uns vordem Throne niedergewor-"fen, um die tyranuische Hand des Ministeriums abzuwenden. Unsereellungen haben neue Gewalttaten herbeigeführt, unser Flehen wardüberhört und mit Hohn sind wir vom Throne zurückgestossen worden.Umsonst also hegen wir die Hoffnung zum Frieden oder zur Aussöhnung.» Wenn wir frei zu seyn wünschen; wenn wir jene unschätzbaren Vorrechte,»für die wir so lange gestritten, unverletzt erhalten wollen; wenn wir»dem edlen Kampfe, welchen nicht zu verlassen wir uns verbürgt haben,»treu bleiben, bis derruhmwürdige Zweck unseres Strebens errungen ist, —»so müssen wir zu den Waffen greifen. Ich wiederhole es, wir müssen» zu deu Waffen greifen! Unsere einzige Zuflucht sind die Waffen und»der Gott der Heerschaaren. Man sagt, wir seyen schwach und nicht»iin Stande, uns mit einem so furchtbaren Feinde zu messen. Aber wann»werden wir stärker seyn? Etwa die künftige Woche, oder künftiges» Jahr ? Vielleicht wenn inan uns gänzlich entwaffnet und vor jedes Hauseine britische Wache gestellt hat? — Wir sind nicht schwach, wennwir einen guten Gebrauch von den Mitteln machen , die uns der Gott»der Natur in die Hände gelegt hat. Drei Millionen für die heilige Sache•'der Freiheit bewaffnete Menschen, iu einem Lande wiedas unsrige, siudunüberwindlich für jede Macht, die unser Feind senden kann. Lebfcr-dies werden wir auch den Kampf nicht allein zu bestehen haben. Esgibt einen gerechten Gott, der über die Schicksale der Völker wachet,und der uns Freunde erwecken wird, die für unsere Sache kämpfen.Der Sieg ist nicht des Starken allein; er ist des Vorsichtigen, des Thüti-» gen und Tapfern. Doch abgesehen von allem, so haben wir keine W ahl»inehr, selbst wenn wir niederträchtig genug wären, uns dem Kampf»entziehen zu wollen; denn schon ist es zu spät, wir können ihn nicht» mehr vermeiden, ohne iu Unterwerfung und Sklaverei zu willigen; unsere»Ketten sind geschmiedet; wir können sie auf den Ebenen von Boston»rasseln hören. Der Krieg ist unvermeidlich , und so inag er kommen»Es ist vergebens, die Sache zu bemänteln. Einige mögen wohl rufen :»Frieden, Frieden! — aber es ist schon kein Friede mehr; der Krieg hat» wirklich angefangen , und der nächste Wind, der aus Norden bläst, wird»uns den Schall klingender Waffen zuführen. Unsere Brüder sind schon»im Felde; warum stehen wir müssig da ? W r as wünschen, was möchten»wir? Ist das Lehen so theuer und der Friede so süss, um sie für» Ketten und Sklaverei einzukaufen ? Das verhüte der Allmächtige ! — Zwar»weiss ich nicht, was andere beschliessen werden; aber was mich be-» trifft, man gebe mir Freiheit oder Tod!«
Bei diesen Worten bewegte er sich mit begeistertem Antlitz und mit aus-gestreckten Armen vorwärts gegen die Versammlung, und iu dieser wider-hallte es dumpf: Freiheit otler Tod! — der Krieg ward beschlossen.
Um diesen berühmten Redner und Patrioten, welcher die Umständereiflich erwog, uud Nachdruck oder Müde zur gehörigen Zeit anzuwenden
Combination plötzlich umgeben von der Eskader des Grafen Grasse, wei-he von deu Antillen gelandet, von dem Heere llochambeaus, welches vonRhode Island gekommen, und von Washington , welcher vonNew York her-gezogen war. Aller Hülfe beraubt legt er die Waffen nieder mit 7000Maun.
1782. Anerkennung der Unabhängigkeit; einstweiliger Friede,
eit vor und nacli dem Befreiungskriege.
verstand, von einer andern Seite zu zeigen, so höre man, wie er einemVorschläge, der damals so ganz unpopulär war, Eingang zu verschaffen wusste.
