HISTORISCHE NACHRICHT VON DEM KOKNIGLICHEN HAUSE PREUSSEN
UND SEINES BESITZ l NGKX.
Seit dem Anfänge des dreizehnten Jahrhunderts nimmt die Familie Hohenzollern, das heutige königlichpreussisehe lfaus, einen bedeutenden Platz in der (»esehiehte e*in ; ihr Ursprung verliert sieh in Dunkel,und die Genealogen bilden allerlei ung -wisse und fabelhafte Systeme darüber. Zwei Linien bestanden zudir Zeit, mit welcher wir beginnen; die älter»* besass und besitzt noch heute ein kleines Kiirstenthum inSchwaben ; die jüngere war seit achtzig Jahren durch die Gunst der Kaiser in den Besitz der BurggrafsehaftNürnberg gekommen. Als Haupt dieser Linie linden wir g -geil das Jahr 1273 einen Friedrich, den NeffenRudolphs von Habsburg , der durch seinen Kifer und seine Klügln it hauptsächlich zur Krhühung Rudolphsbeitrug. Zur Belohnung «*rhielt er von diesem Kaiser die Burggrafschaft Nürnberg als erbliches Leben inVerbindung mit einigen Ueberresten kaiserlicher Domänen in Franken , und so ward der Keim der Machtdieses bedeutenden Hauses gelegt, welches sich von Stufe.zu Stufe höh«»r emporsehwang.
Sieben erbliche Burggrafen in Nürnberg waren noch auf den Neffen Rudolphs gefolgt, als der achteeinen grossen Schritt vorwärts that, indem er von Kaiser Sigismund die Markgralschaft Brandenburg mitd t Churfürstemviirde kaufte. Von nun an nahmen die Glieder der jungem Linie Hohenzollern statt demTitel Burggrafen den höher« Titel Markgrafen an, und die Familie erscheint in der Geschichte nunmehrnach dem Namen ihrer neuen Besitzung als Haus Brandenburg. Der Glanz ihrer Fürsten wächst; als Chur-fursten öffnet sieb ihnen eine neue Laufbahn in Bezug auf die Angelegenheiten des Reichs, die sie mit Eiferverfolgen, indem sie jede Gelegenheit ergreifen und geschickt zu ihrem Vortheile benutzen, fu jenementfeinten Zeitalter, von dem hier die Rede ist, pflegte man d«*n Fürsten besondere Beinamen nach ihremphysischen Aeussern oder nach ihren moralischen Eigenschaften heizulegeii, und so hatten die Churfürstcn\oii Brandenburg einen Zeitraum, wie auf der genealogischen Tabelle zu sehen, wo ihnen die grösstenund herrlichsten Namen aus der Mythologie und Geschichte zu Tlieil wurden , wo sie bald Achilles, baldI lysscs, Cicero, Nestor oder Alcibiades hiessen. Manche dieser Beinamen mögen sie wohl mehrfälligen Veranlassungen oder der Schmeichelei verdanken ; aber gerechte Ansprüche scheint in jedemFalle der dritte Churfiirst auf die Namen Achilles und Ulysses zu haben , denn in siebzehn Turnieren soller den Preis davon getragen haben , und achtmal als Sieger aus ernsthaften Kämpfen hervorgegangenseyn ; auch erzählt inan , dass er sich einmal gegen sechzehn Personen vertheidigte, und dass er bei einerandern Gelegenheit einen festen Platz eingenommen, indem <-r von der Mauer hinabgesprungeu und solange mit »len Einwohnern gekämpft, bis seine Soldaten die Tliore aufgesprengt hatten.
Besonders bemerkenswert!! ist der zehnte Churfürst, Georg Wilhelm , wegen seiner Regierung vollUnfällen und Niederlagen. Seine eigene Schwäche, vielleicht auch die Verrätherei seines Ministers, der,wie inan behauptet , \*m »lern wiener Hofe bestochen war , machten ihn zu einem Opfer des dreissig-jahrigen Kriegs. Das Glück hatte ihn zwar reichlich beschenkt, aber , wie es schien , nur uin seinenKummer zu vergrössern. DasHerzogthum Preussen war ihm durch Erbschaft zugefallen ; allein die längsteZeit seiner Regierung durchstreiften die Schweden das Land und richteten es durch Contributionen zuGrunde ; Cleve und Jülich , die schönen Länder, die er gleichfalls erbte, wurden ihm von den Spaniernbestritten , und blieben , so lange der Streit dauert»*, ein Besitz der Holländer ; nicht besser erginges ihm mit der Erl>s»-haft von Pommern , denn die Schwellen bemächtigten si»-h dieser Provinz undbehielten sie während » 1 er ganzen Dauer des dreissigjährigen Kriegs. Indessen endigte auch das Unglückd«*r Familie mit diesem Churfürsten ; er schien es für sein ganzes Geschlecht erschöpft zu haben, und vonda au wuchs das Glück mit jedem Tage.
Nach dem Tod des Churfürsten Georg Wilhelm beginnt ein glänzender Zeitraum für das Haus Branden-burg. D»*r eigentliche Gründer seiner Macht und seines Ruhmes , Friedrich Wilhelm, erscheint, den inanmit Recht den grossen Churfürstcn nannte, denn er war gross iin Felde, gross in der inuern Verwaltungund gross in der Politik. Er heilte die Wunden des Landes, machte die Fehler seines Vaters wieder gut;durch sein Talent s»-huf er den politischen Einfluss seines Hauses, der sich seit jener Zeit immer vergrösserthat; er machte Prensscu unabhängig von d»*r polnischen Lehensherrschaft, l)»*endigte den Streit wegenJülieh, indem er für seinen Tlieil Cleve und die Grafschaft Mark erhielt, und verschaffte sich einenTlieil von Pommern wieder , währen»l er sieh für den andern rei»-hlieh durch Magdeburg, HalberstadtMinden und Gamin entschädigen liess. Indem er so seine Besitzungen vergrössert« , stellte er zuglei»-lüberall Ordnung her, und öffnete sein«*« Völkern neue Wege zum Wohlstände durch Aufnahme der betrieb-samen Flüchtlinge, die der Widerruf des Ejlicts von Nantes aus Frankreich vertrieben hatte.
Friedrich, der Sohn des grossen Churfürstcn , benutzte den Einfluss, »len ihm sein Vater hinterlassenhatte , und seine gliYklYln* Lage , in der sieh alle Parteien um seine Freundschaft bewerben mussten.Er s»*tzte sich die Krone als König von Preussen auf, und ward sofort von dem Kaiser, der seinebedurfte, bald aber au<-h von »lein übrigen Europa anerkannt.
Sein Nachfolger, d»*r zweite König von Preussen, gehört zu den merkwürdigsten Charakteren in derGeschuhte, und wohl mag man über seine Sonderbarkeiten die wesentlichen Dienste, die er seinem Landegeleistet, zu sehr verkannt haben. Man hält sieh zu viel bei seiner Soldatenrohheit, bei seinem oyniselieiiWesen, bei seinen geflickten grollen Kleidern auf, und beachtet ni»ht genug »lie merkwürdige Kriegs-zu»-ht, die »*r als I-Yldherr g<*s<haff<*n, den reichen Staatss<*hatz , den er ang»*hänft hat. Was aber vielleichtno»-h mehr seinem Andenken Schaden thut, ist, dass er einen so grossen Na»hfolger gehabt. Kein Wunder,dass der Name Alexander »las Gudachtniss Philipps v»*r»lunkclt. Um ger»*»ht gegen Friedrich Wilhelm zuseyn, muss man es wenigstens anerkennen, dass er die glorreichen Tage seines Sohnes vorbereitet, dasser die Hebel gebildet, die nach ihm Friedrich II. so glänzend, mit so viel Kühnheit und Geist in Bewegungsetzte.
Friedrich II., mehr noch unter dem Namen Friedri»-h » 1 er Grosse bekannt, ist der Held derpreussis»henMonarihie, eigentlich der Held seines Jahrhunderts; er war einer von jenen ausserordentlichenMens»-hen, die nur in grossen Zwischenräumen, durch eine seltne Vereinigung der Natur mit demGlücke, erscheinen. Gr»»ss in seinen Plan»*«, unermüdlich in seinen Unternehmungen, glückli»*h in derAusführung, Grsrtzg»*ber, Feldherr, Staatsmann, Literator, Friedrich war alles, und in allem hatteereben so viel Glii»-k als Verdienst. Durch seine Erol>«*rungen, vcrbuudeu mit einer weisen Verwaltung,verdoppelte er die Bevölkerung und beinahe die Grösse seines Gebiets; erregte die Aufmerksamkeit undVerwunderung iu allen Ländern, unter allen Klassen, und als er im berühmten siebenjährigen Kriegeganz allein gegen den grössten Theil von Europa stand, wie gross mochte da das Erstaunen alter Kriegs-männer, alter Diplomaten seyn, auf einmal einen so mächtigen König von Preussen zu finden, wo siesonst nur einen gewöhnlichen Markgrafen von Brandenburg zu erblicken hatten. Seit FriedrichsRegierung gehört Preuss«*n zu d»*n ersten Machten Europas, und bei allen grossen politischen Ereignissenpflegt inan auf Preussen als auf einen von den Staaten zu sehen, deren Einfluss und Benehmen lur dasübrige Europa entscheidend wird.
Das Haus Brandenburg bihlete v»*rsehie»lene Zweige, wie auf der genealogis»*hen Tabelle zu sehen ist:der erste Zweig von Culmbach oder Baireuth , »l»*r erst»* von Ansbach und »ler von Preussen, welche alledrei von einein Sohne d»*s U.htirfürsten Albreeht Achilles ausgingen , vereinigten sieh nach wenigenGenerationen durch Heirath wieder mit dem altern Zweige, und vergrösserten so die Besitzungen derChurfürsten mit allen ihren Krhländern.
Neue Zweige von Culmbarh oder Baireuth und von Anspach bildeten sieh durch die Söhne des siebentenClmrfiirsten Johann Georg; der erst»* erlosch I7<mj, der zweite im Jahr 1806 mit dem Markgrafen ChristianFriedri»*h, welcher der natürliche Erbe »les ersten war. Dieser flüchtige Bli»*k auf das königlich preussischeHaus zeigt, dass viel Glück mul manches Sonderbare bei ihm zusanmientrifft; von seinem Entstehen ansehen wir es in ununterbroehnem Waehsthuin fortsrhreiten , und die Ursachen seiner dreifachen Erhöhunglassen sieh in drei Worte ziisamnienfassen: »lie Dankbarkeit eines Kaisers vers»*haffte ihm die Burggraf-schaft Nürnberg als erbli»-hes Leh«*n ; dur»*h die Verschwendung eines audern Kaisers gelangte es zu demGburfürstenthuin , und der Noth eines »Iritten verdankt es den Königstitel.
Bemerkenswert!! ist es endlich noch, dass während alle andern mä»*htigen Häuser den Ursprung ihrerGrösse »*ntweder einer Eroberung, einer Erbschaft oder einer Usurpation verdanken , »las Haus Brandenburg'vielleicht das einzige ist, »las sieh rühmen kann , durch Kauf den Grund dazu gelegt zu haben.