Nach erkämpfter Freiheit wünschte er, dassdie englischeu Emigranten zurRückkehr eingeladen würden, worüber man sich allgemein wunderte, da vor-nehmlich er so viele Misshandlungen von den Engländern erlitten hatte. Ermotivirte seinen Vorschlag, auf folgende sehr lebhafte, vou allem Hass undParteigeist freie Weise: » Ich bekenne freilich, dass ich über viele persönliche»Beleidigungen zu klagen habe; wenn ich aber in diesen Saal der Gesetz-» gebuug trete , so suche ich, so viel als die menschliche Schwachheit es ge-» stattet, alle persönlichen Gefühle hinter mir zu lassen. Dies ist eine Na-»tionalsache, und wenn ihr anders weise seyd , so werdet ihr bei Ent-» Scheidung derselben nur allein das Interesse der Nation betrachten. Auf»dem Altar meines Vaterlandes hin ich bereit jeden Privathass und jede»Beleidigung niederzulegen, und ich würde mir thöricht schmeicheln, zu»glauben, dass ich in diesem Hause der einzige sey, der ein solches Opfer»zu bringen im Stand wäre. Wir haben, ihr Bürger, ein grosses Land»ohne Bevölkerung; was kann politischer seyn als ein Land zu bevölkern ?» Menschen bilden die Stärke und deu Reichthum einer Nation. Ich wünschte»unsere weiten Waldungen etwas früher, als im gewöhnliche Laufe der»Natur geschieht, ungefüllt, und unsere Staaten bald iin Range der Na-»tionen erscheinen zu sehen, wozu ihre natürliche Lage sie berechtigt.» Werfet euern Blick über dieses grosse Laud , bemerket die Gesundheit» des Klima , die Fruchtbarkeit des Bodens , uud die schiffbaren Flüsse»nach Süden und Osten, als zeichnete der Finger Gottes den Weg zu Nie-» derlassungen uud Reichthümern. Wir sind dazu bestimmt, ein grosses» ackerbauendes und Handelsvolk zu werden; die Frage ist nur, ob wir» dieses Ziel langsam und iu kränklicher Minderjährigkeit hinschmachtend»erreichen, oder oh wir bald in den Genuss jenes hohen Gutes gelangen»wollen. Zielten wir, woran ich keinen Augenblick zweifle, den letztem» W'eg vor, so müssen wir die Einwanderung ermuntern , wir müssen den»Bauer, den Handwerker und Kaufmann der alten Welt einladen, sich iu»diesem Lande der Verheissung niederzulassen Wenn wir unsern Boden»auf diese Art zur Heimath des Fleissigen, des Geschickten, des Reichen»uud zur Zuflucht des Bedrängten machen; wenn wir das Maass der Volks-menge durch die Mittel, welche Gott in unsere Hand gegeben hat, füllen»so wage ich vorherzusagen, dass sogar Jetztlebende dieses Land unter den» mächtigsten der Erde erblicken werden ; im Stande sieh seihst zu schützen»ohne zu jener allzeit gefährlichen, obwohl bisweilen unvermeidlichen Politik, fremden Beistand uuzurufen, seine Zuflucht nehmen zu müssen. Ja wirwerden es gross sehen, in Künsten und in Waffen, wenn seine goldnenAernten über unermessliche Felder wogen, wenn sein Handel in die entfern-testen Meere dringt, und seine Kanonen die Pralerei deijenigen zum Schwei-gen bringen, die sich jetzo die Herrschaft der Wellen anmaassen. Aberdazu»bedarf es Menschen. Jene dichten Wälder von schätzbarem Holze, unter» welcheu unser Boden seufzet, müssen ausgerodet werden; die Reichthiimerauf der Oberfläche und in denEingewnide» unseres Landes können nur durchdie Geschicklichkeit und den Fleiss der Menschen gewonnen und eingesam-melt werden. Unser Bauholz muss sich in Schiffe verwandeln, uin die Er-zeugnisse versenden zu können ; wir müssen Handelsleute und Kapitalienhaben, um die Producte zu verkaufen und die besten Märkte im Auslandedafür zu suchen. Der grosse Mangel ist der Mangel an Menschen; aber diesewerden wir bald haben, wenn wir weise sind. Oeffnen wir nur die Thoreund sie werden hereiukommen; die Bevölkerung der alten Welt ist bis zumUeberfliesseu voll uud erliegt unter dem Drucke der Regierungen. Sie stehenau ihren Ufern schon auf den Zehenspitzen und blicken mit Sehnsucht nachdem Lande, über «las eine gütige Vorsehung ihr Füllhorn ausgegossen, wonun der Friede seine Fittige ausbreitet, Zufriedenheit mi«i Ueberfluss sicli» vor jede Thür lagert, und die natürlichen sowohl als politischen Vortheile» ihresgleichen nirgends in der Welt haben. Sie sehen noch etwas anziehen-» deres als all dieses— sie sehen ein Land, worin <lie Freiheit ihre W ohnung» aufgeschlugen hat; jene Freiheit, die sie als eine fabelhafte Göttin nur in der» Phantssie existiren«! dachten; sie sollen liier eine wirkliche Göttin, «leren» Altäre sich überall in diesem glücklichen Staat erheben, und deren Ruhm» vou drei Millionen Zungen gefeiert wird. Lasset sie nur ihre schöne Hand» den Völkern der alten Welt entgegeustrecken, heisset sie willkommen, und» ihr werdet sie sehen herbeiströinen. Euere V\ ihlniss wird gesäubert, euere» Wüsten werden lachen, euere Reihen sich füllen, und ihr werdet bald im» Stande seyn, jedem Widersacher Trotz zu bieten. Vieles wendet man wider»jeden Zuwachs aus England ein, und besonders gegen die Rückkehr der bri-» tischen Ausgewanderten; allein ich fühle die Stärke solcher Einwendungen» nicht. Das Verhältnis, in dem wir zu diesen verirrten Menschen steheu» ist nicht mehr dasselbe. Ihr König hat unsere Unabhängigkeit anerkannt,»der Streit ist vorüber, der Friede wiedergekehrt, und wir sind ein freies» Volk geworden. Lasset uns denn die Grossmuth haben, alleu Widerwillen» auf die Seite zu legen, uud sehen wir die Sache aus dem politischen Stand-» punkte an; jenes ist ein unternehmendes, geldreiches Volk; es kann uns» durch die Abnahme des Ueberflusses unserer Erzeugnisse nützlich werden» und uns während dein unmündigen Zustande unserer Fabriken mit den noth-» wendigen Bedürfnissen versehen. Ich liege kein Vorurtheii gegen dasselbe;
» ich fürchte es nicht. Was sollen wir, nachdem wir den britischen Löwen»zu unsern Eiisseu niedergestreckt, vor seineu Jungen Furcht zeigen! Ent-»» saget einer so grundlosen Furcht und so schwachvollen VorurthciTen; löset» die Fesseln des Handels, lasset ihn frei seyn, wie die Luft, so wird er die» ganze Schöpfung durchfliegen und auf den Fittigcu der vier Himinelswiude» zuriiekkehren, um dieses Land mit Reichthümern zu überschütten.«
Präsidentschaften, Vice Präsidenten und Minister etc.; Farbe ihrer Verwaltung;
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Politische Gewalten der Unionstaaten.
Die Organe der Landeshoheit bestehenim Congress und in der vollziehenden Ge-walt.
Congress. — Zwei Kammern : der Re-präsentanten und des Senats.
Vollziehende Gewalt. — Präsident, Vice-präsident, vier Minister oder Seeretäre.
Präsident. — Muss über 35 Jahr alt seyn,14 in derUnion gelebt Italien 11. ihr Einge-bornerseyn. Erwirdauf 4 Jahre gewähltn. ist unbestimmt wieder wählbar; er istObergeneral d. Armee, d. Flotten. Miliz;empfängt die fremden Gesandten; ernenntmit Gutachten undZustiimnung des Senatsdie Gesandten u. andere durch das Gesetzbestimmten Beamten; er hat das Recht Be-gnadigung zu ertheilen; ist « 1 er Anschuldi-gung u. dem Gerichte unterworfen; iin Fal-le der Absetzung, des Todes, der Entlas-sung o«lerUnf thigkeit wird er durch «lentemporären Vicepräsidenten des Senats
Erste Präsidentschaft. 1789—*793.Washington, Präsident. -— Adams, Vicepräs.
Aeusseres u. Inneres .Jefferson.
Schatzkammer .Hamilton.
Kriegs - u. Seewesen .Kuox.
Zweite Präsidentschaft. 1793 —1797*Washington, Präsident. — Adams, Vicepräs.Aeuss. u. Inn. Jefferson, Randolph, Pickering.Schatzkammer .... Hamilton, Wolcott.Kriegs u. Seewesen . . Knox.
Die Föderalisten in der Oberhand ; ihr Zweck ist Centralisirung.
Georg Washington, aus Virginia, Obergeueral und Dictator während des Aufstandes,erhielt ohne Bewerbung dur«*h einmüthige Abstimmung die Präsidentschaft. Seine vorzüg-lichen Eigenschaften im öffentlit.hen un«l Privatleben, seine Weisheit, Standhaftigkeit, Mäs*sigung, die schwierigen Lagen und ausgezeichnete Stellung, wo er diese Tugenden ausübte,haben ihn unsterblich gemacht. Die Züge seines Charakters u. sein Andenken vergrössern sichmit jedem Tage; die Richtung der Geister in unserer Zeit bewirkt ihm eine wahre Verehrung u.sichert ihm eine der ersten Stellen unter den grossen Männern, da er sich mit einer neuen Zeit-epoidie 11. S«*hule indentisch gemacht hat.
Washington hatte in seiner Jugend mit Auszeichnung Militärdienst gethan. Als man einenOber«eneral ernennen musste, stand man zwischen ihm u. zwei andern an; aber der erste warein Engländern, die öffentliche Meinung war dagegen, einen Anfülirer zu wählen, welcher seinVaterland bekämpfen sollte; n. des zweiten heftiges Temperament würde die völlige Vereini-gung gehindert haben; man hielt also an Washington fest, dessen Mässigung bekannt war, unddiese Wahl war keiner von den geringsten Glücksfällen für die Sache Amerikas.