H. Hermann , Geschichtschreiber des bmideiihurgiseheii Hauses , hat in einer kleinen Abhandlung inder Akademie zu Berlin 1795 ein merkwürdiges genealogisch»*» Phänomen entwickelt und naehgewiesen :dass nämlich alle [?J suveränen Häuser in Europa durch ihre Verbindungen in gerader Linie auf den erstenerblichen Burggrafen von Nürnberg, Friedrich von Hohenzollern zurückgeführt werden künu»*n , derdemnach »ler gemeinschaftliche Urvater aller jetzo regierendenFürsten in Europa ist. Eine nicht minderauffallende Erscheinung der Na<-hkoimneiis»-haft »lieses erlam-hten Burggrafen ist es, dass seine Familie,mit Ausnahme »les Hauses Savoyen , »lie einzige unter allen suveränen Familien ist, die sich schon überfünfhundert Jahre von Vater auf Sohn ununterbrochen in der Regierung forterhalten hat.
ERLÄUTERUNGEN UEBER DEN SUCCESSIONSSTREIT VON CLEVE UND JUELICH.Eine merkwürdige Epoche in den Annalen des Reichs bildet »ler Streit über die Nachfolge in die LänderJülich und Cleve; er ward die Losung zu dem unglücklichen dreissigjährigen Kriege; ganz Europa nahmthätigen Antheil daran , und auch der tapfere und gute Heinrich IV. war eben im Begriff ins Feld zu ziehen,um j«*ne Erbs»-haftsfrage durch die Waffen entscheiden zu helfen, als er von Ravaillac ermordet wurde\\ ir wollen hier einige Angaben !ief«*rn, die über die AnspriYhe der vers»-hied»*nen Prätendenten Aufschlussgehen, und daher zuui bessern Verständnis dieses wichtigen Tlieils der damaligen ZeitgescliYlite dienenmögen.
*
ft Johann, Herzog von Cleve, Graf von der Mark, Herr von Ravenstein, 4 i 53 g.
7 Gern. Marie, Erbin von Jülieh, B»*rg und Rav»*nsberg, i 543 .
GENEALOGIE DES HAUSES HOHENZOLLERN, WELCHES SIEBEN ERBLICHE BURGGRAFEN VON NUERNBERG,LIEF CHURFUERSTEN VON BRANDENBURG, UND FUENF KOEN1GE VON PREUSSEN GELIEFERT.
t ....
1 ^ ► Conrad I., jüngerer Sohn eines Grafen von Hohenzollern , und /" Conrad war Burggraf 1164 , aber nicht / - 3 . B. Die drei bis \ iei eisten Ge-
Stanunvater des königlich preussischen Hauses, Burggraf von Nürn- ) mehr 1191 ; sey es nun, dass er freiwillig l nerationen dieses alten und erlauch-berg. Er lebte noch um das Jahr 1200, und war mit einer Gräfin { verzichtet, oder sonst aus dem Besitz ge- / teu Hauses sind ungewiss, und lassentow Vohburg , Schwester der Kaiserin Adelhaid, Friedrichs I. Ge-! kommen.
maliliu, vermählt.
2 $ Friedrich I., Burggraf von Nürnberg, + 1218. j Oh dieser Friedrich ein Sohn oder Bruder des
Sophia von Meissen, Wittwe Odalriclis , Königs v. Böhmen. I vorhergehenden war, ist ungewiss.
sieh nur nach den Auszügen von ver-schiedenen alten Urkunden angeben.
Conrad II., Burggraf von Nürnberg, 4 1260.
j Rathgeber Kaisers Friedrich II., der ihm die Erziehung von zwei( ^Friedrich II., Burggraf
Clement, von Ilabsburg, Schwester des Kaisers Rudolph. ( Söhnen und die Verwaltung Oestreiehs anvertivmte.
Nach andern war diese Clementine mit Friedrich, dem Bruder Conrads, vermählt, den sie für den "Vater und nichtfür den Oheim Friedrichs III. halten.
DAS HAUS HOHENZOLLERN ERHÄLT DIE BURGGRAFSCIIAFT NUERNBERG ALS ERBLICHES LEHEN.
von Nürnberg gemein-schaftlich mit seinemBruder, führte auch denTitel Graf von Abens-ber
zu vereinigen, der die Bürgschaft für Ruhe, Wohlfahrt und Glück desselben werden sollte. Dazu schienenihm drei Dinge vor allein erforderlich:
Das Haus Oestreich , das ihm so viel Schaden ztigefügt, und das seit mehr als hundert Jahren beständigdie Universalmonarcliie im Auge zu haben schien, zu schwächen.
2. Die Türken aus Europa zu vertreiben , für das sie ein Gegenstand der Unruhe und Gefahr waren.
3 . Endlich sollte das AmpliiktyonengerYht der Griechen für ganz Europa erneuert, durch Gesandtschaftenvon jedem Mitglied des christlichen Bundes eine Versammlung gebildet werden , der man übertragenhätte, den allgemeinen Frieden aufre<-ht zu halten, Reihungen zu verhüten, Streitigkeiten zu entscheidenund für die Vertheidigung der Gränzen wie für die Leitung des Angriffs gegen einen geineinschaftli»-henFeind zu sorgen ; kurz, über Sicherheit und fortschreitendes Glück zu wachen, die man sich als natiirlYheFolgen einer solchen allgemeinen Einigkeit versprechen konnte. Fürwahr ein schönes Luftgeliild, einliebenswürdiger Traum ! Aber leider zeugt der Plan weit mehr von der Trefflichkeit des Herzens seinesUrhebers, als von richtigerBeurtheilung der Menschen.
Wir wollen uns nicht weiter mit Untersuchung der Vortheile dessen, was mit mehr oder wenigerWahrscheinlichkeit von <li»*ser Lieblingsidee Heinrichs IV. zu erwarten war, abgeben ; nur bedauern wir,dass uns der Raum ni»-lit gestattet bei den Mitteln zu verweilen, auf welche Heinri»*h für das Gelingenseines Planes zählte; wenigstens aber wollen wir die Veränderungen anzeigen, die dadurch entstandenwären, und die Vergleühung des damaligen Zustandes von Europa mit dem Bilde, wie es hätte werdensollen, kann zugleich für eine gute Uebung in der politischen Geographie dienen.
Fünfzehn Staaten sollten den christlichen Bund bilden , und zwar sechs erbliche Königreiche, fünfWahlmonarchien und vier Republiken.
1. Friedrich III. —J— 129". Erster erblicher Burggraf von Nürnberg durch die Gunst Rudolphs^Adelliaid , vermählt sicliOConrad III. “ 7 “ i 3 i 4 *von Hahsburg , seines Oheims, zu dessen Erhebung auf den Kaiserthron er 'wesentlich beitrug, mit einem Pfalzgrafen von Agnese von Hohenlohe.
a. Elisabeth v. Meran , Erbin von Baireutli etc. in Franken. Baiern aus dem Hause Or- Seine Kinder hinterlas-
b. Helena von Sachsen -j- i 3 og. tenberg. sen keine Nachkommen.
| 2. b. Johann>+ 1298.Agnese vonHessen.
3 . b. Friedrich IV. -j- i 332 .
Gewinnt die berühmte Schlacht hei Mühldorf, die den Streit üher^n. Maria. Graf von Oeningen.
das Reich zwischen Ludwig dem liaier und Friedrich von Oestreich entscheidet. Letztrer fallt mit« v >a. Adel. Graf von Castel.em grössten Theil seines Adels in die Hände des Burggrafen. Zur Belohnung überliess ihm Ludwig/,«. Elisabeth. Graf v. Hohenlohe.
dem gr<
alle Üstreichischen Gutsherren , die ihre Freiheit mit dem Vasalleneid gegen den Burggrafenerkaufen mussten. Diess ist der sonderbare Ursprung der Lehensherilichkeit , welche das HausPreussen noch iu unsrer Zeit über eine Menge Lehen im Oeslreichischen ausiibt.
Margaretha von Karnthen.
b. Anna.b. Helena.
Graf von Nassau.Graf von Hirsberg.
4. Johann II. 4 i 357. Regiert gemeinschaftlichÄMargaretha und Annn.©ßischof von Regens-© 5 . Albrecht der Schöne + i 36 i. 1mit seinem Bruder Albreeht; ein eifriger Anhäu-P*»z. Graf von Nassau. * *burg. I meinschaftlich mit seinem Bruder, spii
Regiert geiiter mit sei-
ger des Kaisers LudwigElisabeth von Ilennebc
von Baiern.
b. Landgraf v. Hessen .'
"Bischof von Eichstädti 365 .
nem Neffen; eifriger Anhänger von Ludwig demBaier. Sophia von Henneberg.
7 ( ► 6. Friedrich V. -J- 1398. Regiert AMargaretha. ^
" gemeinschaftlich mit seinem Oheim. Stephan , Herzog von* *von Birkenfeld,Elisabeth von Thüringen. Baiern, 4 1370.
^Anna und Adelhaid , Aehtissinnen^Margaretha^-}- 1402. AAnna, Gemahlin des
Balthasar, Landgraf von v Herzogs v. Pommern,Thüringen, 4 1406. welcher i 4 i 3 stirbt.
DAS HVUS HOHENZOLLERN WIRD MARKGRÄFLICH UND CHURFUERSTLICII, UND LIEFERT EILF CHURFUERSTEN.
Die sechs erbi.. Königreiche.
1. Dänemark.
2. S»‘hwrden. '
3 . England.
4 - Frankr»*i»*h.
5 . Spanien.
6. Die Lombardei, zu Gunsten desHerzogs von Savoyen, der dazunoch das Mailändische, Mont-f»*rratund das Herzogtlium Man-tua erhalten sollte.
Die fünf Wahlmonarchien.
1. Die pähstlii’hen Staaten , mitN»*apel 11. Calabrien vergrössert.
2. Das deutsche Reich.
3 . Böhmen mit der Lausitz, Schle-sien und Mähren.
4. Pol»*n , vergrössert mit Erobe-rungen gegen Russland.
5 . Ungarn, vergrössert mit Oest-rei»-h , Tirol, Karnthen und mit
Die vier Republiken.
1. Die italienis»-he Republik, ausdem iü»rdli»-henTheile von Ita-lien , zwischen Venedig , d»*mPabst und dem lombardischenKönigreich , gebild»*t.
2. Die Republik Venedig, mit Sicilien vergrössert.
3 . Die lielvetisi be Republik , ver-grössert mit der Franche-C»unte,
4. Die niederländische Republik.
Eroberungen gegen die Türken,
Ein Theil der Niederlande sollte, in zehn unabhängige kleine Fürstentümer abgetheilt, die nördlicheGränzlinie gegen Frankreich bilden; acht andere waren zu der südlichen Vormauer der belgischen Republikbestimmt; zu den ersten hätte Frankreich , zu den letzten England das Ernennungsreclit gehabt; AlaRepublik sollte übrigens aus den siebzehn niederländischen Provinzen bestehen.