Mit der ersten Präsidentschaß fängt die ordentliche Geschichte der vereinigten Staaten erstan. Sechs Jahre des Friedens waren schon verflossen und die entstehende Republik war ohne
oder in dessen Ermanglung durch .!>>nen Cre(!i ohneMacht ohn e Ansehen , ohne Bestand für die Zukunft; ihre Schuld war uner-der Reprasen unten ersetzt. Seine Besol- meMlich aber sobaId die Centralverfassung, eingeführt durch die Föderalisten, sich ... Thät. Ldüng unter dem Titel Ersatz besteht in ;keit 5etzte > bat die Weisheit des Congresses, die Treue des Präsidenten und d.e vollkommene
i Eintracht unter filmen bewirkt, dass die Verwirrung sicli legte und das beneidenswertheSchicksal, von welchem wir Zeuge sind, vorbereitet wurde.
Die zweite Präsidentschaß sieht noch, troz erbitterter Parteien , die Eintracht unter Was-hington erhalten. Er hatte sich zurückzieheu wollen, und er gab nur, als er blieb, dem lu-teresse seines Vaterlandes nach. . , .
Während der zweiten Präsidentschaft, welche nur Fortsetzung der ersten war, befestigen sichdie Grundsätze u. Einrichtungen; dennoch aber wird der Bruch zwischen deu beiden ParteienII ues rra- durch die allgeme i ne Unruhe Europas grösser; die Demokraten ergreifen mit Hitze die Sache* rauken - f Frankrei.-hs, während die Föderalisten zu England stimmen, wodurch sie dem Volke sehr ver-
25,ooo Dollar.
Vicepräsident. Erlist kein Geschäft, alsden Präsidenten bei Erle«ligung dessenStelle zu ersetzen; er ist nicht einmal Mit-glied des Kabinets, wohl aber vou Amts-wegen Präsiilent des Senats.
Minister. Vier Minister, Glieder tles K a-binets, abruflich nach «lein Willen «les Prä-sidenten, besoldet mit 3 o,oooDer erste ist Staatsminister, welcher
. ,. ... ... , hasst werden. Washington selbst wird in diesem Umstande nicht geschont, sondern muss
unter diesem Titel d.e auswarügen Auge- . Neutralitätserklärung als monarchisch und als kSaigtich getadelt mrd
iegenheiten und das Innere vereint. Der 0
zweite Schatzminister, der dritte Kriegs-ininister, auch mit dem beauftragt, wasdie Indianer betrifft. Der vierte ist Mini
sterdes Seewesens, vom Kriegswesen ent-
bunden im Jahre 1798.
Gerichtliche Macht : Bezirksgerichte,Kreisgericbte und oberster Gerichtshof.
Thatsachen u. Verhandl. Vervollständigungder die Rechte und Freiheit der Einzeln heili-genden Verfassung, beste Antwort der Födera-listen an ihre Gegner; Rechte, Taxe und Bankgemeinsam. Saint-Clair von den Indianern ge-schlagen ; Spaltung des Kabinets, der Kam-mern und der Nation.
Thatsachen u. Verhandl. HeftigerStreit. DieDemokraten können den Krieg mit Engl, nichtzu Stand bringen. Jefferson tritt ab ; SiegWay-nes über «üe Indianer; der Aufstan«! gedämpft;Handelsvertrag mit England , welcher öffent-liche Missbilligung erregt und dem Präsidentendie Volksgunst entzieht.
Dritte Präsidentschaft. 1797 —1801.Adams , Präsident. — Jefferson , Vicepräs.Aeusseres u. Inneres . . Pickering, Marshall.Schatzkammer .... Wolcott, Dexter.Krieg. Mac-Henry. — Seewesen. Stoddert.
Die Föderalisten auf dem Wendepunkt.
John Adams, von Massachusetts, gebo-ren im Jahre i 7 35 , Rechtsgelehrter, GefährteFranklins, glühender Freund der Unabhän-gigkeit , ehmals Gesandter in Frankreich undHaupt der Föderalisten, nimmt die drittePräsidentschaft ein. Die Föderalisten, welche
Vierte Präsidentschaft. 1801 — i 8 o 5 .Jefferson, Präsident. — Burr, Vicepräsident.Aeusseres u. Inneres . . . Madison.
Schatzkammer .Dexter, Gallatin.
Krieg. . Dearborn. — Seewesen. . Smith.
Fünfte Präsidentschaft. i8o5—1809.Jefferson, Präsident. — Clinton, Vicepräs.
Aeusseres u. Inneres .Madison.
Schatzkammer .Gallatin.
Krieg. . Dearborn. — Seewesen.-. Smith.
Die Demokraten in der Oberhand; ihr System ist der Centralisirung entgegen.Thomas Jefferson, aus Virginia, geb. i. J. 1743, Rechtsgelehrter, vorzügliches Haupt derRevolution und Verfasser der Unabhängigkeitsacte, ehmals Gesandter in Frankreich , Ver-breiter der Pockenimpfuug unter den W ilden, bekannte sich eifrig zu den Sätzen «ler Anti-föderalisten selbst mittenim Kabinete, was die Ursache war, dass er seines Amtes der auswär-tigen Angelegenheiten entsetzt wurde, aber hei der folgenden Wahl die Vicepräsidentschaft u.hei der vierten Besetzung des Präsidentenstuhls, das höchste obrigkeitl. Amt erhielt. Umsonstbefürchten lassen, dass sie eine Aristokratie suchten die Staaten im Osten ihren Adams zu halten; alle des Westens vereinigten sich für seinenschaffen wollen, werden dem Volke ver-Mitbewerber, welcher mit einer Mehrheit von neun Stimmen den Sieg davon trug. Mit Jeffer-liasst; man wirft ihneu besonders vor, Eng- 1 son riss die demokrat. u. republik. Partei, deren Seele er war, die Macht an sich, 11. behielt sieland zuin Nachtheile Frankreichs, für wel- seitdem bei. Es war eine Revolution , aberohne Verwirrung, ohne Heftigkeit, so sehrstand sie«•lies die Nation lebhaft eiue politische Sympa-j mit dem öffentlichen Wunsche in Eintracht. Was sie vornehmlich bezeichnet, ist, dass sie denthie fühlte, zu begünstigen. Die persönlichen, Besiegten Verdruss verursachen konnte, ihnen aber keinen Anlass zur Gegenbeschuldigung ge-Eigenschaften Adams sind nicht geeignet, sei- heil wollte. Das Betragen der Sieger glich ihren Worten;initGeru<lheit, Offenheit u. 1 'Treue hrach-ner Partei die öffentliche Gunst wieder zu ver-! ten sie die Grundsätze, welche sie bekannt hatten, in Ausübung; u.man beschuldigt sie, dass sieschaffen. Er legt in seine Amtsverri«*htu»gen | hierin sogar zu weit gegangen. Adams hörte nicht auf, die Centralisirung zu befestigen; Jeffer-eineu Ernst, eine Wichtigkeit uud eiue Art von son dagegen war nur beschäftigt, sie zum Nutzen der Staaten zu schwächen; übrigens bezeichnet
«lie Epoche dieser beiden Präsidenten den Wendepunkt der zwei wetteifernden Systeme.
Jefferson, wegen seinen zweckmässigen Anordnungen im Staatshaushalt und wegen seinerTreue, womit er die Constitution befolgte, immer mehr heim Volke beliebt, erhielt die fünftePräsidentschaft fast mit einmüthiger Stimme; allein der Vieepräsifleut Burr konnte nicht aufsneue gewählt werden, weil er Hamilton, eines von den Häuptern der Föderalisten, im Duell
Gepräng , das seine Freunde mit dem NamenTVürde, seine Gegner aber mit der BenennungEitelkeit u. Ausländerei belegen. Er ist auch nurdurch einen Missgriff des französischen Direc-toriums, welches diese Partei stürzen wollte,
und mitten in den Unionstaaten die Ränke getödet. Man vergass die Neigung, welche man bisher in der öffentlichen Meinung fürund Drohungen, wie iu den Bezirken Frank- ihn gehegt hatte, und bestrafte ihn auf diese Art. So gerecht ist die öffentliche Meinung.
wenn sie durch Widerstand oder Unterdrückung nicht erbittert wird.
Jeffersons zweite Präsidentschaft ist voll der schrecklichsten Schwierigkeiten. Gleichbedroht und beleidigt von England und Frankreich, suchen die Unionstaaten ein halbesHülfsmittel darin, dass sie anfangs von der Schiffahrt abstehen und hernach die Erklä-rung geben, dass sie nur mit demjenigen Volke wieder in Verkehr treten werden , wel-ches den Beschwerden ein Ende mache; eine Erklärung, die zwar hei Frankreich wirkte,aber nicht bei England, gegen welches die Erbitterung der Nation keine Gränzen kannte.Thatsachen u. Verhandl. Sieg über die Cen-
reichs versuchte, auf den Präsideutenstuhl ge-langt. Das Nationalgefühl wird hierüber ent-rüstet, alle Parteiung verschwindet, und wenndie Föderalisten ihren Weg noch verfolgen,so enden sie do«;h mit der PräsidentschaftAdams , welcher nicht wieder kann gewähltwerden.