Ferner hätten die meisten deutschen Fürsten Vergrösseruogen erhalten , und zwar alle auf KostenOestrei»-hs, das nach diesem Plane auf das Festland Spanien wäre beschränkt worden, und eine ungeheureLändermasse verloren hätte, nämlich Oestreich, Kärntli»*n, Steyermark, Ungarn, Böhmen j: ' - , -—
lande, Eisass, Breisgau, Franche-Cointe, Mailand, Neapel und Sicilien,
Wie ausserordentlich nun auch dieses berühmte Projeet erscheinen mag , so muss es doch immer einegewisse A»-htung einflöss»*«, da es von den» treffliehen Heinrü-h ausging, und von dein weisen Süllygebilligt wurde. Weh-lie Gestalt hätte aber in Europa d»*r politische Zustand angenommen, wenn der Plan,wir wollen ni»-ht sag»*n im Ganzen, nur in solchen einzelnen Theilen verwirklicht worden wäre, für welcheHeinrichs militärische Taleilte und Sullys reiche Fiuanzquellen einen günstigen Erfolg zu verspreche«-bleuen ?
NACHRICHT VON DEN EINZELNEN STAATEN , AUS DENEN SICH DIE PREUSSISCHE
MACHT GEBILDET.
VON DER
Die Burggrafs» haft Nürnberg in Franken führte diesen Namenvon ihrer Hauptstadt Nürnberg, die in uralten Zeiten Cast/umXorici hiess, und nunmehr zu den schönsten Städten Deutsch-lands gehört. Die Pegnitz, ein kleiner Fluss, theilt die Stadt,und zur Verbindung sind einige stiiöne Brücken erbaut.
Nürnberg hatte das Recht, den grössten Tlieil der ReYhs-kleinodien aiifzubewaliren, und nach der goldnen Bulle sollteeigentlich jeder neu gekrönte Kaiser die erste Reichsversamm-lung dort halten. Gegen das Jahr i 4 i 5 wurde die Stadt zurunmittelbaren freien Reichsstadt, da ihr Burggraf, um dasChurfürstenthum Brandenburg bezahlen zu können, alle seineRechte innerhalb der Ringmauern an sie verkaufte.
Was die Burggrafschaft selbst, oder die ausserhalb Nürnberggelegenen Domänen betrifft, so bestand sie tlieils aus dem ur-sprünglichen Lehen , tlieils aus vielen erkauften oder ererbten
BURGGRAFSCIIAFT N UE R N B E R G.
Gütern und kaiserlichen Con»*ession»*n. Man theilte sie ab in»lie obere und niedrre Burggrafs»-haft , in das Land diesseitund jenseit des Gebirgs, in die Fürxtenthüm«*r Cutinhach oderBaireuth, und Onolzba»*h oder Anspa»-h, lauter gleichhedeu-tende Benennungen , um die Besitzungen »les Hauses Branden-burg in Franken zu bezeichnen, die übrigens öfter zur Dotationder appanagirten jüngern Linien mit der B»‘dinguug des Rück-falls an die ältere Linie bestimmt wurtlen.
Albreeht Achilles , der dritte Churfiirst , liess ein Gesetzergehen, dass diese Länder iu Franken niemals mehr als zweiFürstentliümer bilden sollten. Der letzte Markgraf, ChristianFriedrieh, vereinigte beide durch Erhs»-haft, und trat si»* dannfreiwillig au den König von Preussen, seinen künftigen Erben,ab, um si»-li nach England zuriiekzuziehen. In den Jahren 1806und 1809 kamen Anspach und Baireutli iu Folge der Kriegsereignisse an Baiern.
F.inf. grosse Anzahl Sobscrihenten hatten nach Fiiisü-ht des gedrin-kteii Plans die Genea-logie einiger italienischen Familien vermisst , und obschon diese Ges»hle»liter erloschensind, uns »loch deren Weglassung als eine Lücke in einem Werke dieser Art bezeichnet.Wir wollen daher diesen Raum benutzen, um ihrem Wunsche zu entsprechen.
GEN EALOGISCHE SKIZ/E der VISCONTI und der SFORZA, HERZOGE von MAILAND.
VON DER MARKGR AFSCUAFT UND DEM CIIURFUERSTENTHUM BRANDENBURG.
Dte Markgrafschaft Brandenburg, im Norden von Pommernund Mecklenburg, im Osten von dem ehemaligen Polen , imSüden von Schlesien , der Lausitz und dein ChurfürstenthumSa»-hsen, endlii-h im Westen von den Herz»>gthüm«*rn Magde-burg und Lüneburg begränzt, bihlete si»-h in jener frühen Zeit,als »ler »-ivilisirtere Theil von Deutschland die ersten Eroberun-gen gegen die Barbarenvölker im Norden machte. Die Be-völkerung ist sehr gemis»liten Ursprungs ; denn durch dieEinfalle der Sachsen im zwölften und durch die Verheerungendes dreissigjährig»*« Kriegs im siebzehnten Jahrhunderte wur-den neue Ansiedelungen nöthig, und so kamen zu zwei ver-schicdnen Epo»-hen eine Menge Holländer, Flamänder, Loth-ringer , Pfälzer und Franzosen iu das Land.
Wie überall in Deutschland, so gelangten auch die Mark-grafen von Brandenburg erst nach und na»-h zum erblichenBesitz ; über die chroiiologis»-be Folge ihrer Namen ist mannicht einig, un»l erst von Albre«-ht dem Bären , aus dem as»-a-nischen Stamme, gegen Anfang des zwölften Jahrhunderts,
lässt sich des Landes Geschichte mit einiger Zuverlässigkeitbeginnen.
Na«-h<!em die markgräfli»-he Linie des Hauses As»-aui»*n er-loschen w-ar {siehe die Tabelle von Anhalt) , brachte KaiserLudwig von Baiern das Brandenhurgis»-he in seine eigne Faniili.später kam es an das Haus Luxemburg und wurde von diesemendlich an einen Burggrafen v. Nürnberg verkauft, dessen Nach-kommen no»-h bis auf den heutigen Tag im B»*sitz gehlieben .sind.
Mit der Markgrafschaft Brandenburg war die Churwür»!«*und das Amt eines Erzkümmerers des heiligen römischen Reichsverbunden. Dieses Land, welches iu die Altinark, die Mittel-mark und die Neumark oder Ukermark eingetheilt wird, undeine der ersten Besitzungen des hohenzolIers»*hen Hauses war,liegt jetzt in dem Mittelpunkte der preussischen Monarchie,die durch eine Reihe glücklicher Ereignisse statt der zerstreutenProvinzen un<! ungleichartigen Theile , aus denen sie sichursprünglich bildete , nunmehr ein g»»s» hIossenes mächtigesGanze darstellt, das seiuen Rang unter deu ersten MächtenEuropas behauptet.
V (> l\ P> K NI E Jl K U X G.
I
0 Matteo Visconti, d»*r Gross«* genannt, regiert in Mailand nach seinem Oheim OttoVisconti, dieser war Erzbischof von Mailand, und hatte die Torrianer vertrieben. Ernimmt UJ07 den Tit»*l Herr von Mailand an, und stirbt i 322 .
| |Galeazzo, ©L ucchino, folgt auf sei-(i 328. neu Neffen, -j- i 349Beatrix von Gift, sagt inan, von sei-Estc. ner Gemahlin.
(}Azzo, ^Watt. II.,||Gnleazzo II
i 34 oCathannavon Sa~voyen.
’-f i 355 .Hinter-lässt eineTo»-bter.
i 3 7 8 .Bianca von
Sa-
voyen.
Petrari-a lebte anseinem Hofe.
VON PREUSSEN , und gelcgenlieitlich von den RITTERORDEN , die durch die Kreuzzüge entstanden.
Die Preussen verheerten noch als Barbaren gegen das JahrI 23 o »lie Gränzen des civilisirten Deutschlands, und ein Herzog7011 Masovien, »ler sich gegen diese furchtbaren Nachbarn ni»*l)tvertheidigen konnte, rief die deutschen Ritter zu Hülfe, die,
7. Johann III. -f- 1420. Besass die obere Burg-grafschaft. Er rettet in der berühmten Schlacht beiNicopolis iJyß dem Kaiser Sigismund das Leben.Margaretha , Tochter des Kaisers Carl IV.-j-i 420.
9 A Elisabeth, dritte Gemahlin Eberhards des Fried-{ )Johann, der Alehymist,-}-
fertigen t Grafen von Wiirtemberg, -{- 1417.Ihre einzige Tochter wird die Gemahlin Albrechtsdes Frommen , Herzogs von Baiern, -j“ 1460.
La
i. Friedrich + 1440. Erster Churfürst von Brandenburg; spielte eine bedeutende Rolle iin Reich; besass als Erbt heil die untere Burg-ÄElisabeth + 1409. ÄBeatrix.
grafschaft, und erkaufte x 4 das Chnrfürstenthum Brandenburg vom Kaiser Sigismund. Erst im Jahre 1417 wurde er damit, unter Zustimmung ^ Kaiser Ruprecht, aus deni Albert von Oestrder Churfürsten und Fürsten , belehnt. Er verkaufte die Burg mit allen innern Rechten an die Stadt Nürnberg, ein Umstand, der nachher pfälzischenIIause,“J-i 4 io. -J- i 3 g 5 .unendhare Streitigkeiten zwischen der Stadt und dem Hause Preussen herbeiführte. Elisabeth von Baiern-l.andshut 1 4 i 3 •
AMargaretha. ÄCatharina, Anna undQYeronica.
reic/i Herrmann , Land-* «Agnese , sterben als V o,.
graf von Hessen,-{- 141 3 .
Nonnen.
Herzog von Wol-gast + i 4 o 5 .
Tritt sein ErstgeburtsrechtRücksicht auf den Wunsch sei-nes Vaters ah.
Barbara von Sachsen 1464.
1464.O 2 * Friedrich mit denei-< | 3 . Alcrecbt, der deutsche Achilles oder Ulysses,-}- i486. AElisabeth-}- i44y. ACäcilinit aus sornen Zähnen, -}- 1471. Geht im J. i 4>3 einen berühmten Verbrüderungs vertrag v Herzog v. Liegnitz V Herzog
^Barbara-f- 1481.
10 Ä Dorothea -}- 1496.
a. Christoph, König von T)&ne-y+Mar?igrafvon Mantua i 4 " 8 .
mark, -{- 1448. Elisabeth.
b. Christian , König von Däne- Joachim , Herzog v. Pommern,
mark, 1481. +
AAgne
> V F,_•
Kauft die Neumark.Catharina von Sachsen.
^Margaretha -J- 1489. 1
Bugislaf , Her-* »Ein Herzog v. Pommern.zog von Pom- Dorothea. Herzog vonmern. Sachsen-Lauenburg.
mit den sächsischen und hessischen Häusern ein.
a. Margaretha von Baden 4- 143 ".
b. Anna von Sachsen -}- 1 5 r 2.
AMargaretha + i 463 . a. //erro-i.o«AMogdaleTiaJ-1480.ADorothca + 1491.©Friedrichd.Dicke,g v. Brauny Mecklenburg +149.3. b. Ijuiwig der Herzog von Liine- W Herzog*.Meckten- -fi 4 « 3 . F.rhtTan-
.. bürg + 14-7-
a 1449 -
-{“ 1 4 hl. schweig- 1 - 1482. Bucklige , Herz. v. Baiern, -i" 111 4 . bürg 4 “ 1 17 3 ■
ERSTER ZWEIG VOX ANSPACH UND CULMBACH.