Thatsachen u. Verhandl. Maassregeln widerFrankreich, durch die Feindseligkeiten des Di-| tralisirung; Taxen, Armee und Flotte vermin-rectoriuins hervorgerufen; die Eintracht durch dert; die Bank derUnion bedroht; gemeinsamedes Directoriums Sturz wieder hergestellt. Sitz j Hochschule, und ebensolche Anlegung grosserder Regierung nach Washington verlegt ;j Strassen, Canäle etc. verworfen; Ankauf Lot-Adams, der unklug Zeitschriften verfolgt, die 1 sianas , nach der Unabhängigkeit die grössteihn tadeln, wird dem Volke verhasst. ! Woblthat für die vereinigten Staaten.
Thatsachen u. Verhandlung. Erbitternde undfeindselige Maassregeln Englands und Frankreichs; Widerstand und Verteidigung derUnionstaaten; berühmter Act des Embargoder am Ablauf des Jahrs durch die Actedes Nichtverkehrs (non-intercourse) ersetztwurde.
Sechste Präsidentschaft. 1809 — i8i3.Madison, Präsident. — Clinton, Vicepräsident.Aeusseres u. Inneres .... Smith, Monroe.
Schatzkammer .Gallatin.
Krieg. Eustis. — Seewesen. P. Hamilton.
Siebente Präsidentschaft. i8i3 — 1817.Madison, Präsident. — Gerry, Vicepräsident.
Aeusseres u. Inneres .Monroe.
Schatzkammer. . Gallatin, Campbell, Dallas.Krieg. Armstrong. — Seewesen. Crownshield.
Fortsetzung des Systems der Antiföderalisten ; Augeiischeiuliclikeit seiner Gebrechen.
James Madison, aus Virginia, geb. im J. i 7 58, Rechtsgelehrter u Bekenner der nämlichenGrundsätzen wie Jefferson, folgt diesem, als er wie eiust Washington erklärt, dass er sich un-widerruflich von den Geschäften zurückziehe, auf dem Präsidentenstuhle. Madison wurde,wie sein Vorgänger, bei der folgenden Wahl einmütig wieder bestätigt, so sehr war das herr-schende System beim Volke beliebt geworden.
Die beiden Präsidentschaften Madisons sind durch die Schwierigkeiten, Unfälle und Sclirek-nisse, womit das Land überhäuft worden, so wie durch den Mut und die Standhaftigkeit desOberhaupts ausgezeichnet. Indessen entstand eine grosse Wohltat aus so vielen Ueheln; näm«• 1 i- __ TT..1—all* Maplit verdankte, ihrer Fehler 7.1
Achte Präsidentschaft. 1817—-1821.Monroe, Präsident. — Tompkins, Vicepräs.
Aeusseres u. Inneres .J. Q Adams.
Schatzkammer .Crawford.
Krieg.
Neunte Präsidentschaft. 1821 — 1825.Monroe, Präsident. — Tompkins, Vicepräs.
Aeussetes u. Inneres .J. Q. Adams.
Schatzkammer .Crawford.
Calhoun. — Seewesen. Crownshield. Krieg. Calboun.— Seewes. Thomson, Southard.
. Annahme der gemischten Grundsätze durch die Antifüderalisten.
James Monroe, aus Virginia, geb. i. J. i 7 5 7 , General, ehmals Gesandter in Paris 11. London,verwaltet die achte uud neunte Präsidentschaft. Die schre« kliche Kriegsprobe hatte dasGebre-chen der Verwaltung bloss gestellt u. die Uebcrzeugung davon in allen Gemütern hervorge-bracht; dennoch aber war die allgemeine Stimme den so treu Constitutionellen Antifö«lerali-sten ergehen und weit entfernt, eine Gegenwirkung zu wollen; man verlangt nur Verbesse-rungen , u. wählt Monroe, welcher mit den Principien «lieser Partei zugleich eine Vorurteils-losigkeit verbindet, welche bewirken kann, dass er auch alles Gute «ler Gegenpartei leicht an-nimmt. Madison hat diese heilsame Verbesserung angefangen; Monroe aber besitzt densie
lieh die Partei welche der Uebertreibung ihres Systemes alle Macht verdankte, ihrer Fehler zu jRuhin, sie durch Verschmelzung der Grundsätze, woraus die gemischten Principien entstanden,überführen und auf bessere Wege zu bringen. Die grossen Uebel, welche den Staat in Gefahr [geheiligt zu haben. Indem man die Einfachheit der Formen, die strenge Oekonomie, die gewis-setzten endigten «lamit, nützlich zu seyn. Die Unionstaaten, durch England aufs Aeusserste ge- jsenhafte Ausübung der Constitution heibehielt, gelangte man dahin, die vollziehende Gewalttrieben, gehorchten mehr dem Natiojialgefühle als dein Bewusstseyn ihrer Kraft, «la sie es wag-[zu befestigen u. dieCentralisation wieder zu errichten, woraus man sehen kann, dass bestimm-ten dem britischen Koloss Krieg anzukünden. Allein er nahm einen Lauf und brachte Resul- te Maassregeln unumgänglich sind. Diese Verbesserung hatte sogleich die heilsamsten Wirkun-