\.a. Johann, der deutscheCi-^o. Ursula -|- i 5 o 3 . AA Kmilia 1481. AA Elisabeth und|cero; envirbtCrossen-{-i499** *Herzog von Oels, *■»Pfalzgr.v.Zweibr.* «Ernestine, mit2Margar. von Sachsen, Nichte a. Elisahetii -j- 1 524 . b. Sibyllu 4 i 5 io. Gr. von Henne-des zweiten Churf. i 5 ii. Herz. v. Wiirtemberg. Herzog von Jülich, berg vermählt.
CULMBACH oder BAIREUTH.
jermiinde.
Agnese von Pom-mern -{- i 5 io.
1 b. Friedrich 4 t 499 * Besitzt^ft.Sigismund-}- Barbara 4 * 5 io. ITeirathet^MagdaIena 4 I 49 ^*
Anspach ; erbt seinen Bruder 1- BesitztCulmbaeh, das^den Herzog von Glogau u. (ros- Ein Grafe, llohen-Sigisnmnd. Sophia v. Polen er seinem Bruder sen. Nach ihrem Jode kommen zollern , steht hei4 i5i2. Mutter v. 17 Kind. Friedrich hinterlässt, diese Länder an Brandenburg, Kaiser Maximilian
in grosser Gunst.
ANSBACH. PREUSSEN. 41012.
Susanna vonBaiern, TochterHerz. Albr. IV.,4 i 543 .
Sophia 4 i 537 . * «Markgraf von Baden j Streitigkeiten mit Nürnberg ; kauft Jä-
Herzog v. Liegnitz. 4 j 353 . . gerndorf.
t
Ailliehn 4 1392. Vereinigt die gross»*« Be-A * Sibylla. 1 ; - 'lütter. \ Etici
.Sitzungen s»*ines Vaters und .«.einer Mutter.Maria, To» hter Kaisers Ferdinand I. 4 ! 384 -
1004
iedrich , Churfiirstvon Saeh.s»*n, 4 r 33 .
A An
ist V Hel
+ i 55 : .
•inrich VI 11 ., König v. Eng-lan»I, der sie i 54 o verstösst.
Johann W 31 helin 4 lOotj/^Maria 4 1608. AAnna 4 HÜ2. AMagdal.4ijin Wahnsinn und o\\uv* Albreeht, HerzogY Philipp , \\wTt\oY Jnhnnn o/»ivon Preussei
4 1618.
Naehkoininensehaft.
a. Jakobine von Baden,
+ i5 97 -
b. Antonia von4 1610.
63 :
Herzogvon Neuburg,
4 1614.
Lothring.A)\nna 4 x ^ 25 . ftW»»lfgang, Herz.^JohannJ\Chu>Juist v. Branr*f von Neuburg. * *v. Zweidenbuig.
i 633 .ASib\lla 4 1628Johann von Zwei-*a. Philibert von Ba-brücken. den 4 i 588 .
4 1604. b. Carl e. Oestreich,
Markgr. v. Burgau,
Herzog 1Zweibrüeken. 1
*4 1618.
Prätendenten bei der Erbfolge
von JÜLICH.
r. Die churfurstliche o»ler albertinische IJnie vonSachsen, wegen einer von Kaiser Friedrich III.
1483 erhaltenen Anwartschaft.
2. Die heizogliche oder ernestinische JJnie,wegen derselh«*n Anwartsehaft, und uoeh weiterwegen der Verhin»lung «les Herzogs von Snehsenmit »ler Prinzessin Sibylla von Cleve. Siehe *
3 . Der Chwjarst von Brandenburg, JohaunSigismund , wegen den Anspriiehen seiner Ge-mahlin Anna von Preussen, als .Stellvertreterinihrer Mutter, der ältest»*n Sihwester des letzt-verstorbenen Herzogs von Cleve. Siehe **
4 - Der Pfalzgraf von Neuburg, Philipp Wil-helm, weg«*n den Ansprüchen seiner G»*niahlinAnna , der zweiten Schwester und nä» , hsten le-benden Verwandten des verstorbenen Herzogs.
Siehe
5 . Der Herzog von /.weibrucken, wegen seinerMutter, und iler Markgraf von Burgau, wegenseiner Gemahlin, verlangten gegen »las ausschlies-setide Re»-ht »ler altern S«*hwestern wenigstenseinen Antheil an der Verlasseusehaft für die eben-mässigen jüngern S»'hwestern , die beide nochlebten. Siehe * *
VON DEM BERUEHMTEN POLITISCHEN PLANE HEINRICHS IV.,KOENIGS VON FRANKREICH.
Da wir so eben den Antheil erwähnten, den HeinrYh IV. an dem merkwürdigen Erbfolgestreit vonJ.ilYh genommen, und wi»* er im Augenblick , wo er den Feldzug antreten wollte, unter dem Stahl desM »rders fiel, so wird es unsern Lesern erwünscht seyn, wenn wir bei diesem Anlass ein Wort von demgrossen politis» hen Plane sagen , den man diesem Monarchen zuschreibt, und den er auszuführen gedachte,da er Jüli<*h zum Vorwand seines Feldzugs nahm.
Heinrieli IV. mit seiner grossen trefflYhen Eigenschaft als Mensch und als König hatte den edlen Ge-danken gefasst, ganz Europa als eiue christliche Republik zu einem allgemeinen und ewigen Staatenbunde
Bemerkungen.
Die beiden Hauptfragen, auf die es ankam, waren:
1. Ob diese Lehen als Mannslehen zu be trachten, oderob sie auch auf Weiber gingen ? Im ersten Falle mussteder Anwarts»*haft »les Hauses Sachsen Folge geleistetwerden, im andern konnte davon nicht die Rede seyn.
2. Ob nach Repräsentationsrecht oder nach dein Re»*ht»ler nächsten Verwandtschaft zu su»*»<*diren sey? Nach»lein ersten fiel die Erbschaft unstreitig dem Churfürstenvon Brandenburg zu, na<'h dem zweiten aber dein Her-zoge von Neuburg.
Dem Kais«*r, der am natiirlYhsten berufen war, dieseStreitigkeiten zu beben, gefiel es indessen, das reYheLand bis zu einem definitiven Urtheil für sYh zu be-halten. Aber die Naelibannäehte blYben dabei nichtruhig, und die Holländer nahmen die Partei des Chur-fürsten von Brandenburg , wäliren»l Heinrich IV. sYhfür den Herzog von Neuburg erklärte, und so wie sYhdiese beiden unterstützt sahen, schlossen sie die übrigenPrätendenten aus und kamen über einegeineins<-haftlYheRegierung bis zum Austrag ihrer Sache überein. DerHerzog von Neuburg begab sieh sogar selbst nach Ber-lin, und mau war nahe an einem definitiven Abschluss,als bei einem Na»*htessen in der Hitze des Streits derChurfürst sieh so weit vergass, »lern H»»rzog eine Ohr-feige zu gehen. Jede gütliche AusgleYhung zerschlugsYh dadur»*h, und der Erbfolgestreit währte noeli fünfzigJahre; erstimJ. 1666 endigte er mit einerTheilung, nachwelcher der ChurfürstCleve, die Mark und Ravenstein,»ler Herzog aber Berg, Jülieh und Ravensberg erhielt.
f Siehe die Fortsetzung oben rechts von der Farbe.)
\ 5 . Joachim, der Nestor, 4 I 535 . Nimmt den von seinen^Anna 4 x 3 i 4 . QAlbrecht, Erzbischof!
Untertlianen vertriebenen Christian II. auf, vereinigt Ruppin* *Friedrich I., König von*"v. Magdeburg, Chur-nnd beendigt die Streitigkeiten wegen Pommern durch einen Dänemark, 4 * 533 . fiirst von Mainz und
Vertrag, der ihm die eventuelle Nachfolge znsichert. Ursula 4 x 3 ii. Cardinal, 4 * 545 .
Elisabeth von Dänemark 4 i-> 55 . H.v.Mccklenb. 4 i 352 .
-^^^---. CUESTRIN. r---3-v- n . , -r- n
6 . Joachim , der Hector,4 i 57 r.AAnna 4 i 567 .ÄElisabeth 4 i 558 .ÄMargar. 4 I 343 . 0 Johann der Kluge,AMaria 4 i 567 .® Albreeht, der Al-AKunigunde 4 ^ 55 ^.Qa. Anna 4 J 389 . A a. Sabina,Georg, A b. Soph
,1"? - 1 . I. - _* . _1. _.1 _1.. _!..l _& * 17__ _ ..AU « A TP a/a Z. a. DaA..A « A 1/aM. A f. AIAH f * K B . Ü A II KI B fr fI /»TV! nfkl-l -.fl A. _I_ f 1. ■ * U/I Ir A /* AI 11 A J A u ’ 17 AAA AI A A Ü r Ia.AIA _ f _ V C ■ K f I ß /. 5 V.... . _ I _ . ^ Q I
) 7. a. Johann Georg 4 i 598 .Aa.Barhara 4 i 59 :i.^A.He(lwig 4 1602.Friedrich,■ Hat 23 Kinder von drei Ge-* * Herz. v. IÄegn itz . Herz og v. Braun- 4 1552 .
x 4
16
Wird lutherisch , und säcnlarisirt v Herzog von Y a. Erich v. Braun-die Risthiimer in seinen Ländern. Mecklenburg schweig 4 x 54 o.
a. Magdalena r. Sachsen 4 1 534 . 4 I 54 ". b. Graf v. Henne-
b. Hedwig von Polen 4 1 5 7 3 . berg.
rlargar.-r a. Herzog vonPommern,b. Joh., Fürst v.Anhalt, -\-i 55 i.
Casimir 4 I 527 .® Johann 4 * 526 . AMargaretha 4 * 53 i.AElisabeth 4 I 5 i 8 . ®Georg der Fromme 4 x 553 . Hat heftige©Albrecht 4 i 5 C 8 . Grossmeister des deutscheii^VV illi. u. Johann,c„^„.... fb.f... wmfla™ r.s™ jp^Iv X«««!,:,. _i Vir l -7.,. : — . in„o 1.1^ • «»»ht zur lutherischen Relision über Jener Bischof von
m Germ. von Foix,Wittwe Ferdinanddes Katholischen,4 i 538 .
Anna. H. v. Tesch.
Barbara 4 * 552 .Landgr. v. Lichtenb.
a. Hedwig von Mänsterb.
b. Emilia von Sachsen 4
4 i53i.
1091.
4*571. Residirtzu Mit dem pfälz.aCüstrin. Churfürsten
Catharina v. Braun - Friedr. III. ver-schweig 4 *574. malilt, 4 *576.
inahlinnen.
a. Sophiav. Liegnitz-\- i 546 .
b. Sabina v. Brandenb.-\- 1 5 7 5 .
c. Elisabeth v. AnhaltJp 1607.
b. Elisab. 4 *590. schweig. Sigismund.
Herzog v. Braun- Sophia 4 1 564 - 4 * 566 .
schweig - Danneb. Herr v. Rosenberg. Erzbischöfe von4 x 559 . Magdeburg.
^Elisabeth 4 *578. ^Cathar.4*602*Markgraf von Bran- v Joachim Fried-denburg - Ansbach , rieh, Churfiirst
4 i 6 o 3 . v. Brandenburg,
4 1608.
■eihiades, +mit 35 Jahren. Be-rühmt in den deut-schen Religions-kriegen durch Sie-ge, Verwüstungenund unglücklichesEnde.
Markgraf v. Baden
+ i 5 7 7 .
Herz, von H urtem-berg i 568 .
N. B. Nach Erlöschung der beiden Zweigevon Ansbach und von Culmbach kommenihre Länder an den Churfürsten von Bran-denburg , der damit wieder jüngere Zweigeausstattet.
4 * 5 ; 5 .JohannGeorg,Churfürstvon Bran-denburg,
4 1593.
-i 6 o 3 . Ver-<eint Ansbachund Baireuth.
a. Elisabethvon Branden-burg-Ciistrin.
b. Sophia vonLüneburs.
Ordens ; geht zur lutherischen Religion über jener Bischof vonund erklärt sich zum Herzog von Preussen. Riga , dieser Erz-
a. Dorothea von Dänemark 4 * 5 47 * Bischof v. Magde-
b. Anna von Braunschweig 4 * 568 . bürg.
@6. Albreeht 4 1618. Fällt in Geistesverwir-Qi. Anna 4 * 5 9 **rung ; sein Vetter, der Churfiirst von Bran-* *Herzog von Meck -denburg, verwaltet seine Länder. lenburg 4 *576.
Maria, Erbin von Cleve und Jülich, 4 * 6 o 8 . b. Elisab. 4 *596.
4 i58 : .
Herzog vonLiegnitz.
4 i588.
Catli4*6°4* A
Burggraf vontyAnna 4 i62D.^Maria 4 * 649 -^ K1 ™ n - + ißoy.^MagdalenaMeissen. ’ n ,f
Johann SigismCliurfürst vonBrandenburg,
+1619.
*M. v. Culmbach,
Sophia 4 1610.
Herzog vonCurland.
' Joachim Fried-rich, Cliurfürstvon Branden-bürg.
ZWEITER ZWEIG VON CULMBACH.
ZWEITER ZWEIG VOX ANSPACH.
165 p.
Joh. Georg,Churfiirst v.Sachsen,
4 * 656 .
{ ) 8. a. Joacuim Friedrich 4 1608. Erbt den Zweig von Ansbach, behalt Jägerndorf, A£. Irmuth 4 * 636 . Ein Herzog von Pommern.und tritt »lie fränkischen Länder an seine Brüder ah. Er verwaltet Preussen für seinen*/ «b. Anna 4 * 6 * 8 . Ein Herzog von Pommern.wahnsinnigen Vetter Albreeht, den letzten Herzog dieses Landes. **b. Sophia 4 *622. Churfürst von Sachsen,
a. Catharina von Brandenburg-Cüstrin 4 1602. c. Magdalena. Landgraf von Hessen-Cassel,
a. Eleonora von Brandenburg-Preussen 4 1607.
€> 9. oiivNN Sigismund 4 * 6 i 9 .^a.Anna 4 * 6 i 2 . Königv. Dänemark-jpi§k$.Qa. August 4 * 6 oi. alt 21 J.lBekeynt sich zuin calvin. Glauben.* «a. Barbara 4 * 636 . a. A-Vlbr. 4 1600. alt 18 J.
Anna, Erbin von Preussen durch * Herzog von Wiirtemberg 4 1628. a. Joach. 4 * 6 oo. alt 17 J.
ihren Vater, und von Jiilicli und b. Maria 4 *675. Ludwig Philipp, Pfalz- a. Ernst 4 * 6 i 3 . alt 3 o J.Cleve durch ihre Mutter, 4 * 625 . graf von Simmern , 4 * 654 .
£ 1 o. Georg Wilhelm, kommtQAnna Sophia 4 * 65 o. Herzogvon Braunschweig 4 * 634 .(durch den dreissigjähr. Krieg* «Maria Eleonora 4 * 655 . König Gustav Adolph 4 i 632 .in grosses Unglück. 4 *640. * Catharina 4 * 649 -
Elisabeth, eine pfälz. Prin- a. Bcthlen Gabor, Fürst von Siebenbürgen,zessin, 4 * 66 o. b. Franz, Herzog von Saclisen-Lauenburg 4 *669.
I a. Johanni
4 1624.
Eva vonWiirtem-berg .
)Joachim Sigis-£Ernst,mund 4 i 625."4 *642.alt 22 J. alt 25 J.
©c. Christian 4 * 655 . Erhält die^c. Friedrich 4 i 6 ti.©c.vSigismund 4 * 54 o. \Länder Baireuth und Culmbach. c. Georg 4 * 6 i 5 . ‘^'Johann 4 *627. \
Maria von Brandenburg-Preussen mm Beide Grossmeister mJoIi. Georg 4 *63 7. ?4 * 649 * des Johanniter - Or- •
dens. •
"N
: r--v-«;- N : r-s-
a. Christ. • OhYdmann August,AAnna Maria,AMagd. 4 *687.^Georg .Ulbrecht 4 * 666 . *• ^Friedrich, bei NördlingenOAlbreclit 4 *677
1 -c/ir • 1 .ec. * 1 . o „ v r i _ /-> _ _ _ i 7 „;....'.. * __. ti ■? / ft 1 '.ui tp mnn IVür
4 i665.Dreimalverheira-thet.
^Sophia,
4 *65o.
Herzog v.Sachsen-Altenburg.
x8..
Einer von den
11. Faiedrich Wilhelm, der gros-se Churfiirst, 4 * 688 .
a. Louise Henriette vonOranien,
4 1667. J beendigt den Streit wegen der pol-
b. Dorothea von Holstein-Glücks- I nischen Erbfolge; macht Preussen
bürg 4 1689. \ unabhängig.
seines Geschlechts ; heilt die Schä-■ den »les dreissigjährigen Kriegs;
rossen Männern^Louise Charlotte 4 *676. ^Hedwig Sophia 4 * 683 .Jakob , Herzog von Cur-land, 4 *682.
4 * 65 1.
Sophia von Bran-denburg-Ansbach,
4 1646.
'+ 16S0.Graf vonEggenb.+ !Ö 49 .
■ XGS7.1Johann Georg,Churfurst vonSachsen,
4 1680.
^Christ. Ernst 4 *7*2. Zeichnet sich in^a. Erdm, ^Ja.Christ. 4 * 708. 0 A Georg
den damal. Kriegen aus. a. Sophia von 4 1678.Sachsen 4 *670. b. Sophiav. Würtem - durch ei-berg 4 1702. c. Elisabeth v. Branden- nen Pferd-burg, Wittwe des Herzogs v. Curland. stürz.
Maria von Holstein- •Glücksburg 4 1664. *
b. Sophiav. Solms 1688.
ic. Joachim Ernst 4 iGaS. Er-Ac. Agnese 4 1629.hält für seinen Theil die niedere* *1. Herzog v. Pommern 4 *625.Burggrafschaft mit dem Schlosse 2. Herzog von Lauenburg.Ansbach. c. Dorothea 4 1625.
Sophia von Solms 4 * 65 i. Herzog von Liegnitz.
Qc. Elisabeth Sophia
v 4 *629.
1. Gr. v. Badzivil .
2. Herz. v. Lauen-burg.
Hat 14 Kindervon der Sophiavon Wolfstein.
Albreeht
+
i 634 erschlagen.
N. B. Nach Erlöschung !des Zweigs von Baireutli ;1769 kommt das Landan Christian Friedrich, :den letzten Fürsten desansbacliischen Zweigs.
Ju.
Wilhelm VI., Landgraf v. Hessen-Cassel, 4 * 663 .
• O*. Georg Qb. Christ, geh. i67t.^Georg Friedrich 4 * 733 .
I ^Wilhelm, * «August II., Königv. $ Dorothea von Holstein-Beck 4 *7341 ; 4 *726, Polen, 4 * 7 33 . £ Sein Sohn Friedrich, 4 1 763 , w
• ! Sophiavon ^.Eleonora 4 * 7 * * • 5 verm. 1. mit der Schwester Friedr. d. Gr.
• • Sachsen- Hermann Friedrich, t 2.mit Sophia v. Braunschw. Hinterlässt
! I Weissenf. Graf v. Holienzollern. * aber nur eine Tochter, die sich mit Carl
• *. * Eugen, Herz. v. Würlmh., verheirathet.
©A^lbreclit ÄSophia. ^Friedrich* *4 1734. Christ. "Christian■ Friedrich VI. KÖ- 4 *769*4 1762. nig vonCharl. v. Däne-Braun- mark,
schweig. 4 * 746 .
Luise von Würtemberg
4 i65o.
b. Marg. v. Oetting. 4* 664*
c. Christ, v. Baden-Durl.
©Christian, ^Sophia4 *646.i 643 in v Markgraf von
in Frankr.alt 20 J.
Oä. Johann Friedrich 4 * 686 . A b
a. Joh. v. Baden-Durl. 4 1680 .Landgraf
b. Eleon.v.Sachs.Eisen.Jpi 6 g 6 f v. Hessen-Wieder vermählt mit dem Chur- Darmst.fürsten von Sachsen 4 * 694 *
Brandenburg-Baireuth ,
4 * 65 i.- ^
Doroth.^^.FJeonora
Herzog v.Wiirtemb.
4 1698.
e
-^-«7- \
. Christ. %n. Georg Fried-#*. Willielm Qa.dbrecllt, “ricii, iin Dienste Friedrich , * *< 7 .
Victoriav.Anhalt- \Bernb. \
“Albreeht4 *692-
Nachfol-ger mit 11Jahren.
des Kaisers gc-tödet; alt 2 5 J.Unvermählt.
DAS HAUS HOHENZOLLERN WIRD KOENIGLICH, UND LIEFERT FUENF KOENIGE.
ZWEIG VON SCHWEDT.
£1. a. Friedrich I. 4 *7*3.
a. Elisabeth v. Ifessen-C«ssel-\-i 6 &‘$. |
b. Sophia von Hannover 4 1700.
c. Sophia von Mecklenburg 4 *735. I
Dieser Fürst erklärt und krönt sich zum©£. Carl Emil, ®*. Ludwig 4 *687, alt 21 J.A£. Maria Ainalia,
.-.\ n d..,..... .1. ..h i -c-t _ d_ \ .CaJ » _ iz.__—.. 1
König von Preussen 1701. Stiftet den"4 *67.schwarzen Adler-Orden und die Akademie Strasburg,der Wissenschaften in Berlin, an deren alt 19 Jahre.Spitze der berühmte Leihuitz stand.
Ljiäse Radzivil 4 169.5.Wieder vermählt mit dempfälzischen Churfürsten CarlPhilipp 4 * 742 .