tate hervor, die alle angestellten Muthmaassungen vereitelten. Die Union hatte der furchtbaren
Seemacht, welche den Ocean bedeckte, nur einige Schiffe entgegenzusetzen, und doch ist sieauf dem Meere überall siegreicli u. erfüllt die Welt mit Erstaunen u. Bewunderung; anderseitshatte sie eine ungeheure Volksmenge , um die wenigen Truppen der Feinde im Innern des Lan-des aufzureiben, u. doch ist der grösste Theil ihrer Unternehmungen jämmerlich, ja man könntebeinahe sagen schimpflich. Indessen liegt der Fehler nicht im Mangel an Mutli oder Vaterlands-liebe, sondern an den Gebrechen der Regierung. Jeden Tag zeigten sich offenbarer die Irrthü-mer des Systems der Antiföderalisten ; der Mangel an Centralisation, die Schwäche der vollzie-henden Gewalt, die Nichtigkeit der regulirten Armee, der Ungehorsam der Miliz, die Armuthder Schatzkammer , die Creditlosigkeit und endlich die Trennung der Provinzeu , da jene imOsten besonders für sich allein zu unterhandeln drohten. Zu keiner Zeit war die Lage der Re-publik verzweifelter; die Union schien verloren zu seyn. Sie wurde nur durch die Fehler desFeindes gerettet, dessen verkehrte Maassregeln, unkluge Erbitterung u. grausame Handlungenalle Parteien vereinigten , alle Gemüther entflammten; u. der Freistaat stand aus so vielen Ge-fahren gehärtet in Vaterlandsliebe, Vereinigung u. Gemeingeist, hauptsächlich aber durch eiuegrausame Erfahrung aufgeklärt über die wahren Ursachen, welche seinen Sturz herbeiführenkönuten, oder welche seinen Wohlstand sichern müssen, herrlicher empor.
Thatsachen u. Verhandl. Sengen und Brennen
Thatsachen u. Verhandl. Krieg der Indianer,ihr Held Tecumseh. J. Hüll bezwingt das SchiffLa Guerriere in 1 5 Minuten; Decatur nimmt dieMacedpnienne und Bainbridge die Java. Eineamerikanische Armee streckt die W affen , eiuezweite hat das nämliche Schicksal; Nieder-lage hei Frenchtown.
der Engländer. Perry zerstört in 3 Stunden ihreFlotille auf dein Erie; Chauncay beherrscht deuOntario u. Mac-Donough nimmt ihre ganze See-macht auf dem See Chainplain; Harrisons Sieg;Wilkins Verlust; Washington niedergebranut;Baltimore und New-Orleans befreit.
gen; denn von dieser Zeit an gedeihen die Unionstaaten desto frischer; das Nationalgefühlund «lie Eintracht «ler Bürger wachsen, je«ler Act entwickelt auswärts all ihre politischeWichtigkeit und im Innern alle Arten des Wohlstandes zu eiuein Punkt, welchem die Phan-tasie keine Gränzen bezeichnet.
Die zweite Präsidentschaft Monroes endigt sicli durch ein in den Annalen «ler Welt einzige»Schauspiel, welches, wie der Präsident sich ausdrückt, diese Episo«le der amerikanischen Ge-schulte mit allem Interesse u. mit allen Reizen des Romans zieren wird. Der General Lafayettetrat wieder mitten unter einem Volke auf, dessen Unabhängigkeit er ein halbes Jahrhundertvorher seine Jugend, sein Vermögen u. Lehen gewidmet hatte; er ist das Freudengeschrei undder Enthusiasmus von drei Generationen desselben Volkes, welches in seiner Anzahl zwei-mal verdoppelt von der Kindheit zur Riesengestalt emporgewachsen, den Mann bewillkommt,umarmt und an sich drückt, welcheu es Gast der Kation und ersten IVohlthäter nennt.
Bei dem ganzen Volke ist dies ein fortwährender Triumph gethaner Dienste und bezeugterDankbarkeit; ein allgemeines Fest und ein Tausch der süssesten Empfindungen. Dennoch be-trüben si«:h der Philosoph u.Philanthrop, wenn sie in dieser ganz häuslichen Ergiessung die Be-rechnung oder doch ohne Zweifel den Trieb eines politischen Gegensatzes der einen Hemi-sphäre wider die andere wahrnehmen.
Thatsachenu. Verhandl. Krieg derSeminolen; Thatsachen u. Verhandlung. Die neuen Re-Erwerbmig Floridas; Wiedererrichtung der publiken Mexico, Guatemala, Columbia etc.Centralisation; Flotte u. regulirte Armee ver- anerkannt; Negerhandel für Seeraub erklärt;stärkt; Küsten befestigt; Seearsenal gegründet; jede europäische Colonisatiou oder militä-
Zehnte Präsidentschaft. 1825 — 1829.J. Q. Adams, Präsident. — Calhoun, Vicepräs.