1. Herzog von MecklenburgGüstrow.
2. Moritz, Herzogv.Sachsen-Zeitz, 4 *7*8.
^ b. Elisabeth Sophia.
1. Herzog von Curland 1698.
2. Christian Ernst v. Branden- \burg-Baireuth 4*7*2.
: ©*. Philipp Wilhelm + i;n. Carl Wilhelm, #*. Albreeht Friedrich,
i 9 :i-:Ä;v ?. b. Friedrich Wilhelm 4 * 74 °.Sophia Dorothea r. Hannover-^-i 757.I Schwester Georgs II. , Königs vonI England.
I Er beendigt den Streit über die
* Erbschaft Wilhelms III. von Oranicn, Königs von England A Sophia Luise Dorothea 4 * 7 ° 5 » erste Gemahlin Friedrichs , des Landgrafen von Hessenj und Statthalters in Holland, erhält einen Tlieil davon , nmy^Cassel, 4 1 75* > der später durch seine zweite Gemahlin, l.lrik
Mird durch die Schätze und das Heer, die er seinem Sohnehinterlässt, einer von den llauptgründem der preussischenMacht.
ike Eleonora von Zweibrüeken,jüngere Schwester Carls XII,, als ihr Mitregent König von Schweden wird.
3 . Eriedtüch der Grosse , der Heldt “ 5 (lcr preussischen Monarchie, einer vonden grössten Geistern seines Jahrhun-derts ; geh. 24. Januar 1712,4 * 786.alt 74 Jahr.
Elisabeth Christina, Tochter des Her-zogs von Braunschweig Ferd. Albreeht,*+ » 797 -
August Wilhelm 4 * 758 . ©Prinz Heinrich, ein grosser AFriederike Sophia 4 * 758 .
Luise Amalia, Tochterdesregierenden"Feldherr , 4 *802. * «Markgraf von Baireuth 4 - *763.
Herzogs von Braunschweig Ferdinand Wilhelmine von //cüc/2-***Friedeiike Luise.
Albreeht, 4 *780. Cassel 4 1808. * Markgraf von Ansbach 4 * 757 »
Pliilippine Charlotte.
Carl , Herzog v. Braunschweig, 4*760.
Residirt zu Schwedt, das er alsApanage bekam.
Johanna von Anhalt-Dessau,
4 i65o.
--7- \
►Friedrich Wilhelm.ÄHenriette 4 i708.©Heinr. FriedDorothea von Preus- V Erbprinz v. Wür- —sen, 4 1765. temberg 4 * 7 3 *•
Schwester Friedrichdes Grossen.
4 * 6 g 5 , alt 23 J.
u b. Christ. Ludwig,
4 * 734 «
rieh.Leopoldinevon Anhalt-Dessau.
41731. Grossmeisterzu;Sonnehurg.
Maria Dorothea von Cur- \land 4 *743. ;
[Friedrich Carl© Friedrich
4 1728.Christ. Charl.v. Wiirtemb.+ i 7 » 9 -
. Doroth.vonHanau,b. Wilhel-mine.Georg II.,X. v. Engl.
■Albreeht,4 1762.
4 174*. ;
■FriedrichWilhelm !
4 * 744 - |
©An gust Ferdinand, geb. den 23 . Mai ; ÄFrie derike AElisabeth, APhilippine. AFriederike Charlotte Leopoldine, geboren | j1730. Grossmeister des Johanniter- ; ; Dorothea. geh. 1738. Landgr. v. **1745, gef. Aebtissin zu Hersforden. . •
i. Friedrich Wilhelm II. 4 * 797 * AFriederike Sophia Wilhel- Sophia Dorothea 4 * 765 .
II. r / f I/iAa/A I nw’.e/' Al rr- — n aaI, m A i, rr . . . Af a. /- /T. s~1 r Al/lfl .C/,1,11 Id/T I
ordens zu Sonnehurg ,4 *61 3 . 3 ‘er-iuählt sich mit Elise Luise v. Branden-burg-Schwedt, geh. 1738 . 4 1820. !
Er. Eugen,H. v. Würt.+ * 797 -
4 1820. Hess.Cassel.A. F. v. Preussen
4 i8i3.
Louise Henriette 4 *811«
Beg. Fürst v. Anhalt-Dessau, geh. 1740.
4 1817.
i PCa>t Wilhelm Friedrich,+ i 7 5 7 -
Friederike Luise v. Preus-sen , Schwester Friedrichsdes Grossen.
©Christian Friedrich Carl,‘der Regierung müde, trittseine Länder 1792 an sei-nen eventuellen Erben, denKönig von Preussen, ab,u. zieht sich nach Englandzurück, wo er 1806 stirbt.
a. Friederike v. Sachsen-Saalfeld oder Coburg.
b. Elis. Berkeley, Wittwedes Lord Craven , g. 1700.
aus dem gelobten Lande vertrieben , sYh im Venetianischenaufhielten , und versprach, sie als Herrn von all dem Landeanzuerkennen, das sie »len Barbaren entreissen würden. Mit»len deutsi'hen Rittern verbanden und vereinigten sYh späternoch «lie livländistdien Schwertritter ; sie er»»berten innerhalbzehn Jahren ganz Preussen , un»l bildeten nun eiue bedeutendeMa»*ht im Nonien von Deutschland und Polen.
Feber zweihundert Jahre »lauerte so die Regierung des deut-schen Ordens ; wie aber allmählig der Druck anfing stärkerzu werden , empörten sYh die Einwohner gegen die Härteihrer Landesherrn und riefen die Polen herbei. Der mörderischeKrieg , der daraus entstaml (über 35 o,ooo Menschen sollendarin gefallen seyn) , fiel zum Nachtheil der Ritter aus; siemussten ganz Westpreussen den Polen überlassen, und für flenübrigen Theil den Vasalleneid schwören.
Einen viel bedeutender« Stoss erhielt »ler Orden en»HYh iinJahr 1020; er verlor ganz Preussen. Albreeht von Branden-burg, des Ordens Hochmeister, ging nämlich zu d»*m Luthcr-thuin über , vermählte sYh und liess sieh auf den Vorschlagseines Oheims , des Königs xon Polen , ein , das Orilenslamlals lehenbares Krbherzogthum für sich und seine Naehkomiuenin B«*sitz zu nehmen. Der Tlieil des Ordens, der seiner alt»*nStiftung treu blich , konnte uur gegen diese offenbare Gewall-handlung protestiren, und wühlte einen neuen Hochmeister,dessen Nachfolger zu Mergentheim in Franken ihren Sitznahmen.
Die politis«hen Veränderungen in «ler neuern Zeit in Deutsch-land haben allmählig das gänzliche Vers«hwimlen dieses altenOrdens lierbeigefiiiirt. Durch den presburger Frieden warddie Grossmeisters»haft einem Erzherzog von Oestreich na»hWahl des Kaisers erblich zugcsYhert; aber d«*r wiener Erie»Yv. i8o») hob »len Orden völlig auf. Mergentheim kam an denKönig von W iirtemberg , und die übrig» 11 9 zerstreuten Be-sitzungen an die Fürsten, in deren Lämlern sit gelegen waren.
Zum S«*hlusse über Preussen ist no»:h zu bemerken , dassdas Land durch Heirath an die Churfürsten von Brandtmhurgkmn, wie auf der genealogischen Tabelle zu scheu ist, und indem Lehensverband mit Polen blieb, bis der grosse Cliurfürstes davon frei machte. Friedrich I., sei« Sohn, erhob es zueinem Königreich ; Friedrich der Grosse vermehrt»? es imJahre 1772 , auf Kosten der Ptden, mit Westpreussen , und sein,Na» hfoiger FriedrYh Willielm II. fügte in »len Jahren I7«)3 lind179J noch die beiden grossen Länderstrecken von P0Y11 undLitthauen hinzu, welche die jetzige Ausdehnung des Landesvollenden.
Da hier von dem deuts»?lien Orden die Rede war, so mages nYht unpassend seyn, noch die beiden andern gleichartigenOrden zu erwähnen , die in der Ges»*hYhte eine bedeutendeRolle gespielt haben, nämlich die Maltheser und die Tempel-herrn. Bei»!e fanden ihren L rsprung, wie die deutselicn Ritter,in den berühmten Kreuzzügen «ach dein gelullten Lande.
Die Stiftung des Mai.theser - Ordens durch Gerhard vonProvemre fallt in den Anfang des zwölften Jahrhunderts (1 nxi).Seine ursprünglYhe Bestimmung war die Pflege »ler Pilger undKreuzritter in den Spitälern von Jerusalem ; daher hiessen di«*Mitglieder Hospitalbrüder zu St. Johanu von Jerusalem. B.d»iaber verbanden sie mit dieser wohltliätigen lYschäftiguug auchden Kriegsdienst , und nahmen Unter ihre Ordenspfliehten dieBekämpfung der Ungläubigen auf. Eine Menge Edler aus d«?nvornehmsten Geschlechtern der christlichen Lande beeifert«*«si«Ja nun , unter dem Panier dieses Ordens zu fechten, der dieWelt mit dem Rufe seiner Tapferkeit erfüllte. Die Anzahl derJohanniter wu«hs, sie wurden reich und mächtig, und setz-ten sich i 3 io auf der Insel Rhodus fest , woher sie d«*nNamen Rhodiser annahmen , wurden aber 1322 durch Soli-man II. daraus vertrieben , dur «len Sieg mit dem Verlustvon 180,ooo Mann erkaufte. Unstät schweiften sie nun alsFlü<“htlinge in Europa umher, bis ihnen Carl V. »lie Ins»*l Maltazum Besitz anwies, in der AbsYht, ihre Tapferkeit als einenWall gegen die Türken zu gebrauchen. Auch bleiben Muthund Ausdauer dieser Maltheser (so nannten sie sich vonjener Zeit an) bei der Belagerung der Insel im Jahre i 565 d«*r»täten Bewunderung würdig. — Als eine Merk\vür»ligkeit.führen wir an, dass drei der schwierigst«*n und glorreichstenMomente für den Or»len in die Zeiten fallen , wo französischeGrossmeister an der Spitze standen ; d’Aubusson vertheüligteRhodus, Villiers de l’isle d’Adam verliess sie erst na» li Wundernder Tapferkeit, und Parisot de la Valette bewirkte die Auf-hebung der Belagerung von Malta. In <Yr neuern Z»*it hatdieser berühmte Orden eine unglückliche Katastrophe erlebt:die Insel Malta wurde zuerst eine Beute der Franzosen, dannder Engländer , und die Ordensritter , in Europa zerstreut,scheinen auf blosse Ehrentitel und Ehrenzeichen beschränkt zubleiben.
Der Orden der Tempelherren wurde, nach Art des Johan-niterordens, von Hugo vonPayenne gestiftet, und war an-fänglich zur Besehützung des Tempels von Jerusalem bestimmtwidmete sich aber bald auch »ler Verfolgung «ler Ungläubigenim allgemeinen. Er wurde berühmt durch seine Macht undseine Reichthümer, noch mehr aber dunh »lie s»hre«*klYlie Artseiner Zerstörung. Pabst Clemens V. und Philipp der Schönescheinen sich zu dessen Untergang verschworen zu haben ; dieGüter des Ordens wurden confiscirt, und in Folge einer feier-lichen Verurtheilung, deren Gerechtigkeit für die Nachweltein Rätlisel geblieben ist, der Grossmeister Jakob von Molaynebst einer grossen Anzahl Ordensritter lebendig verbrannt.