Aeusseres u. Inneies .Clav.
Schatzkammer .Rush.
Krieg. . Barbour. — Seewesen. . Southard.
Fortsetzung des gemischten Systems.
John Quincy Adams, Sohn des ehmaligenPräsidenten Adams, einst Gesandter in Eu-ropa, machte die Präsidentschaft «lein Gene-ral Jackson streitig. Von 261 Stimmen hatJackson 101 aus Süden uud Westen ; Adams82 aus dem Norden; als aber im Congresseballotirt wird, siegt Adams. Sein politischesBekenntniss und seine Botschaften sind dieseines Vorgängers; und weil hier von diesenwichtigen Botschaften der Präsidenten dieRedeist, so können wir sie nicht genug als «las wahreconstitutkmelle Gesetzbuch und Evangeliumdes untadelhaften Liberalismus anpreisen.
Wir schliessen mit der Bemerkung, dassvon den fünf Präsidenten, welche den höchstenSitz inne hatten, vor einigen Jahren vier nochlebten. Adams,92 Jaliralt,aufseinemLandgutebei Boston, ein wahres Denkmal derRevolution,ehrfurchtvoll von Reisenden beider Weltenbesucht; Jefferson, Madison 11. Monroe hattensich durch feierliche Abschiede von den öffent-lichen Geschäften zurückgezogen u. lebten alledrei in Virginia einander sehr nahe. — Den 4.Juli 1826, am 5 o. Jubeltag dcrUnabhängigkeit,starben zugleich die beiden ältesten Expräsi-denten Adams und Jefferson. — Ohne andereVergeltung als die Ehrfurcht, welche sie ein-flössten, ohne anderes Privilegium als die Porto-freiheit ihrer Briefe, brachten sie den Abendeines langen und ruhmvollen Lebens patri-archalisch auf dem Lande dahin. Der erstestand der Universität seiner Provinz vor; derzweite führte den Vorsitz in der von ihm ge-stiftetenGesellschaft für Ackerbau, u. der dritteist Friedensrichter seines Bezirks. Welch ein
Plan und Zweck dieser Tafel.
Wir haben uns beflissen, in dieser Ta-fel alles zu vereinigen, was Geogra-phie, Geschichte, Politik u.Verfassung derUnionsAiaten überhaupt Wichtiges ent-halten. Aber unsermZwek des histoiischenMas getreu, haben wir die Materieuu> gewählt«, ihre Beziehungen so geord-net, dass wir ein Ganzes darstellen, wel-ches sowohl dem Kenner als auch deinLernbegierigen dienen kann —das heisst,ein Memorandum für den ersten, u. einehinlänglich erklärte Anzeige fiir den zwei-ten, damit er über dieses Land mit den Ein-gebornen seihst auf eine Art sprechen undurtheilen könne, die ihre Aufmerksamkeitfessle, u. ihren Umgang für ihn belehrendmache. Möchte es uns gelungen seyn, «lieGewogenheit zu erhalten, mit welcher wirbisher sind erfreut worden.
Die ('.arte stellt unter einer Farbe dieschon geordneten Staaten, u. unter einerandern die noch zu cultivirenden Bezirkedar. Eine colorirte Linie umfasst das ganzeGebiet der Unionstaaten.
I111 Texte gibt der senkrechte Rand zurLinken die Chronologie der vorzüglich-sten Ereignisse seit Entstehung, un«l je-ner zur Rechten deu Krieg der Unabhän-gigkeit, und Proben politischer Bered-samkeit.
Der untere Rand der Tafel, in dem er-sten Horizontalstreifen , spricht ein Wortüber deu physischen und politischen Zu-stand, über die Canalisation, die Finanzen,den Handel u. bietet eine statistische Ana-lysisder Provinzen dar, die indianische Be-völkerung und deren Verbältniss zu denUnionstaaten etc. Endlich ein zweiterStreifen, welcher den untern Rand be-gränzt, bezeichnet methodisch und beur-theilt die zehn Präsidentschaften, ihre Mi- |
System der Strassen, Canäle; Belohnung tindjrische Einwirkung in Amerika verworfen;
Gnadengehalte für das Militär gemeinsam auf- 22,5oo deutsche Meileu Postweg im besten Schauspiel, welche Sitten! Glaubt man wohl nisterieu, Thatsachen uud Verhandlunggenommen. jGange etc. Idie Geschichte unserer Tage zu lesen? ‘g en
Nro. XXXVII. HISTORISCH-POLITISCHE TAFEL DER NORDAMERIK. UNION.
Gedruckt und verlegt bei J. Veiten in Carlsrnbe, i8ag.