In Bezug auf den deutschen Orden , von dem oben dieRede war , müssen wir noch bemerken , dass er ganz nachdenselben Grundsätzen wie die beiden andern , nur ein Jahr-hundert später, gestiftet wurde. Bloss deutsche Adeliche wurdendareiu aufgenoinmen , und ein Heinrich von Bassenheim warder erste Grossmeister.
[Stephan 4 *327. Auf Be-^ Johann , Cardinal,fehl Ludwigs von Baiern,"Erzbischof 11. Herrsagt mau , vergiftet. von Mailand nach
Lucrhino, 4 * 354 -
^Barnabo 4 i 385 . Von seinem Neffen gefan-gen, den er um »lie Regierung bringen wollte.Hint(?rlässt 5 elil. Söhne u. 10 unjhl- Töchter..S<*iiie 5 .Söhne blieben ohne Nachkommen; diei») Töchter verheirathen sich iu die ersten Fa-milien vou Europa.
F.r war der grösste unter den Vis»*oilti;bes»hü tzte die Wissenschaften und Künste um!vereinigte »las ganze inailändische Gebiet durthBeraubung seiner Vettern.
©rTjoharmGaleazzo , erster Herzog vonMailand 1376, 4 * 4 ° 2 -
a. Isahetta von Frankreich 4 * 3 7 2 .
b. Catharina Visconti 4 1 f° 4 *
Äct. Valentina 4 * 4 ° 8 . ©'■>• b- Johann Maria,^ 3 . b. Philipp Maria 4 * 447 * Hat drei
V Ludwig v. Orleans 4 * 4°7 ] i '» 12. \\ il»l und 4 berühmte Feldherrn , Carmagnole, To*
,*Gcineins»haftlYhe Stamin-«‘lternvon Ludwig XII. undFranz I. Daher die An-sprüche dieser auf Mailand.
bösartig ; zerstört J relli und Sforza.das\\ erk sein«*s Va- J a. Beatrix v. Tende, enthauptet 14*8.ters. \\ ird von Ver- ♦ b. Maria von Savoyen 4 * 458 .schwornen »*rmor- ■'
det
1412.
DIE SFORZA gelangen zum HERZOGTHUM.
5 . Galeazzo Ma-^ ) 7. Ludwig Moro (mit derMaulbeere), tyrannixirt und
ria. Grausam undbösartig. 1476er-stochen.
Bona v. Savoyen
4 * 485 -
' 4 -Bianca Maria, Unehl. Tocht.4 * 468 .Franz Sforza 4 1466. War ein uneh-licher Sohn des Jakob Attendolo, deraus »lern niedrigen Bauernstände sYhzum Connctable von Neapel und G011-falon »ler Kir»he emporsehwang. Franzwar einer «ler berühmtesten Echlherrnseiner Zeit. Dunh Verbindung undGlück kam er zum Herzogthum Mai-land, und erhielt sich itn Besitz.
v«*rdrängtseinen Neffen; reiztCarl VIII. zur Eroberung vonN«*apel auf, wird Verrätheran ihm, und von den Franzo-sen gefangen. 4 i 5 io.
4 | 6 . Johann Galeaz. 4 * 4 p 4 311 Gift, . Maximilian4 i 53 o^ 9 . Franz, der letzte Her-
‘ inan sagt, von seinem Oheim. "zu Paris, wohin ei"zog v.Mailand, 4 i 535
sich mit einer Pension Christina von Dänemarkzurü» kgezogen hatte. 4 *590.
Isabella von Aragon - Neapel 4
©*' ranz, von seiner Mut-ABona 4 * 558 ."ter zu Ludwig XII.^ Sigismund, Ko-na»h Paris jgeschYkt; nig von Polen,stirbt in Frarikr»>Yh 4 * 548 .als Abt von Marmoutiers.
Nach Erlöschung »ler Sforza bemächtigt sichCarl V. »les Herzogthums, als eines heinigefal-lenen Reichslehen , und vergibt es au seinenSohn Philipp IL
GENEALOGISCHE SKIZZE der FARNESE, HERZOGE VON PARMA.
©Alexander Farnese, Pabst unter dem Namen Paul III., erhob die Länder Parma , Pia-
i:
cenza und Castro, die vom heiligen Stuhle abhingen, zu einem Herzogtlium, und vergällsi»? als Lohen i 545 au einen unehlichen oder h’git. Sohn , den er in jüngern Jahren,
che er Pabst war, g«*zeugt hatte. Er starb lä.pj.
• Peter Farnese, erst«*r Herzog von Parma ; grausam und bösartig; wird 15471 von Vers«hw»irnen ermordet, dein. Hieronyma Orsini.
' + A + +
Alexamler, Ottavio 4 * 586 . Wird nur mit Mühe^Ranuecio, ©Horaz , HerzogNachfolger seines Vaters. "Cardinal, "von Castro, bei
Margaretha, eine Unehl. Tochter Carls V., 4 * 556 . Hesdin getödtet
Wittwe Alexanders von Medici, 4 * 586 . Von den i 553 .
Gelehrten
^Cardinal,
+
Erbaut »lenberühmten
Palast Far-( ) 3 . Alexamler Farnese, der berühmte Feld-nese zu herr, 4 *592. Statthalter iu den Nieder-
Roin. landen; kämpft gegen HeinrichIV. und un-
terstützt »lie Eigne. Anna v. Port. 4 * 577 -Daher Ansprüche auf »lie Krone.
jener Zeitgepriesen.
Diana , uneh-liche TochterHeinrichs II.,Kön. v. Frank-reich, 4 riinj.
^ 4 - Ranuccio I. Geizig und bösartig,j Margaretha Aldabratulini, Nichte Clemens VIII.
622. ©Odoardo, Cardinal, AMargar«*tha.-r— 1626. V Gonzaga.
0 * 3 - Odoardo 4 *646. Bringt seine Staaten in Ge-^Franz, Car-AMaria und Vietoria.fahr, indem er sich mit Frankreich wider SpauYn"dinal, stirbtXbeide an einen Herzogverbindet i 633 . 1647. von Modena vermählt.
Margaretha von Medici. 4 *67»).
© 6 ; Ranutvio II. 4 *694* Verliert Castro, »las ihm »ler Pahst©Ale\ander , Statthalternimmt, a. Margaretha von Savoyen, b. Isabella von Este. " in den Niederlanden.c. Maria von Este, ihre Sc hwester. 4 1681).
J7. e. Franz 4 * 7 2 7 * ^ 8 . e. Anton 4 17‘ii.
W'ieder **Domthea von Neuburg »«letzte Farnese.
©A Odoardo II. 4 *693.Dorothea von Neuburg.vermählt an ihren Sehw
Der
ager.
Wittwe seines Bruders.
AElisabeth 4 *766. Vermählt sYh mit Philipp V. 4 *746,Und bringt »lie Herzogthiimer Parma und Piacenza vom Va-ter , und T<is»*ana von der Ururgrossnmtter her auf ihrenSohn Don Carlos.
Henriette von Este.
Nach seinem To»!e kom-men Parma und Pin»-cnzaan Don Carlos » den SohnPhilipps V.
GENEALOGISCHE SKIZZE der GONZAGA, HERZOGE von MANTUA etc.
^Ludwig von Gonzaga , aus einer sehr alten Familie , wird Herr von Mantua , nachdem'l er die Familie der Buonacossi vertrieben. 4 * 36 o.
4 * 36 <). Ueherlässt die©Pliilipplno 4 * 356 . Spielt eine liedeu-^Feltrin,
Guido
j Herrschaft seinen Söhnen,
—----
©Ugolino , durch seine Briiderlennord«*t i 362. Hinterlässt nurTö»hter.
W’eiiden Markgrafen.
tende Rolle. Hinterlässt nur Tö«‘hter.
iLudwig 4 * 382 .Adelhaid von Este
^^Franz, v. seinem Bru-"der i 368 ermordet.
(Franz 4 * 4 ° 7 * a - Agnese Visconti, Toch-ter »les Bernabo. b. Margaretha Malatesta.
Stamm-vater derGonzaga ,Grafenv. Sovel-lara , die1700 erlö-sehen.
Ein
^1. b. Johann Franz, erster Markgraf von Mantua durch Kaiser Sigismund i 433 .
I Feldherr von grossem Talent. 4 * 444 - Pauline Malatesta.
©2. Ludwig der Türke 4 *478. Üölü" 4 * 4 - 56 .^Alexander 4 * 466 .ÄMargar. 4 1440.
I Verschönert Mantua. "ZuWu von Este. Gräfin von UrbinoN Lionel von Este.
| Barbara von Brandenb.-L- 1481.
\ - : --- —T -;-r--N
© 3 . Friedrich,©! ranz, ©Ludwig, ©Johann Franz , Stammvater der©Rudolph,*484- "Cardinal »"Bischof v. * Herzoge von Sabionella und Boz- * Stammvater
23
a. Elisabeth Christ, v. Braunschweig-JVolfenbüttel, geb. 1746, geschieden1769.
b. Friederike Luise von Hessen-Darm-stadt 4 i 8 o 5 .
1. Der Cencordia-Orden, von MarkgrafChristian Ernst 1660 zum Gedacht-:^ 5 . ä.Fr.Wilh. III., geb. 3 . Aug. 1770.Äa. Frieiniss des Pyrenäenfriedens und des^ Verm. 24.Dec. 1793 m. Luisev.Meckl. Charl.,
RITTERORDEN.
nnne, geb. 7. Ang. 1751.Vermählt 1767 mit Wil-helm V. von Oranien,
4 9 * April 1806.
Markgraf von Schwedt.
Luise Ulrike.
Adolph Friedrich, König v. Schweden.Anna Amalia , Aebtissin von Quedlin-burg, 4 *778*
O Friederike |
• Luise , geb.
• 24 .Maii 77 ü
• Anton von
• Badzivil,
i 77 5 .
►FriedrichChristianLudwig,io. Oct.1806 im
Felde gefallen.
£ WilhelmAugust,geboren* 5 . Sept.* 779 *
CHROXOLOGISCHES VERZEICHNISS DER MERK WUERDIGSTEN SCHLACHTEN FRIEDRICHS DES GROSSEN.
V. B. Die Orte sind auf der topographischen Carte Tafel 21. zur Linken angezeigt.
'V
iederikeA^. FriederikeA^. Friederike
i „„u. ▼ t xx':n./si « r 1 !.
Friedens von Oliva gestiftet.
2. Der Sinceritas - oder rothe Adler-Orden, von Markgr. Georg Wilhelm1712, und erneuert durch den Mark-grafen Friedrich 17 4 4 •
3 . Der schwarze Adler-Orden, von
Friedrich I. 1700, als er den Xö-nigstifeJ annahm. <
4. Der Orden »pour le me rite « , vonFriedri<& dem Grossen 1740.
5 . Der Orden des eisernen Kreuzes, ge-stiftet vom jetzo regierenden KönigFriedrich Wilhelm III. am 10. März181 3 im Befreiungskriege.
Strelitz, 4 * 9 *J**li 1810. 1824 in. d.
Fürstin v. Liegnitz. Verliert durch denFrieden von Tilsit einen Theil seinerLander 1808. Siehe No. 26. Erobertsie wieder und bekommt noch einenTheil von Saclisen etc. 1814 u. 1 8 1 5 . Siehe Anhang.
geb.674* 820.11 . von York,geli. 1763.4 1826.
Luise Wilhel-mine , geb.1774.
Wilhelm /.,Kön. der Nie-derlande,geb. 1772.
Christ. Auguste,geb. 1780.Churfürst vonHessen - Cassel,geh. 1 777 .
1 Prinz.
2 Prinzessinen.
©£. Ludwig 4 * 796.© Friedrich Carll
Friederikev.Meck- Ileinr., geb. 1781.lenburg - Strelitz,geb. 1778. Wiederverm. an einen Gr.v. Solms-Braunfels,und später an denHerz. v. Cumberl.
1742.
Friedrich ©Friedrich AFriederike Luise AFriederike Wil-A Luise Au-©Carl, geh. \
lll) aI rYl XA.f .1 Uol m d, ft ..1 ...... n,.l. ' lftnl.1. t lftw /...l. ftnift In A Ti.mi *
Goadjutord.Gross-meisters der Johan-niter.
\b. FriedrichWillielm , geh.1788.
Mariana vontiessen-Hom•bürg, geh. 1785.
Wilhelm,Kronprinzgeb. i 5 .Oct. 1795.
WilhelmLudwig,geb. 22.Marz 1797.
Charlotte, geb.1 3 . Juli 1798.Grossfürst , j e tzoKaiser Nikolausvon Russland,geb. 7. Juli 1796.
heim. Alex., geb.23 . Febr. 1 8 o 3 .Erbgrossherzogv. Mecklenburg-Schwerin , geb.1800.
gusta Wil-helmineAmalia,geb. 1. Fe-bruarx8o8.
29. Juni1801.Albreeht,geb. 4.0ct.1809.
Friedrich W'ilhelm^IYicderike Wilhel-| |Ludwig , geb. 3 o. v mine Luise , geh.* *3 o. Sept. *796.Regierender Her-zog von Anhalt,geb. 1794.i Prinzessin.
"e >
Oct. 1794*
; Wilhelmine Luise! von Anhalt-Bern -bürg, geh. i 7 99 -i Prinz.
1. Ö. W. AH. 1 -'bert,geb. 1811.
2. Maria Elisa,geh. i 8 i 5 .
3 . Friedrich W.W r oldcmar,geb.1817.
Mchvitz , IVO Scliwerin Hie Oestreieher schlägt. Die erste Schlacht, in der sichFriedrich befand, und man musste diesen, bald naeliher so unerschrocknen Fürstenaufsuchen, uin ihm zu sagen, dass er gesiegt habe.
Czadau oder Chotusitz , »<i Friedrich den Prinzen Carl von Lothringen schlagt;darauf kommt der Friede von Breslau zu Stande, durch den die Franzosen in Bob-men sehr in Verlegenheit gerathen. .
1745 . Hohenfriedberg; abermaliger Sieg über den Prinzen Carl. Friedrich liess nach »lerSchlacht dem König Ludwig XV. sagen, er habe so eben den Wechsel bezahlt, derzu Fontenoi auf ihn gezogen worden. . ,
1-45. Sorr in Böhmen. Friedl ich schlügt den zweimal so starken Prinzen Carl. Auf diesen4 Sieg , der den Ruf seiner Talente und seinen militärischen Ruhm erst recht Be-gründete, folgte der dres»lner Friede. ,
1756. Lowositz. Friedrich schlägt die Oestreicher, und bereitet dadurch die Lebergabedes Lagers bei Pirna vor. ....
1756. Pirna. 17,000 Sachsen sind genölhigt die Waffen vor Friedrich zu strecken.
1757. Prag, wo der Prinz Carl 20,000 Mann gegen Friedrieh einbüsst. Audi Schwerinkommt dabei um.
i 7 5 7 . Collin. Siebenmal lässt Friedrich gegen den verschanzten Daun Sturm laufen , wird‘ ‘ aber immer zuriickgesclilagen und verliert 25 ,ooo Mann.
t- 5 - Rossbach, wo Soubise von Friedrich geschlagen ward; die Preussen verloren nur1 ‘ 5 ÜO Mann in dieser Schlacht, die Allürten 10,000, dabei noch ihren \Vaffeuruhmund viel Laiid.
i
1757. IJssa oder Ixuthen. FriedrYhs glänzendster Sieg , durch Geist un»l Kriegskunsterrungen ; der zweimal so starke Feind verlor 3 o,ooo Mann und 117 Kanonen. DieEinnahme Breslaus mit der i 8 ,»xio Mann starken Garnison war eine Ftilge davon.
1758. 'Lorndorf. Eine »ler hartnäckigsten SchlacJiten Friedrichs , die ihm 10,000 Mannkostet; die geschlagenen Russen aber verlieren 22,000 Mann und 104 Kanonen.
1758. Ilochkirchen. üur«*h Dauns Ueberfall verliert Friedrich 8,000 Mann, ioo Kanonenund sämmtliehes Gepäck. Kaltblütig schlägt er einige Meilen weiter sein Lagerwiederauf, und der Sieger wagt nYht ihn anzugreifen. Der Marsehall Keitli fälltin der S«’hla<-ht.
1759. Kunnersdorf oder Frankfurt. Eine furchtbare Schlacht. Die Preussen, die anfänglich100 Kanonen weggenommen, verloren ihre ganze Artillerie; Friedrich that Wunder;von beiden Seiten fielen gegen 20,o»io Mann.
1759. Maxen. 18,000 Mann Preussen strecken die Waffen vor Daun , der auf diese Weise
die Ehre der Sa»hsen bei Pirna räclit.
1760. Ixindshut. Fouquet wird von Laudon geschlagen und mit seinem Trupp gefangen,1760. Liegnitz. Friedrichs Meisterstü»k; von vier überlegnen Armeen umringt, s«:lilägt
er die eine und macht sich frei.
1760. Torgau oder Siptitz. Daun, dem Anseliein nach in einer unangreifbaren Stellung,verliert 20,000 Mann. Es war die letzte Schlacht, in »ler Friedrich sein Heer anführte.1762. Freiberg, wo Prinz Heinrich siegte. Der König gab ihm das Zeugniss, dass er keinenFehler begangen habe. Man verglYh ihn, wie Daun, mit dem Feldherrn Fabius.Der hubertsburger Friede folgte bald auf diesen Sieg und beendigt«* den berühmtensiebenjährigen Krieg.
Margaretha v.Baiern.
4 1483.
Mantua, * zolo, die 1703 erlöschen und ihre * der Fürsten4 * 5 ii. J Güter dein Zweig von Guastalla t von Casti -* hinterlassen. t glione, Luz-
►4. Johann Franz 4 *5*9. Ewar zu verschYdeuen Zeiten v Cardinal,General der Venetianer , des 4 * 52 J.Kaisers, des Herzogs von Mai-land ; in franzd.sYrhen , spani-schen u. pälistl. Kriegsdiensten.
Lsabella von Este + -539.
Die GONZAGA worden Herzoge von Mantua.
5 “—--v-\ i zara u. Solf
Sigismund,©Clara. ©Johann, Stamm- t rino , deren
r-iw 11 — r '" •—*•-* » *»
'Gilb, von * vater des Zweigs ' GeschlechtBourbon \ der Gonzaga - * sYh bis jetzt
Alont-
pensier.
t Vescovato im
* Cremorjesis«“hen, *J der noch besteht, i
* t
erhalten
hat.
Zweig von GUASTALLA.
ir. Friedrich 4 *54o.zum Herzog erhöhen ,ferrat zuerkennt.
Margaretha von Montferrat 4
Wird durch Carl V. i 53 o©Hercides, Cardi-©Ferdinand , einder ihm auch das Mont-"nal, 4 * 563 . $ berühmter Feld-
i 565 .
i herr , kauft Gu
12 . Franz, er-© 3 . Wr'trinkt i 55 o. T1587.Catharina von | Eicon 1
Oestreich ,
-f i 5 7 2 . (
Wiecler verm.mit dem K»inigSigismund vouPolen.
b. Franz,4 1612.Margar. v. Sa-voyen 4 *655.
J stalla von d. Er-t hen , und bildetGONZAGA-NE 3 ERS. 5 den Zweig von; T“ $ Guastalla, der
Wilhelm, stirbt©FriedrYh, ©Ludwig 4 iSgS. \ *746 erlosch.'87. “■Cardinal, I Henriettev.Cleve- *
Eleonora von Oestr. 4 I 56 ;. I Nevers.
I. 4 *612.ACatliarina 4 1620. * . Carl I. 4 1637. Behaup'garetha Lar-y+Fcrdin. v. Oestreich. tet sich iu Mantua durch U11
►4. Ving
a. Margarethanese.
h. Eleonora von Me-dici.
Margaretha.Herzog vonFerrara.
0 Maria 4 * 66 o.Ch. v. Gonzaga-Nev., ihr Vet-ter , 4 * 63 1.
4 y>. i>. ferdin.
"liemächt. sieldes Herzog-tliums gegenseine Nichte.
4 1626.Catharina vonMedici, Toch-ter Ferdin. I.
b. Vinc. II.X&. Marg.1627. V_|_ j63 2
Isab. Gonzaga- HenBozzolo.lieber seineHinterl. bricht
terstützüng Ludwigs XIII.f'A.üb. seineNaehk. diezweiteTab. von Frankreich No. 10.)
Ol)' Carl II. 4 i63i.Maria von Gonzaga, seineBase, + 1660.
vonLothring.
4 1624.
Eleonora.^ |*o. Carl III. 4 * 665 . Ver-ein grosser 4 * 655 . kauft seine Besitzungen inKrieg in Ita- Ferd. LI., Frankreich an den Cardi-lieu aus. Kaiser. nal Mazarini.
Isabella v. Oestr. 4 * 685 .
|i 1. Carl IV., letzter Herzog von Mantua, / Nach dem Tod des letzten Herzogs strei-"4 t * ur4 ' 1 ‘ (Ien Kaiser Joseph I. I ten der Zweig v. Guastalla und die Herzoge
seines Herzogthums verlustig erklärt, weil I von Lothringen über die Erbschaft \»>ner iin spanischen Su»‘cessionskriege die Waf- / Mantua; aber Joseph I. vereinigt es mit denfen für Frankreich genommen. j Domänen seines eignen Hauses?
a. Anna von Gonzaga-Guastalla 4 * 7 ° 3 . [ (Siehe die zweite genealog. Tab. v. Frankr.
b. Susanna von Lothringen-Elbeuf 4 *7*0. \ No. 10.)
No. XXIII. GENEALOGIE DES PREUSSISCHEN HAUSES.
Gedruckt und verlegt hei J. Velten, Kunst - und Musikalienhändler in Carlsruhe, 1827.